Die Spottster-Gründer Freya Oehle und Tobias Kempkensteffen

Anfang September pitchten die Gründer des Hamburger Startups Spottster ihre Idee in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ – ohne Erfolg. Kein Investor wollte Geld geben, auch, weil die Macher Freya Oehle und Tobias Kempkensteffen in der Show angaben, 2.000 Euro Umsatz pro Monat zu machen und 9.000 Euro Verlust. „Und jetzt möchten Sie von mir 500.000 Euro, um weitere Verluste zu finanzieren?“, fragte Jochen Schweizer damals ungläubig.

Jetzt steckt Schweizer doch noch eine sechsstellige Summe in Spottster. Der Münchner Unternehmer will die Gründer mit Know-How in den Bereichen Strategie, Marketing, PR, Finanzen und Vertrieb unterstützen, heißt es von der Jochen Schweizer Unternehmensgruppe. „Außerdem profitiert das Gründerteam von den Netzwerkeffekten der Gruppe“.

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Aber wie konnte Spottster den TV-Investor doch noch für ein Investment gewinnen? Offenbar ist Schweizer vor allem von den Gründern angetan. „In ‚Die Höhle der Löwen‘ konnten mich die beiden Gründer von der Idee nicht hundertprozentig überzeugen. Jedoch freue ich mich, dass Spottster im Nachgang auf uns zugekommen ist. Das Gründerteam ergänzt sich perfekt: Sie kennen sich seit Jahren und bieten ihrem Unternehmen Stabilität“, findet Schweizer. „Die Funktion des Merkzettels, aber auch die Bündelung von zahlreichen Online-Shops schafft für den Kunden Transparenz im Web. Zudem zeigt Spottster nicht nur wo, sondern auch wann ein Produkt am günstigsten ist.“

Die Plattform Spottster ermöglicht es seinen Kunden, die Preise von Produkten in mehr als 3.000 Online-Shops zu beobachten. Für jedes Produkt kann der User einen Wunschpreis angegeben. Spottster vergleicht die Preise für den Nutzer und benachrichtigt ihn, sobald ein Preisnachlass eintritt.

Bild: Jochen Schweizer