Iversity-Gründer Hannes Klöpper (31)

Das Berliner Startup Iversity erhält eine siebenstellige Summe von seinen Alt-Gesellschaftern, ein Drittel des Kapitals stammt vom Management selbst. Damit soll der Anbieter universitärer Online-Kurse sein Angebot erweitern und die nächste Wachstumsfinanzierung vorbereiten. Bisher investiert sind unter anderem der BFB Frühphasenfonds Brandenburg, WestTech Ventures und T-Venture, der Investmentarm der Deutschen Telekom.

Vor einem Jahr erhöhten die Altinvestoren zuletzt ihre Anteile – wie viel Geld damals floss, kommunizierte das Unternehmen nicht. Es hieß, seit der Gründung im Jahr 2008 habe man insgesamt „mehr als fünf Millionen Euro Risikokapital“ erhalten.

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Das Unternehmen von Gründer Hannes Klöpper legte vor zwei Jahren einen Pivot zum aktuellen Geschäftsmodell hin. Lernwillige können verschiedene kostenlose Online-Kurse absolvieren. Möchten sie eine Prüfung ablegen und ein Zertifikat erwerben, fallen dafür zwischen 30 und 150 Euro an. Seit kurzem können sich Kunden außerdem für sogenannte Pro-Kurse einschreiben, die kostenpflichtig sind. Vor dem Schwenk bot Iversity ein Learning-Management-System, mit dem Professoren und Studierende ihre Kurse organisieren konnten.

Iversity gibt an, dass sich seit dem Start vor zwei Jahren bisher eine Million Lernende eingeschrieben hätten. Der Anteil derer, die tatsächlichen einen Kurs zu Ende bringen, liege im Industriestandard, also im einstelligen Prozentbereich. Bei vielen Einschreibungen bedeutete aber auch das eine hohe Zahl von Absolventen, sagt ein Sprecher.

Bild: Iversity