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Simon Schmid von Returbo: Home24 übernimmt sein Startup

Es waren bewegte Zeiten für das Retouren-Startup Returbo. Der einstige Shootingstar konnte vor einem Jahr einen Millionenbetrag von der Crowd einsammeln, nun musste das Startup vor kurzem Insolvenz anmelden. Als schließlich noch Paypal dem Startup von Gründer Simon Schmid den Rücken kehrte und den Weiterverkauf der Waren über Ebay stoppte, war Returbo am Boden. „Wir haben wenige Tage, bevor das hier alles zusammenbricht“, hieß es Anfang November vom Insolvenzverwalter Torsten Martini.

Jetzt will das Rocket-Startup Home24 das Team und die Vermögensgegenstände von Returbo übernehmen. Beide Unternehmen arbeiten bereits seit Ende 2015 zusammen: Returbo bezieht Retourenware und Sonderposten von dem Möbel-Startup und verkauft sie über Kanäle wie Ebay oder Amazon weiter. „Wir konnten in dieser Zeit nicht nur das Team gut kennen lernen, sondern uns auch von den aufgebauten Prozessen und Systemen überzeugen“, kommentiert Home24-Gründer Philipp Kreibohm die Übernahme in einer Mitteilung. Das Returbo-Team solle künftig „wesentlich zur weiteren Optimierung unserer Retourenverwertung beitragen“.

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Noch muss die Gläubigerversammlung von Returbo im Januar der Übernahme zustimmen. Laut dem Insolvenzverwalter Martini ist damit allerdings zu rechnen: Es sei für alle die beste Lösung.

Was die Übernahme für die 1.380 Crowdinvestoren der Plattform Companisto bedeutet, ist derzeit unklar. Bisher haben weder Companisto, Home24 oder Returbo Auskunft gegenüber Gründerszene gegeben. Es ist aber davon auszugehen, dass Home24 wohl nur einen symbolischen Wert für Returbo gezahlt hat. Die Chance, dass die Kleininvestoren da Geld sehen, ist gering.

Bild: Returbo