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iPhone-Nutzer zahlungsbereiter als Android

Spannende neue Einblicke für App-Entwickler: Das Statistik-Portal Statista untersuchte das Kaufverhalten von Android- und iPhone-Nutzern bezüglich der Menge an Geld, das sie für Apps bereit sind zu zahlen. Dafür befragte Statista jeweils 2.000 Android- und iPhone-Nutzer über den Konsum der vergangenen acht Wochen.

Dabei bestätigte sich der bereits seit Längerem anhaltende Trend, dass sich Android-Nutzer sehr viel seltener kostenpflichtige Apps (34,8 Prozent der Befragten) als die Gruppe der iPhone-Nutzer (45,2 Prozent) zulegen.

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In der Gruppe der zahlungsbereiten Nutzer dominiert dementsprechend auch klar das iPhone die einzelnen App-Preisgruppen. Lediglich in der Preisklasse bis 99 Cent tummeln sich mehr Android- (10,1 Prozent) als iPhone-User (7,2 Prozent). Am stärksten wird der Unterschied der Zahlungsbereitschaft bei Apps ab sechs Euro deutlich, für die gerade einmal 3,3 Prozent der Android-User, aber 8,6 Prozent der iPhone-User bereit waren zu zahlen.

Fazit

Der Grund für diese Ungleichverteilung der beiden Nutzergruppen dürfte unter anderem der Preisunterschied der Android- und iPhone-Geräte sein. Wer mehr für ein iPhone ausgibt oder ausgeben kann, ist potenziell auch bereit, mehr Geld in entsprechende Apps zu investieren. Weiterhin ist das Angebot von kostengünstigen, kostenlosen, Freemium- und werbefinanzierten Apps bei Android höher. Nicht zuletzt beeinflussen sich beide Faktoren auch untereinander.

Für App-Entwickler stellt sich damit seit längerem die Frage: Lieber in eine zahlungsbereitere Zielgruppe mit einheitlichen Standards bei der Programmierung investieren, oder in den Marktführer (Android besitzt zur Zeit etwa 75 Prozent Marktanteil) mit all den negativen Seiten wie geringeren Einnahmen, Unterstützung verschiedener Geräte und Betriebssystem-Versionen und so weiter.

Bild: Statista