Die Gründer von Kiwi.ki: Peter Dietrich (links), Claudia Nagel und Christian Bogatu

Fördergelder für Türöffnung mit Bluetooth

Das Berliner Startup Kiwi.ki hat fast eine Million an Fördermitteln eingesammelt. Dabei kommen über 800.000 Euro von dem ProFit-Programm der Investitionsbank Berlin (IBB) und über 150.000 Euro vom „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ein Großteil der Gesamtsumme wird dem Berliner Unternehmen als Darlehen gewährt, der Rest als Zuschuss.

Kiwi.ki will den herkömmlichen Schlüssel abschaffen und entwickelt und vertreibt dazu das schlüssellose Zugangssystem „Kiwi“ für Haustüren. Ein kleiner Transponder entriegelt die Tür automatisch aus einer Entfernung von einem bis drei Metern. Außerdem lässt sich die Haustür auch über eine Smartphone-App öffnen, beispielsweise wenn man auf dem Sofa sitzt und Freunde hereinlassen will.

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Gegründet wurde das Berliner Unternehmen, das neben der Telekom und Allianz neuerdings auch mit Conrad Electronics kooperiert, von Christian Bogatu, Claudia Nagel und Peter Dietrich im Jahr 2012.

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Und was hat Kiwi.ki mit dem frischen Geld, das teilweise mit Unterstützung der Förderbar akquiriert wurde, vor? „Das Fördergeld ist zweckgebunden und wird ausschließlich in Entwicklungsprojekte gesteckt“, sagt Mitgründer Bogatu. Unter anderem arbeite das Team an einer Bluetooth-Funktion, damit Nutzer ihr Smartphone nicht aus der Tasche ziehen müssen, um die App zu öffnen, sondern die Tür sich bei Kontakt mit dem Telefon automatisch öffnet. Außerdem soll der Transponder und Sensor weiterentwickelt werden.

Kiwi.ki wird sowohl in privaten Wohnhäusern eingesetzt als auch für die Post und Müllabführ. Genaue Kundenzahlen will Bogatu nicht nennen. Nur so viel: „Hunderte von Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen zählen zu unseren Kunden.“ Aktuell arbeitet Kiwi.ki auch an einer Lösung für Türen innerhalb einer Wohnung.

Kiwi.ki wurde diesen Sommer als Gewinner des Newcomer-Awards von Gründerszene ausgezeichnet.

BILD: KIWI.KI