The sun goes down behind building-site cranes in Munich, southern Germany 13 April 2007. The weather remains warm in Germany this weekend with temperatures of up to 25 degrees centigrade. AFP PHOTO DDP/SASCHA SCHUERMANN GERMANY OUT (Photo credit should read SASCHA SCHUERMANN/AFP/Getty Images)

Gerade die Crowdfinanzierer für Immobilien haben in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt, 40 Millionen Euro sind im vergangenen Jahr in dieses Segment geflossen. Bekannte Player sind beispielsweise Exporo oder Zinsbaustein. Nun versucht sich auch eine Branchengröße an dem Geschäft:  Engel & Völkers startet eine Plattform für Crowdinvesting. Das Makler-Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa einer halben Milliarde Euro gemacht.

Für das neue Portal Engel & Völkers Capital hat sich das Immobilienunternehmen mit Kapilendo verbündet – und ein Joint Venture gegründet. Das Berliner Startup konzentriert sich bislang auf Mittelstandsfinanzierungen. „Es handelt sich nicht um eine Affiliate-Partnerschaft, sondern um ein Projekt, an dem beide Unternehmen beteiligt sind“, sagt Kapilendo-Gründer Christopher Grätz gegenüber Gründerszene. Die Plattform laufe unter dem Namen des Immobilienpartners, da die Hamburger in diesem Markt bereits bekannt seien.

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Ab April können Nutzer über die Onlineplattform in Immobilienprojekte investieren, Anleger bekommen zwischen fünf und zehn Prozent Zinsen, sagt Grätz. Die Projektgeber zahlen eine Gebühr an Engel & Völkers Capital, welche der Gründer noch nicht kommentieren möchte. Sie hänge – genau wie die Zinsen – von verschiedenen Faktoren wie der Länge und dem Risiko des Projektes ab. 

Durch den bekannten Partner will sich Grätz vom Wettbewerb absetzen: „Was uns von anderen Anbietern unterscheidet, ist, dass die privaten Anleger auf unserer Seite gemeinsam mit institutionellen Investoren aus dem Netzwerk von Engel & Völkers investieren“, sagt der Kapilendo-Gründer. „Das ermöglicht zum Beispiel größere Projektvolumina.“ Grätz betont jedoch, dass auf der Crowdinvesting-Plattform auch Projekte finanziert werden könnten, die nicht aus den Kreisen des Unternehmens kommen: „Grundsätzlich sind wir offen für den Markt, die Projektentwickler müssen nicht zwingend von Engel & Völkers kommen. Wir bevorzugen niemanden und sind nicht an jemanden gebunden.“

Wir haben vor einiger Zeit Manuel Kayl vom Magazin Finanztip gefragt, wie er die Risiken des Immobilien-Investings einschätzt. Das Interview findet Ihr hier:

Immobilien-Crowdinvesting: „Kein Angebot für normale Kleinanleger“

„Kein Angebot für normale Kleinanleger“

Eine Handvoll Startups will Immobilien durch die Crowd finanzieren – Kleinanleger sollen zum Zuge kommen. Ist das die Zukunft – oder viel zu riskant?

Bild: Gettyimages/SASCHA SCHUERMANN / Staff