Alle happy bei Jumia? Ein Bild aus dem Werbevideo des Amazon-Klons

Die Afrika Internet Group, unter der Rocket Internet seine Ventures auf dem Kontinent bündelt, wird mit neuem Kapital ausgestattet. 300 Millionen Euro fließen in die Muttergesellschaft von Unternehmen wie dem Online-Retailer Jumia, die Zalando-Variante Zando oder dem Lieferdienst-Vermittler Hellofood.

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Das Geld stammt zum einen vom französischen Versicherungskonzern Axa, der bereits Anfang des Monats angekündigt hatte, für 75 Millionen Euro einen 8-prozentigen Anteil an der AIG zu erwerben. Auch die Altinvestoren – der Telekommunikationskonzern MTN und Rocket Internet selbst – legen nach. Mit der Investmentbank Goldman Sachs konnte ein ganz neuer Geldgeber gefunden werden.

Update vom 5. April: Der Mobilfunkanbieter Orange steigt ebenfalls bei der Rocket-Holding ein: Weitere 75 Millionen US-Dollar sollen dabei helfen, „das weitere Wachstum der Unternehmen auf dem Kontinent zu sichern und Entwicklungsmöglichkeiten auszunutzen“. Damit fließen insgesamt 375 Millionen Dollar in die Afrika Internet Group.

Mit dem Kapital soll die Bilanz der Dachgesellschaft gestärkt und insbesondere das Wachstum von Jumia finanziert werden. Der Amazon-Klon hatte Ende vergangenen Jahres 300 Mitarbeiter entlassen – ein Drittel seiner Belegschaft. „Das Unternehmensmanagement fährt fort, sich aktiv auf die Kernaktivitäten zu fokussieren und das Betriebsmodell zu verbessern“, so ließ sich der Co-CEO von Rockets Africa Internet Group, Jeremy Hodara, damals zitieren.

Dieser Artikel erschien zuerst am 3. März 2016; Bild: Jumia/Video-Screenshot