BigRep2

Der Stahlkonzern Klöckner versucht sich mit aller Kraft zu erneuern – keine leichte Aufgabe bei einem Unternehmen mit fast 10.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 5,7 Milliarden Euro pro Jahr. Zusammen mit der Beratung Etventure wird beispielsweise in Niederlassungen von Klöckner nach Startup-Methoden gearbeitet. Abgesehen von diesen Bemühungen investiert das Unternehmen auch strategisch in Startups. Vor einigen Monaten beteiligte sich das Duisburger Unternehmen etwa an dem Werkzeug-Shop Contorion.

Anzeige
Nun folgt das nächste Investment: Klöckner steigt mit seinem Beteiligungsarm bei BigRep ein. Das Berliner Unternehmen baut große 3D-Drucker und ist eines der wenigen Hardware-Startups in der Hauptstadt. Das Investment ist Teil der Serie-B-Finanzierung, die voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein wird, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Eine Summe wollte BigRep nicht nennen. Abgesehen von dem Investment sei geplant, dass Klöckner künftig die 3D-Drucker von BigRep in seinem Standortnetzwerk in Europa und den USA einsetzt, heißt es einer Mitteilung.  

Für BigRep, 2014 gegründet, arbeiten mittlerweile 60 Mitarbeiter. 130 der großen Drucker hat das Unternehmen bisher verkauft, so ein Unternehmenssprecher. Mit dem Drucker lassen sich beispielsweise Prototypen einfacher produzieren. Ende 2015 hatte das Startup sieben Millionen Euro erhalten. Das Familienunternehmen Koehler und Wagniskapitalgeber B-to-v waren damals eingestiegen.

BigRep aus Kreuzberg: „Die 3D-Druck-Szene muss erwachsen werden“

„Die 3D-Druck-Szene muss erwachsen werden“

Als Projekt von zwei Künstlern ist BigRep gestartet. Mittlerweile richtet sich das Startup an Industriekunden und Universitäten. Wo geht die Reise hin?

 

Bild: BigRep