Deutschland ist ja bekannt dafür, sowohl dem Patriotismus als auch der Euphorie neuer Unternehmungen einen sehr geringen Stellenwert beizumessen – leider! Und weil Gründerszene dies ändern und sich auch selbst zu mehr Entrepreneurship-Optimismus anhalten möchte, hat die Redaktion einmal 33 Internetunternehmen zusammengestellt, auf die Deutschland stolz sein kann.

Auch wenn Deutschland als Klon- und Copycat-Nation gilt: Manchmal sollte man einfach mal weniger motzen und auf die Produkte aus den eigenen Reihen stolz sein. Natürlich sind die Kriterien, warum eine Nation auf seine Unternehmen stolz sein kann, ungemein vielfältig. Von wirtschaftlichem Erfolg, über besonderen Mut, Innovation und Kreativität bis hin zu Reichweite, Wachstum und Performance sind die Qualitätsmerkmale deutscher Internetunternehmen weitläufig unterscheidbar. Und natürlich bleiben bei diesen Kategorien (die oft Hand in Hand gehen) auch Überschneidungen nicht aus.
Gründerszene hat deshalb eine Unterscheidung nach folgenden Qualitätsmerkmalen vorgenommen:
- Wirtschaftlicher Erfolg: Innovation und Wachstum sind das eine, doch irgendwann sollte sich auch wirtschaftlich nachhaltiger Erfolg einstellen. Diejenigen, die dies in besonderem Umfang geschafft haben, finden sich in dieser Kategorie wieder.
- Besonderer Mut, Innovation & Kreativität: In Zeiten von Copycats und Abkupferei ist Innovation in deutschen Landen anscheinend ein seltenes Gut geworden – daher erhält in dieser Kategorie derjenige Ehre, dem sie gebührt.
- Kundennutzen & Gute Umsetzung: Das Rad muss dennoch nicht immer neu erfunden werden. Manchmal macht es eine Nation schon stolz, wenn ein grundlegendes Problem gezielter adressiert oder ein guter Inhalt besser umgesetzt wird. Wer einen Mehrwert für viele Deutsche geschaffen hat, ist in dieser Kategorie zu finden.
- Reichweite, Wachstum und Performance: Virales Wachstum kennt wohl vor allem das Internet. Jene Unternehmen, die rasant gewachsen sind und einfach gut performen sollen daher auch Berücksichtigung finden.
- Vorreiter: Einige Unternehmen haben den Weg für viele weitere geebnet, die noch folgen sollten und sich dabei gegen Widerstände, Probleme und Unwissenheit durchgesetzt. Diese Internetunternehmen fallen in die Vorreiter-Kategorie.
Und natürlich interessiert die Redaktion auch die Meinung der Leser: Fehlen auf dieser Liste noch Internetunternehmen, die großes geleistet haben? Sollte es noch weitere Kriterien geben? Per Kommentar ist jeder eingeladen, weiteres vorzuschlagen.
Noch eine Notiz am Rande: Auch wenn die Debatte um Inkubatoren und Copycats gefühlt deutlicher geführt wird, als je zuvor, wären viele dieser 33 Stolzmacher ohne die Arbeit der Rocket Internets (www.rocket-internet.de), Holtzbrinck Ventures‘ (www.holtzbrinck-ventures.com), Team Europe Ventures‘ (www.teameurope.net) und HackFwds (www.hackfwd.com) dieser Welt wohl nicht möglich gewesen. Auch wenn sie viel gescholten sind, deshalb an dieser Stelle also auch ein Dank an alle Gründungskatalysatoren, die mit ihrer Tätigkeit Arbeitsplätze schaffen und den Entrepreneurship-Gedanken in Deutschland weiter voran tragen.
Bigpoint
Bigpoint (www.bigpoint.net) darf in Deutschland als echte Größe in Sachen Browsergames gelten und auch im Bereich der Downloadgames ist das Unternehmen mit Sitz in Hamburg sehr gut aufgestellt. Wie kaum ein anderes deutsches Gaming-Unternehmen hat es Bigpoint verstanden, eine starke Marke aufzubauen, deren Qualität sich auch in einer potenten Kooperation mit Branchenriese EA bemerkbar macht. Inzwischen kann Bigpoint auf zahlreiche Nutzer blicken und zählt zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Internet-Startups in Deutschland.
Dress-for-Less
Das Mode-Outlet Dress-for-Less (www.dress-for-less.de) ist eine der wenigen Webseiten im Internet, die mit einem auf Schnäppchen ausgerichteten Fashion-E-Commerce-Ansatz auf Dauer Erfolg hatten. Eigentlich ist es eine der wenigen Seiten, die überhaupt im E-Commerce nachhaltige Erfolge vorweisen kann. 1999 an den Start gegangen, hat das Unternehmen aus Kelsterbach ein stetiges Wachstum und viel versprechende Umsätze vorweisen können, was Akquisitionen wie die des Kolibrishops 2010 erlaubte. Kein Wunder, das irgendwann auch Dress-for-Less selbst übernommen wurde: 2011 akquirierte der spanische Shoppingclub Privalia Dress-for-Less für kolportierte 200 Millionen Euro.
GameDuell
Auch GameDuell (www.gameduell.de) ist im Segment der Online Games aktiv, begeistert mit seinen Geschicklichkeitsspielen täglich eine Nutzerschaft im Millionenbereich. GameDuell ist Marktführer in Europa und weltweit eine der größten Spiele-Plattformen, und kann entsprechend eine sehr hohe Reichweite und gute Umsätze für sich in Anspruch nehmen. GameDuell gehört in Sachen Turnierspiele zu den Vorreitern der Branche und ist neben der eigenen Website auch auf mobilen Endgeräten und in Sozialen Netzwerken international sehr erfolgreich.
Gameforge
Browsergames scheinen das Steckenpferd deutscher Gründer zu sein: Auch Gameforge (www.gameforge.de) zählt zu den absoluten Größen im Webbereich – sowohl was die wirtschaftliche Performance als auch das Nutzeraufkommen angeht. Mit einer Bewertung im Milliardenbereich und einer Nutzeranzahl im hohen Millionenbereich zählt das Unternehmen aus Karlsruhe nicht nur zu den erfolgreichsten Browsergames-Anbietern, sondern auch zu den erfolgreichsten deutschen Internet-Unternehmen überhaupt.
ImmobilienScout24
Wenn jemand die “24″ für Internetfirmen salonfähig gemacht hat, dann wohl die Scout24-Gruppe, die mittlerweile mit Produkten wie FriendScout24, ImmobilienScout24 (www.immobilienscout24.de) oder AutoScout24 in verschiedenen Märkten vorne mit dabei ist. Ursprünglich gegründet wurde die Scout24-Gruppe von Arndt Kwiatkowski, Joachim Schoss, Birgit Ströbel, Jürgen Böhm, Marianne Voigt und Petr Bradatsch und begann zunächst nur als ImmobilienScout24. Seither hat der Internetpionier die deutsche Internetlandschaft wie kaum ein anderer mitgeprägt und könnte somit also auch unter der Rubrik “Vorreiter” auftauchen. Vor allem vermochte es das Scout24-Konglomerat auch, wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten und zählt seit langem eine große Nutzerschaft zu seinen Kunden. Diese positive Performance ist auch der Deutschen Telekom nicht verborgen geblieben, die 2007 eine Vorkaufoption zog und die Scout24-Gruppe komplett übernahm.
- StartUp Story zu ImmobilienScout24
- Interview mit Scout24-Mitgründer Arndt Kwiatkowski
- Artikel zum Inkubatoren-Programm von Scout24
Parship
Denkt man an Dating, denkt man automatisch auch an Parship (www.parship.de). Die Partnervermittlung aus der Feder von Holtzbrinck Ventures darf wohl nach wie vor zu den Branchenprimussen in Sachen Flirten gezählt werden, auch wenn seither Konkurrenten wie eDarling (www.edarling.de) oder ElitePartner (www.elitepartner.de) den Markt weiter verengen. Revolutionieren konnte Parship den Datingmarkt durch seinen wissenschaftlichen Fragebogen-Ansatz, der ein genaues Matching ermöglichen soll und intensiv über das Fernsehen beworben wurde. So konnte Parship zahlreiche Deutsche Singles von seinen Diensten überzeugen und wurde zu einem Standard für alle, die seriös über das Internet mit Anderen in Interaktion treten wollen.
Travian
Travian entwickelt Browsergames, also Spiele die im Browser gespielt werden, und mit seinem Angebot ist das Unternehmen aus München mehr als erfolgreich: Riesige Nutzermengen, viel Cash und seine große Beliebtheit machen Travian zur drittgrößten Kraft neben Bigpoint und Gameforge. Insgesamt darf Travian sich so auch auf die Fahne schreiben, den deutschen Markt für Browsergames mit etabliert zu haben.
Amiando
Das Ticketing-StartUp Amiando (www.amiando.com) zählte quasi schon seit seinem Start 2006 zu den beliebtesten Startups Deutschlands, entwickelte es mit seinem Ansatz zum Ticketmanagement von Events doch ein innovatives Feld. Nach einer Änderung des Geschäftsmodells eben hin zu jenem Ticketing-Ansatz, wie man ihn heute kennt, stellten sich auch viele Erfolgsmeldungen ein: Amiando wurde exklusiver Partner von Facebook, war auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vertreten und konnte verschiedene Preise gewinnen. Mittlerweile ist Amiando ein Teil des Business-Netzwerks Xing geworden und wird seine Services so nun einer noch größeren Business-Klientel zugänglich machen.
- Interview mit den Amiando-Gründern
- Artikel zum Verkauf von Amiando
- Interview mit Felix Haas nach dem Amiando-Verkauf
Barcoo
Barcoo (www.barcoo.de) ist ein junges Mobile-Startup, das mit seiner App Nutzern die Möglichkeit gibt, mit ihrem Handy Lebensmittel zu scannen und auf deren Inhaltsstoffe hin zu untersuchen. Besondere Beachtung fand Barcoo als es 2011 sogar in der Lage war, dioxinverseuchte Eier zu identifizieren. Barcoo ist somit ein gutes Beispiel für ein Unternehmen mit sinnvollem Nutzen für den Alltag, das auf mobile Technologie setzt und dabei stets den Nutzer im Fokus hat. Auch wenn sich dieser Innovationsgrad womöglich nicht immer wirtschaftlich widerspiegelt, besticht Barcoo dennoch durch ein nützliches, nutzerorientiertes Produkt, das sich sinnvoll in den Alltag integrieren lässt und Transparenz schafft.
Betterplace
Die Spendenplattform Betterplace (www.betterplace.org) richtet sich an alle, die ihre eigenen Ressourcen gerne zum Wohle Anderer einsetzen wollen und das Internet als Tool dafür entdecken. Waren Nutzer in Sachen Spenden bisher an Poster-Kampagnen, Straßenstände und postalische Werbung gewöhnt, hat Betterplace einen sehr modernen Weg des Spendens etabliert, der die Marktplatzfunktionen des Internets einsetzt, um Spendenbedürftige und Spendenwillige unter hoher Transparenz zusammenzuführen. Betterplace arbeitet dabei komplett kostenfrei und finanziert sich über bezahlte Unternehmensprofile, sodass wirklich die Hilfe für Andere im Fokus steht und 100 Prozent der Spenden weitergereicht werden können.
Direktzu
Direktzu (www.direktzu.de) ist eines jener Internetunternehmen, das womöglich nicht jedem sofort ein Begriff, aber in seinem Segment ein deutlicher Branchenführer geworden ist. Der Ansatz: Many-to-One-Kommunikation. Direktzu ist der Erfinder und Marktführer im Bereich softwaregestützter Lösungen für eben jene Many-to-One-Kommunikation und ermöglicht einen effizienten und kontrollierten Austausch von beliebig vielen Menschen mit einem exponierten Adressaten. So können etwa Unternehmensgrößen oder Politiker in den Dialog mit zahlreichen Internetnutzern treten und dafür internetgestützte Tools verwenden. Eine Idee, die simpel und intuitiv scheint, mit der Direktzu sich aber eine Marktlücke sichern konnte, die das Unternehmen aus Berlin auch wirtschaftlich gut stellt.
Internetstores
Die Geschichte von Internetstores (www.internetstores.de) begann mit einem Fahrradladen in Stuttgart. Dem des Vaters von René Köhler, der schon in jungen Jahren die Schule abbrach und nach dem Trial-and-Error-Prinzip beginnend mit Fahrrad.de einen E-Commerce-Verbund schuf, der mittlerweile über 110 Mitarbeiter beschäftigt und es nach eigenen Angaben auf einen Jahresumsatz von 30 Millionen Euro bringt. Die Geschichte eines jungen Mannes, der unternehmerisch voll in das Risiko eines neuen Marktes ging, macht Internetstores nicht nur zu einem sehr erfolgreichen, sondern auch zu einem inspirierenden Beispiel für junge Gründer.
Mymuesli
Insgesamt 566.072.745.535.503.000 Müsli-Kombinationen ermöglicht MyMuesli (www.mymuesli.com) seit 2007 und ist damit nach Spreadshirt einer der gefragtesten deutschen Anbieter für Customization geworden – und einer der beliebtesten! In stylischen Röhren liefert Mymuesli an seine Nutzer Mischungen, die diese sich selbst zusammengestellt haben und konnte damit schon verschiedene Preise für sich einheimsen. Wenngleich Mymuesli also ein alteingessenes Prinzip eingesetzt hat, vermochte es das Unternehmen aus Passau dennoch, ein ungemein kreatives Produkt an den Start zu bringen, das bei Nutzern in der ganzen Republik beliebt ist und sogar im Ausland schon geklont wurde. Dass Mymuesli dabei auch auf umweltfreundliche Verpackungen und gesunde Inhalte achtet, macht die Sache rund.
Niiu

Auch wenn es die inidividuelle Tageszeitung Niiu (www.niiu.de) bis heute nicht vermocht hat, wirtschaftlich erfolgreich zu agieren – und es womöglich auch nicht mehr wird – verdient das junge StartUp aus Berlin den Stolz seines Heimatlandes, weil es ein sehr innovatives Thema mutig angegangen ist, für das sich wohl schon viele Nutzer einmal irgendwie interessiert haben. Im Oktober 2009 ging die Niiu mit dem Ziel an den Start, jedem Nutzer eine individuelle Tageszeitung zu ermöglichen, bei der Blogs und Zeitungsinhalte gleichermaßen zusammenfließen können. Ein komplexes Unterfangen, das im Januar 2011 vorerst eingestellt wurde, weil die Niiu es anscheinend nicht auf seine anvisierten 5.000 Zeitungsabonennten brachte. Doch was wäre Unternehmertum ohne Mutige Entrepreneure, die auch mal ein innovatives Konzept versuchen?
PaperC
PaperC (www.paperc.de) darf als Startup gelten, dass sich aus eigener Kraft mit einer selbst entwickelten Idee hoch gearbeitet hat und nun auch international an Fahrt aufnimmt. PaperC bietet ein Onlineverzeichnis von Wissenschafts- und Sachbüchern, das Nutzer auf einzelne Seiten oder komplette Sachbücher hin durchsuchen können. So ist es derzeit möglich, über 10.000 Titel von über 70 Verlagen für einen bestimmten Zeitraum digital zur Probe zu lesen und erst bei Gefallen als eBook, Verlagsausgabe oder Print-On-Demand zu kaufen. Eine Idee, die im Zuge der zunehmenden Buch-Digitalisierung speziell in Zeiten des Kindle und des iPads an Relevanz gewinnt und Deutschland auch durch die bodenständige Execution stolz macht.
Spickmich
Die Lehrer-Bewertungsplattform Spickmich (www.spickmich.de) hat sich für die deutsche Internetszene verdient gemacht, weil es Standards in Sachen Transparenz und Nutzermeinungen setzte. Bis zum Bundesgerichtshof (BGH) verteidigte sich das vor kurzem nach Berlin umgezogene StartUp aus Köln, hatten doch einige Lehrer gegen Spickmich geklagt. Als junges Startup solche Widerstände zu überwinden verdient Respekt und schuf wichtige Grundlagen für den Umgang mit dem Diskurs im Internet. Nicht nur dass Spickmich also ein innovatives Thema anging, hat es dieses auch gegen massive Widerstände verteidigt.
DaWanda
Zugegeben: DaWanda (www.dawanda.com) ist ein Copycat des US-Unternehmens Etsy (www.etsy.com) und dennoch vermochte es der Marktplatz für Unikate eine ungemein aktive Community aufzubauen, die auf der 2006 gegründeten Plattform zahlreiche Kreativprodukte findet. DaWanda darf sich zu den beliebtesten Internetunternehmen Deutschlands zählen und ist inzwischen erste Adresse für Kreative und Bastler. Das Portal aus Berlin hat dabei nicht nur eine ungemein aktive Community aufgebaut und ist zum Standard für Nutzer aus der Kreativbranche geworden, sondern formt auch selbst sein Produkt mit viel Liebe und Kreativität.
- Interview mit DaWanda-Gründerin Claudia Helming 2010
- Interview mit DaWanda-Gründerin Claudia Helming 2011
Pizza.de
Essen gehört zu den wichtigsten Grundlagen im Leben eines Jeden und manchmal ist es auch die Essensbestellung, die einen am Samstagabend vor dem leeren Kühlschrank rettet. Schon seit 1997 assistiert Pizza.de (www.pizza.de) bei der Bekämpfung dieses Dilemmas und hat dies mit einem geschickten Geschäftsmodell verbunden: Nutzer können bei Pizza.de eine Übersicht zahlreicher Lieferdienste einsehen und einfach über eine Plattform in regionalen Restaurants bestellen. Pizza.de erhält eine Lead-Provision und entwickelte auch ein Shop-White-Labeling, sodass Restaurants mit der Technik von Pizza.de eine eigene Internetpräsenz entwickeln können. Mit Lieferando (www.lieferando.de) und Lieferheld (www.lieferheld.de) hat Pizza.de nach 14 Jahren Bestehen noch einmal richtige Konkurrenz bekommen – es bleibt spannend, wie sich der Lieferdienst-Dino behaupten kann. Stolz gemacht hat er Deutschland bisher aber auf jeden Fall schon einmal.
Qype

Qype (www.qype.com) zählt wohl zu den praktischsten Diensten des Webs überhaupt. Die Plattform für Bewertungen ist eine der wenigen deutschen Webseiten, die es zu einer kritischen Masse von nutzergeneriertem Content brachte und so auch in Europa punkten konnte, wenngleich Deutschland der Kernmarkt von Qype bleibt. Gestartet im November 2005 ist Qype eine Online-Community, die von Nutzern generierte, standortbezogene Bewertungen auf lokaler Basis bereitstellt. Das kostenlose Bewertungsportal ermöglicht es, registrierten Mitgliedern Betriebe, Orte und Dienstleistungen zu bewerten und ist in Verbindung mit seiner App zu einem der praktischsten Wegbegleiter überhaupt geworden, in den kürzlich auch Vodafone investierte.
Auch wenn Xing (www.xing.com) wohl inhaltlich in die Kategorie Copycat fällt (internationales Vorbild dürfte hier LinkedIn (www.linkedin.com) gewesen sein) und mit seinem Freemium-Modell auch beim Geschäftsmodell das Rad nicht neu erfunden hat, zählt das Hamburger Business-Netzwerk dennoch zu den deutschen Internet-Erfolgsgeschichten. Mit deutlich besserer Usability als Vorbild LinkedIn und vielen interessanten Neuerungen beim Netzwerken hat Xing die Art, wie sich Geschäftskontakte in Deutschland austauschen, sehr zum Positiven verändert und war eines der wenigen Portale, das einen effizienten Weg zur Monetarisierung seiner Inhalte gefunden hat. Gründerszene spekulierte im August letzten Jahres dennoch, dass es Xing in dieser Form 2015 nicht mehr geben wird – eine Zusammenführung mit LinkedIn wäre denkbar und auch wünschenswert. Aber nur wenn LinkedIn die guten Inhalte von Xing übernimmt.
Brands4Friends
Brands4Friends (www.brands4friends.de) ist eines der guten Beispiele für rasantes Wachstum binnen kürzester Zeit. Befördert durch eine attraktive Kooperation mit dem deutschen Social-Network StudiVZ (www.studivz.net) brachte es Brands4Friends schnell zu Nutzern im Millionenbereich und darf sich dementsprechend als erfolgreichster Shoppingclub in Deutschland bezeichnen. Da überrascht es auch nicht, dass Ebay den schnell gewachsenen Branchenprimus für stolze 150 Millionen Euro übernahm.
- Interview mit den Brands4Friends-Gründern Christian Heitmeyer und Constantin Bisanz
- Artikel zur Brands4Friends-Übernahme durch Ebay
Groupon CityDeal
Über das rasante Wachstum von Groupon CityDeal (www.groupon.de) gibt es wohl praktisch nichts mehr zu sagen. Anfang 2010 an den Start gegangen, ist das damals noch als CityDeal bekannte Unternehmen in einem Tempo gewachsen, das es bis dato nicht in Deutschland gegeben hat. Kaum ein paar Monate nach seinem Launch brachten es die Berliner für den europäischen Markt auf 600 Mitarbeiter und deckten gleich mehrere Nationen ab. Da überraschte es nicht wirklich, dass Vorbild Groupon im Mai, nach kaum fünf Monaten Bestehen CityDeal übernahm und deren Macher mit Groupon-Anteilen entlohnte. Auch wenn die Personalpolitik und die Akquisequalität zum Teil diskutierenswürdig sind, hat es Groupon CityDeal doch wie kaum ein zweites Unternehmen vermocht, rasant zu wachsen und Online-Couponing auf einen Schlag in Deutschland bekannt gemacht.
- Interview mit CityDeal-CEO Daniel Glasner
- Artikel zur CityDeal-Übernahme durch Groupon
- Übersicht zur Groupon-Klon-Entwicklung
SchülerVZ
Freilich galt Facebook im Verlgleich zur VZ-Gruppe stets als das innovativere Social-Network und sicherlich scheiden sich die Geister in Sachen VZ-Gruppe, doch mit SchülerVZ (www.schuelervz.net) ist es den Berlinern gelungen, in einer spezifischen Zielgruppe absoluter Marktführer zu werden. Auf knapp sechs Millionen Schüler bringt es das Soziale Netzwerk und musste sich dabei aufgrund der jungen Zielgruppe stets strengen Jugendschutzregeln unterwerfen. Die Arbeit von SchülerVZ führte also nicht nur zu Deutschlands größtem Schülernetzwerk, sondern bedeutete auch die intensive Auseinandersetzung mit dem Jugendschutz im Netz.
Sport1.de
Mal ehrlich: Welcher sportbegeisterte Internetsurfer nutzt eigentlich nicht die App von Sport1.de (www.sport1.de), wenn er sich unterwegs über die neuesten Fußball-, Handball- oder Formel-1-Ergebnisse informieren will? Das Unternehmen, das praktisch vollständig der Constantin Medien AG gehört, startete im Web und hat sich mittlerweile zum absoluten Standard der Sportberichterstattung entwickelt. Vor allem ist Sport1.de ein Beispiel, das zeigt, dass auch die “neuen Medien” einen Wachstumsfaktor erfahren und sich in die “alten Medien” ausbreiten können. So übernahm Sport1.de den Sportsender DSF und ist mittlerweile auch mobil eine der ersten Adressen für Sport geworden und brachte es laut der AGOF zuletzt auf 2,92 Millionen Nutzer.
Trivago
Die Hotel-Metasuchmaschine Trivago (www.trivago.de) ist eines jener erfolgreichen Internetunternehmen, die in der öffentlichen Wahrnehmung mehr oder minder unter dem Radar fliegen, inhaltlich aber sehr stark aufgestellt sind. So soll es Trivago zuletzt auf eine Bewertung von 160 Millionen Euro gebracht haben, als der amerikanische Geldgeber Insight Venture Partners einstieg. Allein diese Bewertung deutet schon an, dass der Düsseldorfer Anbieter für das Finden von Hotels sehr gut performt. Eine gute Leistung, ist das Reisesegment doch sehr umkämpft und entsprechend kostspielig mit Marketingmaßnahmen zu bespielen.
SoundCloud

SoundCloud (www.soundcloud.com) ist eines der wenigen Unternehmen, das es aus Deutschland heraus nicht nur zu einer sehr großen Reichweite, sondern auch zu internationaler Bekanntheit gebracht hat. SoundCloud ist ein Streamingdienst, der professionellen Musikern den Austausch, das Versenden und das Verteilen von Musik ermöglicht. Und damit hat das gleichzeitig in London und Berlin gegründete Unternehmen einen Markt gefunden, der bisher zwar schon ähnliche Produkte kennt, aber erst mit SoundCloud richtig abzuheben scheint. Im Februar 2011 knackte SoundCloud die Marke von drei Millionen Nutzern und konnte so auch die Aufmerksamkeit der US-amerikanischen Investoren Index Ventures und Union Square Ventures, die in SoundCloud investierten, wecken. SoundCloud macht Deutschland also nicht nur mit seinem modernen und technischen Inhalt stolz, sondern auch mit seinem schnellen Wachstum.
Wooga
Binnen kürzester Zeit ist der Berliner Social-Games-Anbieter Wooga (www.wooga.com) auf 70 Mitarbeiter, vier erfolgreiche Spiele und zwei Titel mit über einer Million täglichen Nutzern gewachsen. Ein Erfolg, den außer Wooga – das mit Monster World und Bubble Island in dieser illustren Runde weilt – nur zwei Anbieter verzeichnen konnten (Zynga (www.zynga.com) mit sieben und und EA-Playfish (www.playfish.com) mit zwei Titeln). In nur 18 Monaten seit dem Launch bringt es Wooga damit auf unglaubliche 17,8 Millionen Monthly-Active-Users und zählt damit zu den fünf erfolgreichsten Social-Games-Anbietern weltweit. Und auf Dauer will Europas größter Social-Games-Entwickler zu Top-Größe Zynga aufschließen. Insgesamt eine Performance, die Deutschland stolz macht, besonders wenn nun auch noch eine nachhaltige Monetarisierung dieses Traffics gelingt.
Zalando
Lange war E-Commerce irgendwo ein alter Hut und vieles hat es auch schon gegeben. Ursprünglich als Experiment gestartet, sollte Zalando (www.zalando.de) den deutschen Onlinehandel schließlich aber noch einmal richtig aufmischen. Nicht nur dass der Schuhshop von Rocket Internet gewaltige Umsatzzahlen vorzuweisen hat (Experten sprechen von täglich siebenstelligen Umsätzen), ist er auch exzellent in den Bereich SEO und Conversion-Rate-Optimierung aufgestellt. Fällt der Name Zalando, läuft vielen Einzelhändlern, die den Onlinezug verpasst haben, inzwischen ein kalter Schauer den Rücken runter. Zurecht, hat das Berliner Unternehmen doch den Onlinehandel noch einmal in gänzlich neue Dimensionen gepusht und wächst seither unaufhörlich – was auch die hohe Burnrate von Zalando erklärt. Es bleibt spannend abzuwarten, wie es mit Zalando weitergeht. Folgt ein Verkauf an Amazon? Oder womöglich der erste Börsengang der Samwers?

Buch.de
Buch.de (www.buch.de) entstand in einer Zeit, in der viele Deutsche noch nicht einmal wussten, wie man E-Commerce schreibt, sodass Buch.de zu den Vorreitern eines heute boomenden Segments wurde. Wie verkauft man online Bücher, wenn viele Deutsche noch nicht mal eine E-Mail-Adresse haben? Wie hält man die Lagerkosten gering und managt den Versand von tausenden von Büchern? Buch.de leistete hier Pionierarbeit, die schließlich durch einen lukrativen Exit an Douglas gewürdigt wurde und auch heute noch verkauft Buch.de Bücher über das Internet. Vor allem vermochte es Buch.de, sich gegen große Konkurrenz durchzusetzen: Das in den 1990ern mit 500 Millionen Euro von Bertelsmann finanzierte Bol.de (www.bol.de) konnte Buch.de trotz wesentlich geringerer Finanzierung abhängen und übernahm die Bertelsmann-Gründung später sogar für 800.000 Euro.
Spreadshirt

Spreadshirt (www.spreadshirt.net) gehört zu jenen Unternehmen, die in Deutschland einen komplett neuen Ansatz salonfähig gemacht haben. Im Falle von Spreadshirt: Mass-Customization. Nutzer können sich bei dem Portal aus Leipzig individuell ihre T-Shirts bedrucken lassen und ihre Designs auch Anderen durch Nutzershops zur Verfügung stellen. Auch wenn Spreadshirt wirtschaftlich noch Luft nach oben hat und zuletzt personell umstrukturierte, ist die Etablierung des Customization-Ansatzes ein Verdienst, der Spreadshirt auch jenseits des großen Teichs einiges an Aufmerksamkeit einbrachte – zurecht. Als Wegbereiter einer ganz neuen Richtung im deutschen Web, hat sich Spreadshirt den Stolz seiner Landsmänner verdient.
Teekampagne
Mit seiner Teekampagne (www.teekampagne.de) trat Günter Faltin schon 1985 den Beweis an, dass Einfachheit häufig das höchste Gut einer Unternehmung ist. Mit seiner Teekampagne hat sich der Entrepreneurship-Professor auf Darjeeling-Tee, eine der exklusivsten Sorten weltweit, spezialisiert und bietet nur diese eine Sorte in Großpackungen an. Durch die großen Abnahmemengen kann die Teekampagne den Zwischenhandel umgehen und so Kosten einsparen, die sich beim Produktpreis bemerkbar machen. So hat die Teekampagne nicht nur eine ganze Industrie aufgemöbelt und ist zum größten Darjeeling-Importeur weltweit geworden, sondern hat auch einigen anderen Geschäftsansätzen Pate gestanden, die das Modell der Teekampagne auf andere Bereiche übertragen haben. Die mit der Teekampagne gemachten Erfahrungen hat Günter Faltin unter anderem auch in seinem Buch “Kopf schlägt Kapital” festgehalten.
Web.de
Web.de (www.web.de) darf wohl zu den Dinosauriern des deutschen Internets zählen und war dabei nicht nur Vorreiter, sondern auch sehr erfolgreich. Im Jahr 1995 gegründet, war Web.de für viele deutsche Internetnutzer Anlaufstelle für ihre erste E-Mail-Adresse und erweiterte schnell sein Angebot um redaktionelle Inhalte. 2005 soll Web.de das zweit-reichweitenstärkstes Internetportal in Deutschland nach T-Online gewesen sein und inzwischen bringt es das Unternehmen auf über 600 Mitarbeiter. Entsprechend stellte sich auf wirtschaftlich ein gewisser Erfolg ein, spätestens als der United-Internet-Konzern Web. de im Oktober 2005 für 330 Millionen Euro (davon 130 Millionen in Aktien) aufkaufte.
Zanox
Bei Affiliate-Marketing denkt man automatisch an Zanox (www.zanox.com). Auch wenn es inzwischen einige andere Affiliate-Netzwerke in Deutschland und der Welt gibt, war es doch Zanox, das Pionierarbeit in diesem Segment leistete. So ermöglicht das Berliner Unternehmen Webseitenbetreibern ihre Links zu monetarisieren, indem sie an einem der von Zanox gelisteten Affiliate-Programme teilnehmen und so ihre Links monetarisieren. Kommt durch den Verweis eines Webseitenbetreibers ein Verkauf zustande, wird dieser mit einer Provision belohnt, an der auch Zanox mitverdient. Und das Geschäftsmodell von Zanox funktionierte augenscheinlich gut: 2007 übernahm Axel Springer das Affiliate-Netzwerk für 214,9 Millionen Euro.
Übrigens: Wer sich für Affiliate-Netzwerke interessiert, kann auch bei Gründerszenes Interviewreihe fündig werden, bei der alle deutschen Affiliate-Netzwerke beleuchtet wurden:





Mal im Ernst – wie kann man als Einleitung solche Kriterien auflisten und dann danach solche Unternehmen nenne wie:
Zalando (MEGA-Copycat)
Qype (schon mal von Yelp gehört?)
Citydeal (ohne Worte…)
StudiVZ (ähm… Facebook anyone?)
Ist immer schlecht, wenn man sich selbst innerhalb eines Artikels widerspricht. Schwach.
Hätte mir geünscht, dass der Autor den Mut hat, auch mal kleinere unbekanntere Unternehmen zu nennen, die im Kommen sind. Chance verpasst.
Den Titel fand ich vielversprechend aber die Umsetzung ist nicht so gelungen. Bis auf die ersten Beispiele finde ich die meisten aus den darauf folgenden Kategorien nicht mehr wirklich passend. Eines fehlt mir übrigens: Sedo. Kenne kaum ein anderes Unternehmen, was sich auch international so durchgesetzt hat. Wenn das mal keine kostenlose Werbung ist ^^.
@Ralle: Wir widersprechen uns im Artikel doch gar nicht. Es ist doch Blödsinn, ein Unternehmen abzutun, bloß weil es ein Copycat ist. Ein Freund bei Rocket meint dann immer, dass nach dieser Sicht jedes Restaurant auch ein Copycat sei. Ich bin der Meinung, dass man auch auf Copycats stolz sein kann, sofern sie einen signifikanten Beitrag leisten, sei es durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, eine gute Nutzererfahrung oder ein gutes Produkt. Fast jeder Investor wird Dir sagen, dass Ideen nichts wert sind, sondern Umsetzungen. Wenn wir die Moraldebatte also mal beiseite lassen, wird auch von Copycats viel geleistet.
Und ganz konkret zu den von Dir genannten Unternehmen:
Das Thema von Zalando ist ja wohl so generisch, dass Du dann Zappos ebenso gut als Klon von Deichmann hinstellen kannst. Zalando Execution und Onpage-Optimierung ist einfach megagut.
Qype ist meines Wissens relativ zeitgleich mit Yelp gestartet und hat es einfach sehr gut vermocht, guten Content aufzubauen. Warum das also nicht schätzen?
CityDeal ist krass gewachsen und wurde abartig schnell verkauft. Wenn da nicht gut exekutiert wurde, weiß ich auch nicht. Wie gesagt: Personalpolitik und Akquise-Qualität sind hingegen streitbare Punkte.
StudiVZ haben wir gar nicht genannt, sondern SchülerVZ. Und bei Schülern ist Facebook meines Wissens nach ganz schlecht aufgestellt – im Gegensatz zu SchülerVZ.
Heiße Debatten gab es übrigens noch zu ReBuy. Mark Hoffmann ist stark dafür, dass dieses Startup auch auf die Liste gehört, weil es eine innovative Idee an den Start gebracht hat. Und ich muss ihm Recht geben, der Ansatz ist cool. Was meint ihr?
Ich habe mich in den letzen Wochen intensiv nach dedizierten Servern in den USA umgeschaut. Mit Erstaunen habe ich dabei festgestellt, dass dort ein dedizierter Server gut das dreifache kostet, wie hierzulande. Vor allem hetzner.de ist deswegen in internationalen Foren wie webhostingtalk ein heißes Thema und auch so zu einer richtigen Größe im Markt herangewachsen. Hetzner gehört deswegen meiner Meinung nach auch in diese Zusammenstellung!
Ja, Ralle`s Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich hatte mich auch etwas über die Auswahl gewundert.
Rebuy muss raus.. habe neulich einen Vortrag von denen gesehen… Die haben in der 11. Klasse im Keller angefangen und sind jetzt bei 200 Mitarbeitern.
Rebuy muss rein :) .. habe neulich einen Vortrag von denen gesehen… Die haben in der 11. Klasse im Keller angefangen und sind jetzt bei 200 Mitarbeitern.
Hallo Joel,
hier noch ein paar weitere Vorschläge für die Erweiterung der Liste:
tellja.de – Empfehlungsmarketing – Originelle Idee
aka-aki.com – Social Mobile – Einer der ersten auf dem Markt
stylefruits.de – Outfits empfehlen – Gute Realisierung
buyvip.de – War vor brand4friends auf dem Markt und auch erfolgreich :-)
justexit.de – Kündigungserinnerung – Einzigartige Idee
gmx.de – Einer der ersten Player auf dem Markt
startnext.de – Interessante Art der Finanzierung
hitflip.de – Tauschcommunity
Spickmich ging sogar bis zum Verfassungsgericht
http://www.golem.de/1009/78196.html
Wer also nicht 99% seiner Seite mit Werbung vollklatschen, die Adressen seiner Mitglieder verkaufen und selber als Hungerlöhner leben will, während Big-Daddy-Incubator und seine Juristen und Aufsichtsräte und Berater und sein Technologiezentrum als Vermieter sich die Taschen füllen, wird sich eine Gründung in Deutschland deutlich überlegen.
Macht bitte mal eine Liste die mit (auf Unfug geprüften bzw. moderierten) Vorschlägen gefüllt wird, welche Sites in Deutschland noch fehlen. Oder wollt ihr keine guten Ideen sammeln ?
Sucht beispielsweise mal nach
google:deinbus.de bahn
Sowas als App am Handy war mal Jahrespreis und Firmengründung von Microsoft.DE und hatte ich selber auch schon als Idee. Man geht ans Smartphone, bucht einen Bus (Kleinbus, PKW), wird an der Straße mitgenommen und bezahlt transaktionsbasiert flexibel und teilt mit den anderen die jeweiligen km-Kosten. Prepaid wär am besten. Alles was fährt und eine Personenbeförderungslizenz bekommt vom Smart bis zur Titanic oder gemietetem ICE zur RePublica oder GamesLeipzig-Messe.
Also bitte eine Liste von Ideen organisieren, die man dem Wirtschafts-Partei und anderen vorhalten kann, damit jeder sofort sieht, das China, Tunesien, Albanien, … fortschrittlicher ist als Deutschland weil hier fast alles verboten wird oder die … das Geld behalten.
TEV oder die Samwers können die Ideen-Inhaber ja mit BMW-Geschäftsführerpöstchen oder sowas anlocken… oder die Idee selber mit Subunternehmergründern durchziehen… Oder der tunesische Botschafter nutzt die Marktlücke.
Zu vielen der Beispiele gibt es Kritik die leider fehlt.
Die Liste und Beschreibungen finde ich ansonsten Ok. Nur wegen Kleinigkeiten die man anders geschrieben hätte, sollte man keine Diskussion anzetteln.
Was mir noch einfällt (ohne Begründung): txtr, ofdb, booklooker, eurobuch.com(?), ticket-tausch, flithip
Vermutlich fällt jedem noch etwas ein.
Interessant für einen anderen Artikel wären auch mal Beispiele für beendete Unternehmen die vielleicht in die Liste gehört hätten wenn es sie noch gäbe:
- Lebenslange Email-Adresse
- schule++.de die dann an Prinzessin Öko gingen als ein frühes facebook.
…was ich noch vergessen habe…
War Jamba nicht auch eine große deutsche Vorzeige-Gründung ? Aber nicht so ganz Internet…
/sign ralle.
… und groupon füg ich noch hinzu.
Bitte nicht schon wieder eine Copycat-Debatte.
Wenn man die Argumentation auf die Spitze treibt ist ja jeder Arzt, der eine neue Praxis eröffnet ein Copycat. Oder jeder der ein neues Restaurant eröffnet und besseres Essen kocht ein Copycat. Eigentlich ist alles ein Copycat, wenn ich ein Fach studiere was andere schon studiert haben. Oder wenn ich morgens einen Kaffee trinke und jmd. vor mir hat auch schon einen getrunken.
Hilfe das ganze Leben ist ein Copycat!!
Schöne Aufstellung mit der ich gut leben kann. Irgendjemand fehlt immer.
Nur das Logo stört mich (vor allem vor dem Hintergrund). Vielleicht auch, weil ich die letzte Zeit nur noch Denglisch höre. ;) Vorschlag: Wir *Herz* Internet?! Na ja weltoffen könnte man auch sagen.
@Joel – am wirtschaftlichen Erfolg bzw. der Umsetzung habe ich bei den Unternehmen auch nichts auszusetzen. Ich fand es nur eigenartig, als Bewertungskriterien “Mut und Innovation” zu nennen und dann eben die besagten Unternehmen auzuzählen.
Zitat aus einem Interview im jahre 2007 mit Uhrenbacher:
Wer sind die Vorbilder?
Das große Vorbild ist das US-amerikanische Netzwerk Yelp, das im Prinzip genauso funktioniert und ähnliche Probleme aufweist, wie Qype (siehe unten).
–> Yelp wurde meines Wissens 3 Jahre vor Qype gegründet.
Zalando und Zappos ist sogar vom Design her sehr ähnlich. Der Vergleich zu Deichman hinkt da etwas, wie ich finde.
Wie gesagt, es geht nicht um den wirtschaftlichen Erfolg (den mögen manche Unternehmen schon vorweisen, weil knallhart exekutiert wird). Es geht um die Begriffe “Mut und Innovation”.
Habe noch Trusted Shops, Research Gate und Linguee als Vorschläge bekommen. Vielleicht auch nicht schlecht…
Ich finde Jimdo wäre auch noch eine Erwähnung wert!
Stimme Nils zu.
JIMDO gehört in diese Liste. Insbesondere durch die großartige internationale Expansion.
Finde die Liste auch nicht ganz optimal. Habe ich kaufDA übersehen oder warum sind die Jungs nicht dabei?
[...] Erfolg made in Germany 33 Internetunternehmen, auf die Deutschland stolz sein kann [...]
[...] Erfolg made in Germany 33 Internetunternehmen, auf die Deutschland stolz sein kann Tweet [...]
Nimm doch einfach das Kriterium Copy Cat raus, die genannten sind oft nicht ohne Vorbild und stolz können wir trotzdem sein.
Wo ist den Unister, mit über 1000 Mitarbeitern.
Hmm. Notebooksbilliger.de und DeinBus.de würden mir noch fehlen ;)
[...] wie den “virtuellen Ritterschlag” bekommen haben. Denn im Gründerszene Artikel “Erfolg made in Germany” werden wir ganz offiziell als eines der Unternehmen aufgelistet, auf das Deutschland richtig [...]
[...] Made in Germany Erfolg made in Germany Deutschland ist ja bekannt dafür, sowohl dem Patriotismus als auch der Euphorie neuer Unternehmungen einen sehr geringen Stellenwert beizumessen – leider! Und weil Gründerszene dies ändern und sich auch selbst zu mehr Entrepreneurship-Optimismus anhalten möchte, hat die Redaktion einmal 33 Internetunternehmen zusammengestellt, auf die Deutschland stolz sein kann. Gründerszene [...]
Wurde Deinbus nicht “verboten” ? News.google hilft beim erinnern.
Gutefrage fehlt auch noch. Das sind wenigstens keine moneyburner.
Das eeinnert an zahldienstleister wie firstgatecashklichandbuy und paycard(deutsch ?).
Intershop ?
Hm, SchülerVZ gehört mE da nicht dazu…
ich denke noch an myTaxi und DeinBus.
Was ich mir mal wünschen würde, wäre eine Liste “kleiner Startups”, die solides Geschäft machen/stetig wachsen aber ohne VC auskommen.
@Bürger: So wie ich das sehe, läuft das Verfahren noch. Wenn man die Firma mit genug Geld ausstattet, für einen langwierigen Rechtsstreit, dann bin ich eigentlich sicher, dass die Wettbewerbs-feindliche Haltung der deutschen Bahn spätestens auf europäischer Ebene nicht mehr zu halten sein wird!
mehr:
http://deinbus.de/klage/?frontend=1d888131941f151a2adbb117c4eafb6e
@JohannQ: Die Kosten trägt man zum Großteil dann doch selber wenn man nicht zu 100% Recht bekommt und ein paar Bahnlinien doch protectable sind und die Kunden bezahlen die Juristengehälter. Und das bestimmte Strecken vielleicht doch schützbar sind, könnte durchaus sein.
Wenn man die Firma (oder eine CopyCat) im Ausland aufsetzt braucht man sich um die Bahn gar nicht mehr kümmern… Twitter wurde letztens in 1 Woche auf offenen Protokollen “nachprogrammiert”. MeinTaxiBusMitFahr-App geht genau so schnell: “Erst Web – dann App”. Und die vierte Tranche kann einpacken.
Leider sind gute Internet-Firmen keine Jobmaschinen so das man sofort verraten wird, wenn einem Politiker die Site nicht passt. “Come to business-friendly Bahrein” “Macedonia and your Business will run” usw. kommt ständig im Wirtschafts-TV. Wenn man nach Rechtssicherheit fragt, wird man ausgelacht. Viele Neokratien sind einfach nur Baumafiös wie früher Italien, Agypten, Japan, Spanien (Bau-Blase), USA (Bau-Blase) usw. Da sitzt man mit Steuer-Sparern, Mafiosis, Geldwäschern, Börsen-Abzockern, Ma*offs und anderen hoffs, Politikern, usw. beim Notar im Wartezimmer und zahlt Mafia-Preise und Mafia-Gebühren und muss den Schwager vom Minister mit 51% beteiligen und seine ganze Mischpoke einstellen. Sonst wären alle guten Websites ja längst im Ausland und nicht nur Amazon, Paypal und Skype.
@severin: Die Kleinen sind Mittelständler und rechnen sich gerne arm: Abofallen-Betreiber, Abzocker, Casino-Betreiber, PKV-Vertriebe, Spam-Verteiler,… .
Die paar Seriösen hängen das eher nicht aus dem Fenster auch wenn manche doch mal im TV auftauchen. Ein Finanzminister könnte das besser regeln und würde Markt-Transparenz erhöhen.
Als einer der Gründer von reBuy.de kann ich mich nicht wirklich der Diskussion enthalten. Danke zuerst einmal dafür, dass die Diskussion in den Raum gestellt wurde. Als wir 2004 gegründet haben, gab‘s im Internet noch keinen Platz für den professionellen Handel mit Gebrauchtware. Es brauchte Mut und Innovationsgeist, das Modell in Deutschland bekannt zu machen. Die allgemeine Marktentwicklung gibt unserer Idee Recht: Neben reBuy.de gibt es mittlerweile viele andere Ideen, die den Markt des reCommerce boomen lassen. So sind auch wir innerhalb von zwei Jahren von 30 auf 200 Mann gewachsen, wir haben den Sprung zum mittelständischen Unternehmen geschafft und verzeichnen weiterhin ungebrochenes Wachstum bei Ankauf- und Umsatzzahlen. Ich bin stolz auf unsere Idee. Deutschland auch?
Viele Grüße aus Kreuzberg,
Lawrence
Für mich fehlt hier ganz klar 6Wunderkinder.
@Lawrence: einfach nur “Respekt Mann!”
Zudem fehlen mir als 1.0 guy die beiden eCommerce success stories aus DE schlechthin: delticom (reifendirekt.de) und zooplus. Schaut euch einfach die Market Caps der Kisten an und deren jeweiligen europäischen Fussabdruck …
vG
Sven
Coole Übersicht!
Ich bin auch für die Aufnahme von Rebuy – coole Company & klasse Gründerteam.
Aber was macht Niiu hier? Schlechtes Konzept schlecht umgsetzt.
[...] » Erfolg made in Germany [...]
Mir hat den Artikel und die Kommentare Spaß gemacht. Kopien macht jeder und alles ist aus Kopien und Verbesserungen entstanden. Jede Idee baut auf ein Idee auf, was nicht seine Idee war.
Ich habe gehört, man könne mit Kopien sogar einen Dr.-Titel schaffen .. ;-)
Schwierig hier Grenzen zu finden, was noch original ist.
Klar fehlen viele andere, vielleicht kleinere Beispiele, die ebenfalls nennenswert sind. 100% gibt es nun mal nicht.
Liebe Grüße aus Viersen und ein schönes Wochenende :-)
Raymond Appels
Die Jungs und Mädels aus dem Leipziger T-Shirt-Business hätten sich bestimmt über nen Link auf http://www.spreadshirt.de und nicht auf die veraltete .net TLD gefreut ;)
[...] zum Beitrag [...]
Das ist doch wohl nicht Euer Ernst, die Firma Bigpoint? Ihr akzeptiert solche Spiele im Portfolio? http://de.bigpoint.com/games/kiezking/
Ausscheibung Bigpoint:
Kiez King – Glamour Sex and Crime auf Hamburgs Reeperbahn
Sichere durch Drogenschmuggel, Freudenhäuser und anderen zweischneidigen Geschäften deine Karriere auf St Pauli. Vom ersten Imbiss zum eigenen Laufhaus, hebel die Konkurrenz aus und werde der neue Macker auf dem Kiez!
(Sorry, email war falsch)
Beobachte Gameduell auch schon seit einigen Jahren. Gratulation!
Hi,
super Artikel – danke!
Besonders der Erfolg von Sport1 – eine Online Seite, die einen Fernsehsender übernimmt, sensationell!, ist wirklich inspirierend für einen Gründungsinteressierten wie mich.
Warum gibt es denn nur zu so wenigen dieser Erfolgsgeschichten StartUp Storys? Da würde ich mich sehr über weitere Hintergrundberichte freuen.
Eine inhaltliche Frage noch: Woran erkennt ihr, dass zalando bei SEO so gut aufgestellt ist und wie haben die das geschafft? Die Konkurrenz hat doch sicherlich auch ihre Suchmaschinen-Experten, wo war der Unterschied in der Strategie?
Würd mich über eine Antwort freuen,
vielen Dank
Hans
Ach, noch ein Nachtrag:
Laut Spreadshirt Wikipedia Seite vertreibt das Unternehmen auch das T-Shirts von rassistischen Gruppen, wodurch diese nicht nur Merchandise Artikel sondern auch bares Geld bekommen.
Wirtschaftlichkeit und Innovation schön und gut -ob Deutschland da wirklich so stolz drauf sein kann?!
[...] Sicherheitslösungen den Umsatz des Online-Shops ankurbeln – From Social Media to Social CRM – Erfolg made in Germany AKPC_IDS += "8660,"; Bookmark It Hide Sites $$('div.d8660').each( function(e) { [...]
Schöner Artikel, Joel – und wir (wooga) freuen uns natürlich über die Nennung.
Ich persönlich finde im Artikel fehlt MyHammer:
Die haben ein neues Geschäftsmodell in die jahrhundertealte (und damit Innovationen eher wenig aufgeschlossenen) Handwerker-Branche gebracht. – Wer hätte gedacht, dass eine Innovation aus Deutschland Konkurrent zu den gelben Seiten wird.
Betreut.de fehlt! Die expandieren sogar schon ins Ausland
[...] Erfolg made in Germany 33 Internetunternehmen, auf die Deutschland stolz sein kann [...]
[...] Vor meiner Abreise gab es noch einen weiteren Grund zur Freude: Gründerszene zählt uns zu einem der 33 Internet-Unternehmen, auf die Deutschland stolz sein kann. In der Kategorie Mut, Innovation und [...]
Manche sind schon so veraltet, das sie eigentlich gar nicht mehr dabei stehen dürften. Hier fehlen viele gute Unternehmen, wie zum Beispiel das von lafeo.de.