Ein Schwergewicht im Online-Handel wechselt den Besitzer: Das schwedische Private-Equity-Unternehmen EQT hat kfzteile24 gekauft. Der Händler vertreibt Autozubehör und Ersatzteile im Netz. Die Gründer des 2001 gestarteten Unternehmens, Matthias Kieper und Torsten Hainke, haben die Mehrheit ihrer Anteile verkauft. Beide bleiben aber Gesellschafter und üben ihre Positionen als Geschäftsführer auch nach dem Exit aus. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Update, 08. März 2016, 12.20 Uhr: Auch der deutsche VC Project A Ventures war an der Übernahme beteiligt. Wie der Investor heute mitteilte, steuerte Project A einen einstelligen Millionenbetrag bei. Die genaue Summe wollte eine Sprecherin auf Nachfrage von Gründerszene nicht nennen.

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Der Käufer hat Erfahrung im E-Commerce: Das Private-Equity-Unternehmen mit Hauptsitz in Schweden ist bereits bei Internetstores investiert. 50 Millionen sind in das Dachunternehmen der verschiedenen Online-Shops geflossen. EQT verfügt nach eigenen Angaben über insgesamt 29 Milliarden Euro Investitionskapital, das in vor allem in mittelständische Unternehmen fließt.

Die Zahlen von kfzteile24 lassen sich sehen: Im vergangenen Jahr konnte der Berliner Online-Händler einen Umsatz von 114 Millionen Euro erzielen. Etwa 500 Mitarbeiter arbeiten für das Unternehmen, abgesehen vom Onlinegeschäft betreibt das Unternehmen drei Filialen mit angeschlossenen Werkstätten in Berlin.

Bislang ist der Verkauf von kfzteile24 nur vereinbart. Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Bild: © Bildagentur PantherMedia/, Hinweis: der Originaltext erschien am 05. Oktober 2015.