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Nicht nur am fehlenden WLAN war es zu spüren: Der Live-Shopping-Day 2010 war ein Treffen mit deutlich mehr „Offline-Publikum“ als auf sonstigen Treffen der Internetwirtschaft (in Berlin). Auch auf Twitter versammelten sich bis zur Mittagspause nur einige wenige Kommentare zum Thema, oder redeten zumindest aneinander vorbei. Und genau das hatte seinen Charme, schauten die Teilnehmer ihren Gesprächspartnern umso häufiger ins Gesicht als mit gesenktem Kopf auf das eigene Smartphone.

Als Mutter des geldgenerierenden Online-Geschäfts, blickt der E-Commerce auf wesentlich mehr Kollektiverfahrung zurück als etwa die Social-Business-Modelle, die die Agenda vergleichbarer Branchentreffen dominieren. Gerade deshalb waren Highlights des diesjährigen Zusammentreffens die Pitches vieler aktueller Groupon-Klone, die erstmals einem größeren Publikum ihr Gesicht zeigten.

Zum vierten Mal lud E-Commerce-Beobachter Jochen Krisch (www.excitingcommerce.de & www.excitingcommerce.com) die Größen der Branche ein. Neben vielen deutschen Akteuren gaben sich auch Gäste aus Russland, Spanien, Frankreich und der Schweiz die Ehre. „Hier kommen wirklich alle zusammen“, sagte Initiator Krisch sichtlich erfreut. Neben den vielen Fachvorträgen und Paneldiskussionen bestand ein wesentlicher Reiz der Veranstaltungen in den vielen Kontaktmöglichkeiten – die zwar das Programm nach hinten ausdehnten, aber auch das Netzwerk.