Klara

Die Klara-Gründer Simon Lorenz (links) und Simon Bolz

Bereits vor acht Monaten expandierte das Diagnostik-Startup Klara, ehemals Goderma, in die USA. Jetzt hat das Unternehmen hinter der App, mit der Nutzer eine digitale Diagnose zu Hautveränderungen einholen können, zwei Millionen Euro eingesammelt, um dort seinen Stand zu festigen. Unter anderem investierten Partech Ventures, Creathor Venture, Atlantic Labs, Demandware-Gründer Stephan Schambach und Heilemann Ventures.

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Per Smartphone können Klara-Nutzer zum Beispiel ein Foto von einem Leberfleck schießen und dieses anschließend an einen Dermatologen schicken. Der Arzt kann daraufhin Behandlungen empfehlen oder Rezepte ausstellen. Da es laut Mitgründer und New-York-Chef Simon Lorenz in Deutschland aber restriktive Regulierungen bezüglich der Online-Beratung von Ärzten gebe, will sich das junge Unternehmen langsam ausschließlich auf den US-Markt konzentrieren.

„Für Klara sind die USA im Moment der attraktivste Markt – nicht nur wegen der Größe des Landes, sondern auch wegen der im Vergleich zu Deutschland besseren legalen und infrastrukturellen Voraussetzungen sowie der immensen Bereitschaft von Patienten und Ärzten, innovative Lösungen zum Teil ihres Alltags zu machen“, so Lorenz. „Diese Faktoren ermöglichen es uns, Klara erfolgreich zu skalieren.“

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Im Januar 2014 starteten Lorenz und sein Mitgründer Simon Bolz im deutschsprachigen Raum. Bereits ein halbes Jahr später expandierte das Startup in die USA, wo es mittlerweile mit Ärzten in mehr als 30 Bundesstaaten kooperiert. Das Produkt-Team solle zwar in Berlin bleiben, sagt Bolz gegenüber Gründerszene. Aber Klara sehe sich immer mehr als US-amerikanische Firma – mit Produktion in Deutschland. Insgesamt arbeiten vier Mitarbeiter in den USA, 16 in Berlin. In Zukunft könnten die beiden Gründer mit Klara auch in andere medizinische Bereiche vordringen, so Bolz.

Klara wurde 2013 gegründet, noch im gleichen Jahr nahm das Startup am Acceleratorprogramm der Telekom, Hubraum, teil. Kurz darauf gab es die erste Finanzierung von den Business Angels Christophe Maire und Lucas von Cranach. 2014 folgten weitere Investments von 6Wunderkinder-Gründer Christian Reber, Idealo-Gründer Martin Sinner, Business Angel Marc Lafeuille und TA Ventures.


Übersicht: Die wichtigsten Finanzierungsrunden der vergangenen Monate
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