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Home24: Umsatz auf 100 Millionen Euro angestiegen

Das Gute vorweg: Das Geschäft beim Online-Möbelversand Home24 (www.home24.de) lief 2013 besser als je zuvor. Die nun vermeldeten „etwas über 100 Millionen Euro“ – gemessen von Januar bis Januar – an Umsatz wären für das Berliner Jungunternehmen ein neuer Rekord. Im vorangegangenen Jahr 2012 setzte Home 24 rund 64 Millionen Euro um, davor waren es 26 Millionen. Damit entspricht der Anstieg im vergangenen Jahr in absoluten Zahlen in etwa dem des Vorjahres. Das bedeutet aber auch: Der Anstieg stagniert, was ein ausgesprochenes Wachstumsunternehmen wie Home24, das nach Willen der Samwer-Brüder den Möbelgiganten Ikea abhängen soll, nicht unbedingt zufriedenstellen kann. Hinzu kommt, dass sich das Wachstum prozentual zum Umsatz betrachtet verringert hat.

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Erst im vergangenen Herbst stockte der Möbelversender seine Kapitalbasis auf und holte den Rewe-Konzern als weiteren Geldgeber an Bord. Zuvor hatte die schwedische Investment AB Kinnevik ihre Erwartungen für das E-Commerce-Unternehmen heruntergefahren. Der insbesondere bei Zalando engagierte Haus- und Hoffinanzierer von Rocket Internet, dem Inkubator der Samwer-Brüder, ist auch bei Home24 einer der wichtigsten Geldgeber. Das Online-Möbelhaus aus Berlin beschäftigt derzeit über 300 Mitarbeiter und ist neben Deutschland auch in Frankreich, Österreich und den Niederlanden aktiv.

Zuletzt hatte Kinnevik sein Engagement beim – wie Home24 – von Rocket Internet gestarteten Amazon-Klon Lazada ausgeweitet. Im Rahmen einer Finanzierungsrunde über stattliche 250 Millionen US-Dollar beteiligte sich der Samwer-Finanzierer mit rund 28 Millionen Dollar.

Insgesamt investierte Kinnevik im zurückliegenden Jahr umgerechnet 272 Millionen Euro, fast alles davon in Online-Unternehmen – wenn auch nicht alle aus dem Hause Rocket Internet stammen. Der Zielkorridor an Investments für das laufende Jahr liege zwischen 230 und 340 Millionen Euro, heißt es vom schwedischen Geldgeber. Mit Kinnevik Capital wurde zudem eine eigene Investmenteinheit gegründet, die unter der Leitung des bisherigen Goldman-Sachs-Bankers Chris Bischoff Investments finden, ausführen und managen soll.

Im Jahr 2013 beliefen sich die Erträge bei Kinnevik auf insgesamt 175 Millionen Euro, im Jahr zuvor hatte man mit 180 Millionen Euro noch etwas mehr ausgewiesen. Insbesondere im vierten Quartal lagen die Erlöse des Unternehmens mit 48 Millionen Euro deutlich unter dem Wert der Vorjahresperiode von 60 Millionen Euro.

Bild: Home24