Moritz Eckert von Betterplace.org hat gute Nerven auf Jauchs Kandidaten-Stuhl bewiesen.

Eigentlich standen die Chancen nicht besonders gut für Moritz Eckert. Der 35-Jährige Startup-Gründer aus Berlin hatte sich für seinen Auftritt in der Quizshow von Günther Jauch ein besonders schwieriges Format ausgesucht. Beim Jackpot-Special gibt es nämlich nur einen Gewinner, der die meisten Fragen richtig beantwortet hat. Alle anderen Kandidaten gehen leer aus. Aber Herausforderungen scheinen dem Mitgründer von Betterplace.org und Marcel-ist-Reif.de zu liegen.

Anzeige
Auf Eckerts Plattform Marcel-ist-reif.de hat jeder Zuschauer die Möglichkeit ein Fußballspiel live zu kommentieren – oder einem freiwilligen Kommentator zuzuhören. Jeder, der einen Computer mit Internetanschluss besitzt, kann einfach losreden. Wer von Marcel Reif und seinen Kollegen die Nase voll hat, findet hier schnell alternative Stimmen zum Spiel. Immerhin wurde die Idee von Eckert und seinem Mitgründer Wendelin Hübner bereits mit dem „Glenfiddich Pioneer Award 2013“ ausgezeichnet und für den „Grimme Online Award 2013“nominiert. Eckert: „Damit verdient man kein Geld, man kriegt ein bisschen was, aber es ist eigentlich ein Hobby-Projekt.“

Mit seiner Spendenplattform Betterplace.org will Eckert vor allem jüngere Menschen dazu bewegen, sich online für Hilfsorganisationen zu engagieren. Das soll einfacher und transparenter sein als bei klassischen Hilfsorganisationen.

Bei Jauch erspielte Eckert zunächst 500.000 Euro und stieg bei der Millionenfrage aus. Die lautete übrigens so: Was ist laut Duden das in deutschsprachigen Texten am häufigsten vorkommende Substantiv?

A: Berlin

B: Frau

C: Million

D: Jahr

Antwort D ist richtig.

Weil Eckert trotzdem die meisten Fragen beantwortet hatte, bekam er obendrauf noch alles, was seine Konkurrenten erspielt hatten. Am Ende ging er mit 917.600 Euro nach Hause. Das Geld will er offenbar zunächst einmal nicht in seine Startups investieren: „Ich habe einen alten Traum, nämlich ein Baumhaushotel irgendwo in Südafrika zu gründen.“ Die anderen Wünsche sind etwas bodenständiger: „Ich habe Lust auf eine Drohne oder einen 3D-Drucker.“

Foto: betterplace.org