Einer der Gründer von Record Bird: Andreas Mahringer

Nie mehr einen neuen Song des eigenen Lieblingsmusikers verpassen – das verspricht das Wiener Startup Record Bird seinen Nutzern. Und konnte mit dieser Idee nun auch Investoren überzeugen: Vom Accelerator Startup300, dem österreichischen Politiker Niko Alm, Karriere.at-Mitgründer Klaus Hofbauer sowie den Business-Angels Lukas Scherzenlehner und Erwin Stricker gibt es einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die genaue Summe will Mitgründer Andreas Mahringer auf Nachfrage von Gründerszene nicht verraten.

Seit Dezember vergangenen Jahres ist das Startup einer von fünf Teilnehmern des österreichischen Accelerators Startup300. Die jetzt erfolgte Investition sei allerdings nicht Teil des Programms, betont Mahringer. Die an Record Bird beteiligten Business Angels sind ebenfalls Mitglieder im von Startup300 initiierten gleichnamigen Investorennetzwerk.

 

Die Kapitalspritze werde dafür genutzt, iOS- und Android-Apps zu entwickeln und das Produkt nach Deutschland zu bringen, heißt es von dem Startup. Aber: Diesen Monat soll erst einmal die Public-Beta-Version der Plattform an den Start gehen, in Österreich und Deutschland. Im vergangenen Jahr hatte das Team bereits eine Version für ausgewählte Nutzer freigegeben.

Um Record Bird zu nutzen, muss sich der Nutzer über seinen Spotify– oder Facebook-Account einloggen. Dann können Künstler einfach getrackt werden und der Musikliebhaber wird benachrichtigt, wenn ein Release bevorsteht. Vier Millionen Künstler weltweit behält das Startup nach eigenen Angaben im Auge.

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Auf der kostenfreien Plattform bekommt der Nutzer Release-Informationen, aber teilweise auch Previews der Songs. Einen ähnlichen Tracking-Service bieten zwar auch andere Musikstreaming-Dienste an – Spotify etwa, wer dort dem Lieblingssänger folgt, wird ebenfalls mit Release-Informationen versorgt. Das ist Mahringer bewusst – es gebe aber zwei Unterschiede zum Angebot des US-Unternehmens. Zum einen benachrichtige Record Bird seine Nutzer bis zu zwölf Wochen vor dem eigentlichen Release-Datum. Zum anderen gebe das Startup den Fans die Möglichkeit, den Song über Partner wie iTunes oder Amazon vorzubestellen.

Gegründet wurde Record Bird im April 2014 – von Mahringer und seinen Mitgründern Thomas Patterer, Alexander Baumann, Arnold Graf und Christoph Kregl. Daneben arbeitet derzeit noch ein Mitarbeiter an der Umsetzung der Tracking-Plattform. Bisher hatte das Startup einen niedrigen fünfstelligen Betrag von der Wirtschaftsagentur Wien bekommen und sich über die Ersparnisse der Gründer finanziert.

Fun Fact: Das neue Video der Indie-Band Travis aus Glasgow wurde in Berlin gefilmt. Hier gibt’s „3 Miles High“ zu sehen:

Bild: Record Bird