Kommentarsystem Gruenderszene

Um die Wertigkeit seiner Kommentare zu erhalten und gleichzeitig für mehr Respekt im Austausch der Nutzer zu sorgen, stellt Gründerszene sein Kommentarsystem um. Als neue Lösung wird Disqus eingesetzt, eine Lösung, die einiges an Verbesserungen verspricht.

Die Wünsche der Gründerszene-Leser

Anfang der vergangenen Woche stellte Gründerszene sein Kommentarsystem zur Debatte, nachdem es vermehrt zu anonymen Pöbelkommentaren und Getrolle gekommen war. Das Feedback der Community war recht eindeutig: Gründerszenes Leser-Kommentare zählen zu den wichtigsten Elementen der Plattform – viele lesen Kommentare sogar vor dem eigentlichen Artikel oder nutzen diese als weiterführenden Inhalt.

Die Anonymität der Kommentare stellt dabei eine wichtige Voraussetzung für die Qualität der Kommentare dar, weil nur so sicher gestellt ist, dass Leser brisante Kommentare abgeben können, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen. Facebook-Kommentare würden diesem Bedürfnis wohl nicht gerecht werden, stattdessen ist aus Sicht der Leser ein anonymes Kommentierungsformat wünschenswert, bei dem anonyme Namen dennoch nur einmal vergeben werden.

Auch eine starke Zensur auf Grundlage der von Gründerszene aufgestellten Netiquette ist nicht gewünscht. Stattdessen ist der Leserschaft daran gelegen, dass Gründerszenes Community selbst über ein Bewertungssystem Kommentare herauf- oder herabsetzen kann und so für eine Bereinigung des Kommentar-Streams sorgt.

Disqus als vielversprechende Lösung

Im Vorfeld ihrer Umfrage hatte die Gründerszene-Redaktion bereits Disqus als Alternative zum WordPress-Kommentarsystem in Betracht gezogen. Mit dem Feedback der Leserschaft betrachtete Gründerszene Disqus und andere Kommentarsysteme noch einmal und kam zu dem Ergebnis, dass Disqus jenen Kompromiss darstellt, der die redaktionellen Anforderungen mit den Interessen der Leser abgleicht:

  • Anonymität: Als Gast-Kommentator ist es auch weiterhin möglich, anonym zu kommentieren. Aber: Die Accounterstellung ist ohnehin aufwandsarm per Facebook, Twitter oder E-Mail möglich.
  • Uniqueness: Meldet sich ein Nutzer bei Disqus via E-Mail an, kann nur er unter dem jeweiligen Nutzernamen kommentieren. Identitätsdiebstahl wird so erschwert, gleichzeitig die Kommentatorenschaft vereinheitlicht.
  • Filtern durch die Community: Mit einem Up- und Down-Voting ist auch der Wunsch der Community nach einem Leser-Bewertungssystem realisiert. Nutzer können so selbst entscheiden, welche Beiträge sie prominent platziert wissen wollen.
  • Abstrafen von Trollen: Natürlich spielt auch das Thema Trolle bei Kommentarsystemen stets eine Rolle. Mit einer entsprechenden Kommentatorenbewertung erlaubt es Disqus, hilfreiche Kommentatoren zu befördern und hinderliche abzuwerten.
  • Antworten in Threads: Gerne wird in Gründerszenes Kommentaren auch einmal abgeschweift. Mit Disqus lässt sich der Kommentar-Stream nun auch in Teil-Threads untergliedern, in denen direkt kommentiert werden kann.
  • Viralität: Durch die Möglichkeit, aufschlussreiche Kommentare auch via Facebook und Twitter zu teilen, wird es für Leser attraktiver, zu kommentieren – ihre Meinung erhält noch mehr Gewicht.

Hier ein kurzes Erklärungsvideo zu Disqus:

Mit seiner Netiquette hat Gründerszene daneben einen Maßstab des guten Umgangs umrissen, an dem alle Kommentare gemessen werden sollen. Die Redaktion wird bei der Freigabe von Kommentaren eine größtmögliche Freiheit walten lassen, sieht es aber dennoch als Aufgabe der Leser, den respektvollen und faktenbasierten Umgang miteinander zu pflegen.

Kommentarsystem Gruenderszene

Mit dem heutigen Tag stellt Gründerszene sein Kommentarsystem daher auf Disqus um und sieht damit die wesentlichen Wünsche der Leserschaft ähnlich gut realisiert wie die Anforderungen der Redaktion. Vorhang auf für ein neues Kommentieren auf Gründerszene: Wer wird der Premieren-Kommentator? (Die Redaktion tippt auf jemanden vom Wannsee…)

Bildmaterial: Dieter Schütz  / pixelio.de
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