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InnoGames hat die magische Grenze von 100 Millionen Euro Jahresumsatz geknackt. 2014 erwirtschaftete das Hamburger Spieleunternehmen noch 80 Millionen Euro. Wie schon im Vorjahr sei man zudem profitabel. Wie viel Gewinn genau erzielt wurde, wollte InnoGames auf Nachfrage allerdings nicht mitteilen. Der operative Gewinnanstieg liege aber im zweistelligen Prozentbereich.

Mitverantwortlich für das positive Ergebnis ist das Wachstum der Mobile-Sparte, deren Umsatz sich nach Unternehmensangaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt hat. Erst 2013 war InnoGames im Mobile-Markt aktiv geworden, zuerst mit der Portierung bestehender Titel wie „Die Stämme“ und „Grepolis“ für iOS und Android. Später kam das Cross-Plattform-Spiel „Forge of Empires“ hinzu, das derzeit mit weltweit über zehn Millionen Installs der größte Umsatztreiber im InnoGames-Portfolio ist. Derzeit arbeite man an einer TV-Spot-Offensive für die App, so das Unternehmen.

So sieht der aktuelle TV-Spot von Forge of Empires aus

Die Hamburger setzen auch in Zukunft klar auf Mobile. Alle vier Spiele, die sich derzeit in der Entwicklung befinden, seien Mobile-Only, heißt es auf Nachfrage. Ein Spiel davon sei bereits in der Silent Beta und gehe anschließend in den Soft Launch, bevor es dann „richtig“ live geht. Daneben arbeite man an mehreren Spielen, die die sich noch in der Konzeptions- und Evaluationsphase befinden

Die Spieleschmiede verabschiedet sich damit nach und nach von seinem historischen Kern: den Browser-Games. Die würden weiterhin Gewinne abwerfen und es werde auch weitere Inhalte für bestehende Spiele geben, so das Unternehmen. Auch neue Browsergames schließe man in Zukunft nicht aus. Dennoch: Mobile-Only-Titel ließen sich besser monetarisieren – und es gäbe eine hohe Nachfrage im Markt und bei den eigenen Spielern.

Gestartet wurde InnoGames von den beiden Brüdern Eike und Hendrik Klindworth sowie Michael Zillmer. Was 2003 als Hobby begann, wurde vier Jahre später mit der GmbH-Gründung professionalisiert. Heute arbeiten 400 Mitarbeiter für das Unternehmen. Und die Hamburger setzen weiter auf Wachstum: 50 neue Mitarbeiter wolle man in diesem Jahr einstellen, vor allem Entwickler, etwa für Unity oder C#, aber auch Marketing-Experten.

Vom Hobbyprojekt zum 6.000-Quadratmeter-Büro

InnoGames: Das Hobbyprojekt von 2003 ist heute eine der größten Online-Spieleschmieden weltweit. Mit dem InnoHub unterstützen die Hamburger auch Startups. (Stand: 2014)

Den meisten Umsatz macht InnoGames übrigens in Deutschland, auch wenn sich das Unternehmen zur Verteilung nicht äußern will. Zum Vergleich: Goodgame Studios, die ebenfalls aus Hamburg stammenden Macher von „Empire: Four Kingdoms“ – der umsatzstärksten App eines deutschen Entwicklers – erwirtschaftete 2015 etwa elf Millionen US-Dollar in den deutschen App-Stores. Hier scheint InnoGames gut mitzuhalten. An den App-Entwickler Supercell kommt derzeit allerdings keine der beiden Hamburger Firmen heran: Die finnischen „Clash-of-Clans“-Macher erwirtschafteten 2015 allein in Deutschland über 110 Millionen Dollar.

Bild: Innogames