Kreisch! Joko Winterscheidt kommt gerade in der jungen, weiblichen Zielgruppe ziemlich gut an.

Die Idee ist einfach. So einfach, dass sie leicht zu kopieren ist. Das Startup Magic hat in den USA vorgemacht, wie es funktioniert: Der Nutzer schickt eine SMS mit seinem Wunsch, ein Team arbeitet die Wünsche ab – und verdient Geld mit einem kleinen Aufschlag für den Service. Zigaretten auf das Hotelzimmer, eine Pizza nach Hause, ein Flug von München nach Berlin – man könnte diese alltäglichen Kleinigkeiten auch selber erledigen. Aber warum nicht einen Dienst damit beauftragen und in der Zeit Dinge tun, die Spaß machen?

Anzeige
In Deutschland sind sofort Magic-Clones aus dem Boden geschossen. Dienste wie Sixtyone Minutes aus Berlin oder James, Bitte aus München. Jetzt startet gerade GoButler aus Berlin durch. Doch was macht dieses Startup anders oder besser als die anderen? Die Macher holen sich zum Beispiel nach amerikanischem Vorbild ein bekanntes Gesicht an Bord. TV-Spaßmacher Joko Winterscheidt soll als Investor, Supporter und Gesicht der Firma fungieren. GoButler-Gründer Navid Hadzaad: „Joko wollte immer schon ein Startup unterstützen und hat auf so eine Idee gewartet.“ GoButler ist vor zehn Tagen aus dem WG-Zimmer in ein richtiges Büro gezogen, in dem auch Winterscheidt arbeitet. Hadzaad: „Er war bis jetzt täglich dabei.“

Das Team von GoButler ist bereits auf 27 Mitarbeiter gewachsen. Und es werden weiter Leute gesucht, die die Anfragen abarbeiten können. Alles wird derzeit noch von Hand bearbeitet. Bis jetzt sind 10.000 Nutzer registriert, es gab 50.000 Anfragen oder Aufträge – gestern waren es an einem Tag mehr 5.000 Kundenkontakte. Das ist bis jetzt Rekord. Ein Algorithmus entscheidet, wie viele und welche Nutzer zugelassen werden. Je mehr Kontakte ein Kunde in den sozialen Netzwerken hat, desto schneller kann er GoButler nutzen. Es sollen immer nur so viele sein, dass Anfragen auch wirklich seriös bearbeitet werden können.

Ein weiteren Vorteil im Kampf um die Marktführerschaft für GoButler sieht Hadzaad in der Erfahrung seines Teams: „Wir haben vorher alle bei Rocket Internet gearbeitet und bei Startups wie Helpling wertvolle Erfahrungen gesammelt. Wir wissen, wie schnelle Skalierung funktioniert.“ Und wichtig sei, dass man von Anfang an jeden Nutzer glücklich machen wolle. „Execution. Qualität liefern“, nennt Hadzaad das.

In den nächsten Wochen steht vor allem eine neue Finanzierungsrunde auf dem Programm. In der ersten Runde hatte ein Konsortium aus Gründer Jan Beckers (Hitfox), Gunther Schmidt (ekomi) und Cherry Ventures (ein Fonds der Zalando-Erfinder) ein sechsstelliges Startkapital investiert. Mit dem Geld will man in weiteren europäischen Ländern starten. Und dann soll es Verhandlungen mit Telefonanbietern geben und einen TV-Werbespot mit Joko Winterscheidt. Der verbreitet die Begeisterung für sein neues Hobby auch gerne mal über Twitter:


Nicht nur Ashton Kutcher und Joko Winterscheidt, auch andere Promis investieren in Startups:

Zur Galerie

Ashton Kutcher ist DER Star-Investor unter den Celebritys. Mit seiner Rolle in Two and a Half Men gilt er als der bestbezahlte Sitcom-Darsteller (700.000 US-Dollar pro Episode). Seine Millionen investierte er schon in Airbnb, Skype, Spotify, Uber, Flipboard oder Fab – und in die gescheiterten deutschen Startups Amen und Gidsy. Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von TechCrunch

Foto: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von webvideopreis