Philipp Kreibohm gründete Home24

Home24 will sich in eine AG umwandeln. Wie das Berliner Unternehmen heute verkündete, wurde die Umwandlung der Rechtsform von einer GmbH in die Home24 Aktiengesellschaft zur Eintragung ins Handelsregister eingereicht.

Wozu wandelt sich Home24 in eine AG um? Plant das Unternehmen möglicherweise einen Börsengang? Die Vermutung liegt nahe, schließlich wandelten sich auch Rocket Internet und Zalando einige Monate vor dem Börsengang in eine AG um. Auf Anfrage von Gründerszene wollte sich Home24 nicht zu den Gerüchten äußern.

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In einer Mitteilung schreibt das Unternehmen nur: „Die Umwandlung der Gesellschaftsform gibt Home24 die Flexibilität, die für das weitere Wachstum des Unternehmens notwendig ist. Die Änderung hat keine Auswirkung auf das operative Geschäft oder die Rechtsform der Tochtergesellschaften.“

Wie Deutsche Startups zuerst berichtete, konnte Home24 offenbar kürzlich auch eine neue Finanzierungsrunde abschließen: Laut dem aktuellen Handelsregister-Eintrag ist nun auch die britische Pentland Group sowie die niederländische Gesellschaft L’Arche, die zum Großteil den Erben der Heineken-Bierbrauerei aus Amsterdam gehört, an dem Berliner Möbelshop beteiligt. Außerdem ist auch die von Silvio Berlusconis Sohn Luigi geführte Holding Italiana Quattordicesima eingestiegen, die kürzlich auch bei Westwing eingestiegen war. Alle drei Investoren halten jeweils unter ein Prozent am Unternehmen.

Bei Home24 ist offenbar einiges in Bewegung – auch die Zahlen sehen wieder rosig aus: Wie Rocket Internet in der vergangenen Woche verkündete, konnte Home24 seinen Umsatz 2014 auf 160 Millionen Euro steigern, das ist ein Plus von 72,5 Prozent. Nach enttäuschenden Zahlen für 2012 und einem stagnierenden Umsatz im Jahr 2013 waren schon die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2014 ermutigend.

Übrigens: Home24 ist auch bei dem kürzlich gestarteten Venture Network der Frankfurter Börse aktiv.


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SAP gilt als das Musterbeispiel einer erfolgreichen Tech-Gründung: Der größte europäische Softwarekonzern stammt aus dem baden-württembergischen Walldorf. Das Unternehmen geht am 4. November 1988 an die Börse. Insgesamt werden 1,2 Millionen Aktien zu einem Preis von je rund 750 DM ausgegeben. Das IPO-Volumen belief sich demnach auf 900 Millionen DM, also rund 450 Millionen Euro. Bild: SAP-Gründer Hasso Plattner; NamensnennungKeine Bearbeitung Bestimmte Rechte vorbehalten von mkrigsman

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