Juniqe Stylemarks

(v.l. Sebastian Hasebrink, Stefan Decker, Lea Lange, Oliver Bronner, Marc Pohl)

Juniqe baut auf Stylemarks’ technische Expertise

Aus für Stylemarks: Der Design-Shop geht im gerade erst im Januar gestarteten Wettbewerber Juniqe auf, der große Teile des Berliner Startups übernimmt. Zusammen soll der größte Online-Shop für individuelle, bezahlbare Kunst in Europa auf die Beine gestellt werden, heißt es von den Unternehmen. Zu den finanziellen Details werden keine Angaben gemacht. Stylemarks wurde vom Telekom-Inkubator Hubraum, Venista Venture und Family’s Venture Capital finanziert.

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Das Gründerteam von Stylemarks, das zusammen mit einigen Mitarbeitern bis auf Weiteres ebenfalls wechselt, soll Juniqe auf dem Weg dorthin vor allem mit seinem Know-how und Netzwerk unterstützen. Besonders im Bereich Mobile „können wir stark von der Expertise der Jungs von Stylemarks profitieren“, verrät Juniqe-Gründerin Lea Lange. Zudem habe das Team über ein Jahr Markterfahrung.

Wir sprachen mit Stylemarks-CEO Oliver Bronner und Juniqe-Gründerin Lea Lange über die Hintergründe des Zusammengehens, die Fehler der Vergangenheit und die zukünftige Vision für den Design-Shop.

Oliver, warum gebt ihr Stylemarks als eigenständiges Unternehmen auf?

Oliver Bronner: Es ist sinnvoll für zwei junge Unternehmen, die den gleichen Markt im Visier haben, ihr Know-how zusammenzubringen. Juniqe hat mit dem Fab-Hintergrund der Gründer bereits viel Erfahrung im Markt gesammelt. Bei Stylemarks hingegen konnten wir in den letzten zwölf Monaten viel technisches Wissen aufbauen, besonders im Hinblick auf Mobile Commerce.

War das also der Fehler, sich zu sehr auf die Technik zu fokussieren?

Oliver Bronner: Von 16 Mitarbeitern bei Stylemarks sind zehn im Produkt-Team, also Designer und Programmierer. Unter dem Strich ist bei uns deshalb das Sourcing tatsächlich zu kurz gekommen. Juniqe ist gerade in diesem Bereich deutlich besser aufgestellt.

Lea Lange: Wir sehen daher für Juniqe sehr große Synergien, die uns einen Schritt weiter bringen, den größten Online-Shop für individuelle, bezahlbare Kunst in Europa auf die Beine zu stellen.

Wie viele Stylemarks-Mitarbeiter werden zu Juniqe wechseln?

Oliver Bronner: Das ist noch nicht abschließend entschieden. Derzeit prüfen wir die weitere Strategie und werden entsprechend sehen, in welchen Bereichen Kapazitäten gebraucht werden.

Welche Rolle werdet Ihr, die Stylemarks-Gründer, zukünftig bei Juniqe haben?

Oliver Bronner: Wir werden beratend tätig sein, insbesondere in den nächsten Monaten bis zur Series-A-Finanzierungsrunde. Danach werden wir unsere Rolle neu festlegen.

Lea Lange: Außerdem werden die Stylemarks-Gründer mit Ihrem Tech und Product Know-how uns intensiv in den nächsten Wochen und Monaten unterstützen, wovon wir uns noch eine bessere Customer Experience und Skalierbarkeit erhoffen. Die Expertise im Boom-Segment Mobile, gepaart mit der nun signifikant größeren Userbase, wird Juniqe einen weiteren Anschub geben.

Es steht also eine Finanzierungsrunde an – wann soll die abgeschlossen sein?

Lea Lange: Wir wollen weiter stark wachsen, daher sind wir mit einer Reihe möglicher Investoren zu einer Runde im Sommer aktuell in Gesprächen.

Apropos Investoren: Stylemarks hat vor gut einem Jahr einen sechsstelligen Betrag vom Telekom-Inkubator Hubraum, Venista Ventures und Family’s Venture Capital erhalten. Wie seid Ihr mit den Geldgebern verblieben? Könnten die sich auch an der Juniqe-Runde beteiligen? Immerhin waren sie vom Geschäftsmodell ja überzeugt.

Oliver Bronner: Alle Stylemarks-Investoren stehen zu 100 Prozent hinter dem Zusammenschluss mit Junique und glauben stark an das Modell und den Markt

Lea Lange: Und das wird noch weiter durch Juniqes gute Zahlen der ersten Monate bestärkt.

Was steht bei Juniqe in den kommenden Monaten im Fokus?

Lea Lange: Der Fokus ist natürlich die weitere Skalierung des Modells. In den nächsten Wochen werden wir daher unser Produktportfolio gezielt erweitern. Ab nächster Woche wird es unsere Kunst auch auf Kissen und Bettwäsche geben. Parallel dazu wird sich bei uns viel um die Mobile-Optimierung unserer Seite drehen. Auch hier wird in den nächsten Wochen einiges passieren.

Lea, Oliver, vielen Dank für das Gespräch!

Bild: Juniqe/Stylemarks