Home Smart Home? So wird Wohnen intelligent - SCALE11

Smart Homes sind in der Gegenwart angekommen

Der Wecker klingelt. Die Kaffeemaschine mahlt die Bohnen. Während die Heizung das Badezimmer langsam vorheizt, läuft der erste Kaffee durch. Ganz automatisch und ganz von alleine. Was einmal Fantasie und Zukunftsmusik war, ist längst zur Wirklichkeit geworden. Die digitale Vernetzung hat unter dem Namen „Smart Home“ auch den privaten Raum erfasst.

Was macht ein Smart Home eigentlich so schlau?

Was genau ist mit dem Begriff Smart Home eigentlich gemeint? Bis wann ist ein Haus ein Haus und ab wann ist ein Haus ein Smart Home?

Smart Home ist ein Oberbegriff für jene Technologien, die das Ziel haben, den Komfort, die Sicherheit und den Ressourcenverbrauch von Bewohnern zu optimieren. Dabei spielt der Vernetzungsaspekt eine zentrale Rolle: Die verschiedenen Lösungen sind sowohl untereinander, als auch nach außen hin mit dem Internet und dem Stromnetz verbunden. Die Geräte können miteinander kommunizieren – sie sind also smart. Von automatisch gesteuerten Heizungen über selbstschließende Türen bis hin zu Überwachungssystemen: Die Digitalisierung und neue technische Errungenschaften haben in den letzten Jahren die Vernetzung des Wohnraums enorm vorangetrieben.

Und was sagen die Konsumenten dazu?

Zwar ist das Interesse bei deutschen Konsumenten vorhanden – doch es gibt noch Zweifel. Was Interessierte bislang von Smart Home-Lösungen abhält, ist zum einen die von ihnen wahrgenommene fehlende Kompatibilität zwischen den Systemen verschiedener Anbieter. Zum anderen tun sich Fragen auf, wie: Frisst so ein hochintelligentes System nicht unglaublich viel Strom? Muss ein Zuhause wirklich smart sein? Und wie sieht so etwas eigentlich ganz konkret aus?

Der Kunde ist König – jetzt ist die Industrie am Zug

Home Smart Home? Nicht ganz. Denn obwohl alleine in Europa bis zum Jahr 2017 ein Marktvolumen von insgesamt 4,1 Milliarden Euro erschlossen werden soll, sind noch längst nicht alle Voraussetzungen für solche Dimensionen gegeben. Die Industrie muss jetzt die entscheidenden Weichen stellen: Anbieter müssen die Erwartungen und Wünsche der Kunden identifizieren, um den Markt sinnvoll für alle Teilnehmer zu gestalten. Dazu gehört auch, den Unsicherheiten der Konsumenten zu begegnen und angemessen auf diese zu reagieren.

All together now: Wie naon Intelligenz miteinander verknüpft

Was Smart Home-Produkte betrifft, sind Konsumenten dennoch neugierig. Die Wunschliste deutscher Kunden wird angeführt von intelligenten Alarmsystemen, dicht gefolgt von effizienten Heizungs- und Beleuchtungssystemen – eine breite Palette an verschiedenen Bedürfnissen, die deutsche Konsumenten an den Tag legen. Dementsprechend wimmelt es auf dem Markt nur so von Anbietern, die versuchen, mit ihren Produkten die verschiedenen Bedürfnisse abzudecken.

„Diese vielfältigen Wünsche und die Anzahl unterschiedlicher Produkte führten dazu, dass verschiedene Systeme bislang autark voneinander gesteuert werden mussten“, so Martin Zielinski von Pipesbox. „Lösungen, die mehrere Systeme ansteuern, haben deswegen oft das Problem, dass nicht alle Funktionalitäten der verbundenen Geräte genutzt werden können.“ Diesem Problem will das norddeutsche Startup mit seinem Smart Living System naon begegnen. Denn: „Der Mehrwert für den Kunden entsteht erst durch die Verknüpfung unterschiedlicher Geräte.“

naon ermöglicht die Vernetzung und Kommunikation zwischen den Technologien verschiedener Anbieter. So soll nicht nur der Alltag erleichtert, sondern auch der Komfort in den eigenen vier Wänden neu definiert werden. „Der Trend geht immer mehr in Richtung hochspezialisierte Produkte“, so Zielinski. Ab Mai 2016 wird deswegen Pipesbox’ neue Smart Home-Zentrale auf den Markt kommen, mit der zum Beispiel Heizung, Licht und Luftqualität gesteuert werden können.

Das Team rund um Zielinski wird in diesem Rahmen sein neues Produkt auf der Startup-Area der CeBIT, der SCALE11, vorstellen. „Wir sind nicht nur besonders gespannt auf neue und innovative Lösungen, sondern auch auf inspirierende Gespräche mit potenziellen Partnern.“ Mit zunehmender Spezialisierung wird eine gewisse Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern stattfinden: Damit diese auf Dauer funktionieren kann, sind verlässliche und nachhaltige Kooperationen also unerlässlich.

Auch die Frage der Nachhaltigkeit wird über Erfolg oder Misserfolg der Branche bestimmen: Umweltfragen sind kein Nischenthema mehr, sondern längst im Mainstream angekommen.

Wie umweltverträglich sind Smart Homes? EnerBee verwandelt Bewegung in Energie

Technologie muss funktionieren: Durch Strom, Energie und Batterien. Können Smart Home-Lösungen verlässlich funktionieren und gleichzeitig auch umweltfreundlich sein? Ja, meint EnerBee. Das im französischen Grenoble gegründete Startup hat den weltweit ersten bewegungsbasierten Generator entwickelt, der dank einer Kombination aus Piezoelektrizität und Magnetismus aus der kleinsten Bewegung Energie gewinnen kann. Diese neuartige Technologie hat EnerBee in einen Drehdimmer integriert, mit dem etwa intelligente Lichtquellen betrieben werden können.

Das Ziel? Batterien den Garaus zu machen. Denn: „Der Markt intelligenter Technologien wird erst sein volles Potenzial erreichen können, wenn die miteinander verknüpften Lösungen durch autonome Energie betrieben werden“, ist sich Marie Tabarin, Kommunikationsbeauftragte von EnerBee, sicher. Als Teil der ZigBee-Allianz, die weltweit ein stark wachsendes globales Ökosystem verfolgt, revolutioniert EnerBee die klassischen Energiegewinnungsmethoden. Für spannende Diskussionen und zukünftige Kooperationen werden die Franzosen in diesem Jahr auch auf der SCALE11 vertreten sein. Besonders gespannt sind sie natürlich darauf, wie die Besucher der Messe auf ihr innovatives Produkt reagieren werden.

Come together: Smarte Startups auf der SCALE11!

Smart Homes ist also ein vielversprechender und spannender Markt, der nicht nur selber Veränderungen durchlaufen, sondern auch die gesamte Wirtschaft auf den Kopf stellen wird. Die CeBIT Startup-Halle SCALE11 beschäftigt sich auch in 2016 wieder mit den verschiedenen Trend- und Wachstumsthemen der digitalen Wirtschaft – und widmet der aufstrebenden Smart Home Branche eine ihrer insgesamt fünfzehn Community Areas.

Zwischen dem 14. und 18. März 2016 können sich interessierte Besucher in Halle 11 informieren und inspirieren lassen. Jetzt Ticket sichern und dabei sein!

 

Artikelbild: georgejmclittle/panthermedia.net