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Intranet 2.0 – Möglichkeiten und Herausforderungen

16. Februar 2009 von Daniel Putz 3Kommentare

 

Das Intranet ist für viele Unternehmen das wichtigste interne Kommunikationsinstrument. Bisher meist als reine Mitteilungsplattform verwendet, wird der Ruf nach Kollaboration und Interaktion zunehmend lauter. Personalisierte Inhalte, offene Beitragsmöglichkeiten und Soziale Netzwerke sollen die Kommunikation im Unternehmen stärken. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Intranet 2.0. 

IBM hat als Technologievorreiter den Schritt gewagt und sein Intranet zu einer kollaborativen, demokratischen Plattform umgebaut. Mitarbeiter können nun das Erscheinungsbild des Intranets je nach Interessen und Wünschen individuell gestalten. Sie können sich im firmeninternen sozialen Netzwerk verknüpfen, Lesezeichen austauschen sowie durch Blogging-Funktionen, Wikis und Foren aktiv an den Inhalten des Intranets beteiligen. 

Bevor Unternehmen allerdings ihr Intranet mit Web 2.0-Applikationen bereichern können, stehen sie vor der Frage, welche Art von System sie verwenden sollen. Ein traditionelles Web CMS (http://de.wikipedia.org/wiki/Web_Content_Management_System) oder moderne Soziale Software (http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Software). 

 

Web CMS vs. Soziale Software

Soziale Software (oder Enterprise 2.0) sind Plattformen, die der menschlichen Kommunikation und der Zusammenarbeit dienen und häufig eine Mischform aus CMS, Wiki und sozialem Netzwerk darstellen. Sie erzeugen einen Mehrwert aus der Kombination der drei Basisfunktionen Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement. Auch klassische Web CMS orientieren sich an diesem Trend und bieten offene Schnittstellen, die es ermöglichen, Web 2.0-Applikationen anzubinden. 

Soziale Software ist nicht als direkter Konkurrent zu Web CMS zu sehen. Vielmehr decken Web CMS und Soziale Software unterschiedliche Aufgabenbereiche ab und bieten verschiedene Vorteile. Web CMS ist für das zentrale erarbeiten und verwalten von Inhalten nach wie vor die erste Wahl, da Workflows, Prozesse und Versionstracking unterstützt werden. Soziale Software ist stark in der Kombination verschiedener Web 2.0-Technologien, Kollaboration und Interaktion stehen hier an erster Stelle.

Unternehmen müssen entscheiden worauf sie im Intranet das Hauptaugenmerk legen. Zwar mögen einige Mitarbeiter nach einer Intranet 2.0-Plattform rufen, in einem Unternehmen muss dies jedoch nicht automatisch heißen, dass es von der Mehrheit der Mitarbeiter unterstützt wird. Investiert man in eine Lösung die vom Beitrag seiner Benutzer lebt und wird diese nicht angenommen kann das neue Intranet schnell ein Fluch werden. Ein leeres Wiki ist bekanntlich schlimmer als gar kein Wiki. Eine gründliche Anforderungsanalyse mit ausführlichen Interviews und Use Cases ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Intranet 2.0.

 

Möglichkeiten für Startups

Viele Startups bieten Web 2.0-Applikationen, die sich wunderbar für das Intranet eignen und Unternehmen einen echten Mehrwert bieten. Leider konzentrieren sich Startups häufig auf das Internet als alleinige Vertriebsplattform und lassen die Möglichkeit völlig außer Acht, ihre Lösungen auch für Unternehmen zu öffnen. Dabei bieten diese nicht nur finanzielle Sicherheiten, sondern auch eine gute Plattform, um das Produkt an neue User heranzutragen. Während man im Internet aufgrund der starken Konkurrenz um jeden User buhlen muss, sind Mitarbeiter im Unternehmen dankbar für jede im Intranet vorhandene Lösung.

Auch bieten Intranets noch Märkte, wo im Internet schon lange die Schlacht geschlagen ist. Hier möchte ich als Beispiel Soziale Netzwerke wie Xing oder Facebook nennen. Viele Unternehmen würden gerne direkt an deren Systeme andocken, selbige bieten aber keine Schnittstellen oder gar dedizierte Lösungen für Unternehmen. Nischenprodukte haben hier also durchaus Aussicht auf Erfolg, solange sie sich gut anbinden/integrieren lassen und offene Schnittstellen anbieten. 

Neben offenen Schnittstellen spielt die Anpassung an unternehmensspezifische Ansprüche eine wichtige Rolle. Folgende Punkte sind dabei besonders zu beachten:

 

1. (Daten) Sicherheit: Ein Intranet beinhaltet businesskritische Inhalte, welche unter keinen Umständen das Unternehmen verlassen dürfen. Somit müssen Infrastruktur und Applikation den Sicherheitsansprüchen des Unternehmens entsprechen.

2. Kontrolle: Ein Unternehmen wird eine Applikation nur dann einsetzen, wenn diese von intern kontrollierbar ist. Der reibungslose Ablauf des Tagesgeschäfts muss gewährleistet sein.

3. Erscheinungsbild: Auf Corporate Identity (CI) wird viel Wert gelegt, eine Anpassung des Erscheinungsbildes sollte daher gegeben sein. Wer geschickt ist verkauft diese Dienstleistung zusammen mit dem Produkt und schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe.

 

Diese drei Punkte sehe ich als Grundvoraussetzung, um ein Unternehmen für sich zu gewinnen. Startups, die ihre Applikationen für Unternehmen öffnen wollen, rate ich sich genau zu überlegen, welchen Mehrwert sie einem Unternehmen bieten. Je besser und überzeugender die Begründung desto aussichtsreicher die Chancen. 

Auch rate ich dazu, sich an den führenden Anbietern von Web CMS und Sozialer Software zu orientieren und eine Anbindung an deren Systeme zu gewährleisten. Noch besser ist es eine Zusammenarbeit zu forcieren, um so eine Win-Win-Situation zu erzeugen. Während das Startup davon profitiert einen starken (Vertriebs)Partner zu haben, profitiert der Anbieter von der Erweiterung des Portfolios. 

Ich hoffe mit dem Artikel hilfreiche Einblicke und Möglichkeiten zum Thema Intranet 2.0 aufgezeigt zu haben. Fragen, Anregungen, und Kritik sind herzlich willkommen. 

 

Über den Autor

Daniel arbeitete zwischen 2001 und 2008 als selbständiger Projektmanager im Bereich eMarketing. Seit Anfang 2008 ist er Management-Trainee bei der adidas-Group und hat die Konzept- und Evaluierungsphase für das Intranet der adidas-Group begleitet.  Er hat Computer Science und Media Technology an der Växjö University (Schweden) und der TU Wien studiert.
Kontakt zu Daniel könnt ihr über www.danielputz.de herstellen.

Über den Autor Hans Penz:

Hans Penz

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3 Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag
  • Wittkewitz

    Was ist das denn für ein Beitrag?

    Ist das irgendwo angeschrieben? Ist ja sehr wenig von praktischer Erfahurng geprägt offenbar…lustig…

    Aber in medias res:

    Web CMS vs. Soziale Software

    Soziale Software (oder Enterprise 2.0) sind Plattformen, die der menschlichen Kommunikation und der Zusammenarbeit dienen und häufig eine Mischform aus CMS, Wiki und sozialem Netzwerk darstellen. Sie erzeugen einen Mehrwert aus der Kombination der drei Basisfunktionen Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement. Auch klassische Web CMS orientieren sich an diesem Trend und bieten offene Schnittstellen, die es ermöglichen, Web 2.0-Applikationen anzubinden.

    Was soll das denn? WCMS gegen SXSW(Social Software)? Welche denn? Blogs, Wikis, Social Bookmarking? Sie können doch nicht eines oder alle gegen ein WCMS stellen, und wenn gegen so etwas wie Vignette oder eher drupal? Was soll das bringen? Ich vergleiche doch auch nicht Cabriolets mit Autoradios. Und dann die Erklärung, was SXSW sein soll, eine Plattform als Mischform? Beispiel, das ist doch Humbug. In welcher SXSW ist den ein LDAP/AD/SSO integriert? Oder gar Versionierung. Meinen Sie vielleicht eher eine großen E2.0 Suiten von BEA/Oracle oder IBM/Lotus?

    Soziale Software ist nicht als direkter Konkurrent zu Web CMS zu sehen. Vielmehr decken Web CMS und Soziale Software unterschiedliche Aufgabenbereiche ab und bieten verschiedene Vorteile. Web CMS ist für das zentrale erarbeiten und verwalten von Inhalten nach wie vor die erste Wahl, da Workflows, Prozesse und Versionstracking unterstützt werden. Soziale Software ist stark in der Kombination verschiedener Web 2.0-Technologien, Kollaboration und Interaktion stehen hier an erster Stelle.

    Kollaboration ist ein Begriff aus dem Firmenumfeld (Groupware) und hat zunächst NICHTS mit SXSW zu tun. Außerdem: Welches Sozial Netzwerk verbindet denn web 2.0 funktionen? Wie heißt das Tool? DA fiele mir gerade ein WCMS namens drupal ein oder sogar plone oder gar elgg, silvestripe….mit denen kann man ein soziales Netzwerk aufsetzen. Ich habe den Eindruck, sie berrschen gar nicht die Terminologie.

    Vielleicht lesen sie erstmal die Basics von Hinchcliffe und McAfee, dann diskutieren wird nächsten Monat weiter…Ist ja irre, dass solche Blindschleichen hier schreiben dürfen, für welche PR-Agentur machen sie denn das? Ach ich sehe schon, IBM steht oben, dann müssen es die Profis von text100 sein…

    Ciao

    Jörg

  • Daniel Putz

    Hallo Jörg,

    vielen Dank für deinen Beitrag.
    Der Artikel soll weniger die technischen Feinheiten von Web CMS oder Sozialer Software widerspiegeln, sondern die generellen Unterschiede und damit verbundenen Möglichkeiten erläutern.

    Bei der Implementation eines Intranets steht heute ein Unternehmen grundsätzlich vor der Frage, worauf sich das Intranet stützen soll: ob auf klassische, zentrale Informationsverbreitung oder auf dezentrale Kommunikationsplattformen. Eine treffende, kurze Abhandlung zu dem Thema gibt es hier: http://www.cmswatch.com/Trends/1277-Web-CMS-versus-Social-Software.

    >Kollaboration ist ein Begriff aus dem Firmenumfeld (Groupware) und hat zunächst NICHTS mit SXSW zu tun

    Eine Kollaboration (lat. co- = „zusammen-“, laborare = „arbeiten“) ist die Zusammenarbeit mehrerer Personen oder Gruppen von Personen. http://de.wikipedia.org/wiki/Kollaboration

    > dass solche Blindschleichen hier schreiben dürfen, für welche PR-Agentur machen sie denn das? Ach ich sehe schon, IBM steht oben, dann müssen es die Profis von text100 sein…

    Ein Profil der Blindschleiche gibt es hier im Anhang zum Text.

    Danke und Gruss
    daniel

  • Rico

    Für blutige Anfänger zu diesem Thema habe ich im letzten Jahr für die Uni unter http://web2null.twoday.net ein paar einfache Grundlagen in Sachen “Web 2.0 im Unternehmen” zusammengetragen…falls sich mal jemand reinklicken mag.

    Gruß
    Rico

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