Kaffeepause, Gründerszene, lustig, witzig

Auch der fleißigste Entrepreneur muss mal Pause machen, Leute! Hier also eine kleine Ablenkung für alle, die sich noch gerne an die MEGAunzensierten Zeiten im Internet zurückerinnern. Wenigstens wird deutlich, welch große musikalische Karriere Dr. Kimble in seiner Post-Filesharing-Ära bevorsteht.

P. Diddy und Mary J. Blige feiern Megaupload

Ende Januar 2012 wurden dem, laut eigenen Angaben, weltweit größten Filesharing-Dienst Megaupload die Lichter ausgeknipst – dessen Gründer Kim Dotcom alias Dr. Kimble alias Kim Tim Jim Vestor wurde vor Gericht gestellt (allerdings erst, nachdem er aus seinem stählernen Panic-Room hinausgeschweißt werden musste). Eigentlich schade, betrachtet man den hochviralen Spot, den Megaupload erst im Dezember 2011 ins Netz entlassen hatte:

Für den mitreißenden Song hat Kim Dotcom nicht nur den Produzenten Printz Board sondern auch eine Riege an Top-Künstlern wie P. Diddy, Kanye West, Snoop Dogg, Chris Brown und Mary J. Blige engagiert, um für sein Unternehmen zu werben.

Universal Music Group und der Streisand-Effekt

Nach nur wenigen Stunden im Netz ließ die Universal Music Group (UMG) das Video sperren und beförderte sich damit weiter ins Aus denn je. Gegenüber dem Branchenmagazin Torrentfreak.com äußerte sich Dotcom: “UMG did something illegal and unfair by reporting Mega’s content to be infringing. They had no right to do that. Mega owns everything in this video. And we have signed agreements with every featured artist for this campaign.”

Nach weiteren Stunden erschien das Video erneut auf Youtube, nur um wieder von UMG niedergeklagt zu werden. Erst als sich Kim Dotcom mit rechtlicher Rückendeckung bei Youtube beschwerte, konnte der “Mega Song” dauerhaft eingestellt werden. Natürlich hatte sich das Handeln der als “Content-Mafia” verschrienen UMG bereits im Netz herumgesprochen und somit das bewirkt, was der Konzern zu verhindern suchte: Der Megaupload-Spot verbreitete sich in rasender Geschwindigkeit durchs Internet, wogegen das Majorlabel auch die noch verbliebene Sympathiepunkte einbüßte.

In der Literatur wird dieses Phänomen als Streisand-Effect bezeichnet, nachdem die US-Musikerin mit dem Versuch, eine unbedeutende Luftaufnahme ihres Hauses aus dem Netz zu verbannen, dessen virale Verbreitung erreichte.

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