Julian Trauten von Airbnb

Julian Trautwein spricht für das Vermietungsnetzwerk Airbnb.

In der Serie Digitale Berufe stellen wir euch verschiedene Jobs der Startup-Branche vor. Diesmal sind wir bei Airbnb, um den Head of Communications Julian Trautwein zu begleiten.

Als Head of Communikations ist man für die PR, also die Außendarstellung eines Unternehmens verantwortlich. Um das Unternehmen in der Öffentlichkeit zu präsentieren, steht der Head of Communications in Kontakt mit verschiedenen Medien und spielt ihnen aktuelle Informationen zu. Darüber hinaus entwickelt man Marketingkampagnen und Strategien, um das Image der Firma zu verbessern und sie bekannter zu machen. Julian Trautwein hat diese Position bei Airbnb inne und zeigt uns, wie sein Job konkret aussieht.

Julian, was sind deine Aufgaben als Head of Communications?

Ich betreue bei Airbnb den deutschsprachigen Bereich. Also Deutschland, Österreich, Schweiz. Zudem habe ich letztem Dezember auch die Regionen Zentral- und Osteuropa, Türkei, Griechenland, Israel und Russland übernommen. In diesen Regionen bin ich für die Öffentlichkeitsarbeit von Airbnb zuständig.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen?

Ausdauer! Man sollte sich bewusst sein, dass es sich in der PR um langfristige Zielstezungen handelt. Projekte, die ich im Januar begonnen habe, werfen vielleicht erst Ende des Jahres Früchte ab. Es geht vor allem darum, langfristig eine gute Beziehung zu unseren Stakeholdern aufzubauen.

Kreativität und Neugier sind aber nicht minder wichtige Begleiter. Schließlich sollen all die spannenden Geschichten aus der Airbnb-Community gefunden und erzählt werden. Diese findet man oft an den entlegensten Orten der Welt. Von daher sollte man auch Freude am Reisen haben.

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Zusammen mit meinem Team entwicklen wir die Kommunikationsstrategien für die einzelne Märkte und sind die Ansprechpartner für Journalisten. Da wir ein relativ kleines Team haben, sind wir auch zuständig, unsere politische Kommunikation zusammen mit unseren Policy-Team voranzutreiben. Hier geht es vor allem darum, das Homesharing-Konzept auch im politischen Kontext voranzutreiben.


Und so sieht Julians Arbeitsalltag bei Airbnb in Bildern aus:

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Willkommen in unserem Office in Berlin Mitte

Was lernt man, wenn man diesen Job macht?

Vor meiner Zeit bei Airbnb habe ich schon lange in der Kommunikationsbranche gearbeitet. Auf Agenturseite steht man ja vor allem vor der Herausforderung, die Produkte oder Marken der Kunden in den Medien zu platzieren – dazu musste man sich häufig ziemlich viel dazudichten, damit das Thema für Medien relevant wird.

Jetzt ist das ganz anders. Dadurch, dass unsere Unterkünfte von privaten Gastgebern in so vielen Teilen der Welt gebucht werden, entstehen ganz organisch unglaublich emotionale und tolle Geschichten. Die können wir für die Kommunikation nutzen.

Die Herausforderung für uns besteht meist darin, die vielen Medienanfragen gleichzeitig zu bearbeiten, sich nicht in Details zu verzetteln und einen Marktüberblick zu behalten.

Was hast du vor deiner Stelle bei Airbnb gemacht?

Vorher war ich in der Kommunikationsberatung bei K-MB. Dort habe ich das Einmaleins der Kommunikation gelernt und mit ein paar spannenden Marken der Konsumkultur arbeiten dürfen.

Mit wem arbeitest du zusammen?

In Berlin sind wir ein recht kleines Team, daher arbeiten wir sehr eng mit den andern Units wie Marketing, Public Policy und unserem Business Developoment zusammen. Da unser Headquarter in San Francisco ist, haben wir natürlich intensiven Austausch mit den Kollegen in den USA. Zudem steuern wir aus Berlin heraus auch die Märkte in Osteuropa und Russland.

Was ist toll an deinem Job?

Es ist spannend, die unzähligen Geschichten aus der Community zu erfahren. Ich bin jeden Tag aufs Neue überrascht davon, was für einen Impact unsere Arbeit auf das Leben unserer Gastgeber hat.

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Grundsätzlich ist das Thema Reisen natürlich sehr emotional und und da ist es toll für ein Unternehmen zu arbeiten, das die Art wie wir reisen verändert hat.
Jeder Tag ist anders. Und auch wenn die Tage manchmal etwas länger werden, mache ich meinen Job sehr gerne.

Gibt es auch etwas, was dich nervt?

Glaubwürdigkeit und Reputation stellen für mich die größten Herausforderungen für uns in 2016 dar. Wir haben noch sehr viel Aufklärung über das Thema Homesharing zu leisten und da ärgere ich mich natürlich, wenn wir zu negativer Berichterstattung keine Stellungnahme geben können, gerade wenn faktisch falsche Sachen über uns geschrieben werden. Und, naja, die Reisekostenabrechnung mache ich auch nicht gerne.