Andreas Kunze

Konux-CEO Andreas Kunze

Einige namhafte Investoren hatte das drei Jahre alte Startup Konux bereits überzeugen können. Mit seiner Sensoriklösung für die Industrie gewann das Unternehmen vor einem Jahr Milliardär und Google-Investor Andreas von Bechtolsheim als Geldgeber. Auch der US-amerikanische Seriengründer Michael Baum beteiligte sich an Konux. 

Nun gibt es wieder Geld für das Münchener Startup. Neben Von Bechtolsheim und Baum beteiligen sich die Business Angels Warren Weiss und Lothar Stein sowie die Kapitalgeber New Enterprise Associates, MIG, UnternehmerTUM und Upbeat Ventures.

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Die frische Finanzierung sei Teil der im April 2016 begonnenen Serie-A-Runde, sagt CEO Andreas Kunze gegenüber Gründerszene. Damals sammelte das Team 7,5 Millionen Dollar ein. Kurze Zeit später gab es Kunze zufolge noch einmal zwei und nun neun Millionen im Rahmen dieser Finanzierungsrunde. Mit dem Geld will Konux auf Europa-Expansion gehen.

Der größte Kunde für das junge Unternehmen ist bisher die Deutsche Bahn, der das Startup mit seiner Technik zum Beispiel dabei helfen will, Fehler an Weichen frühzeitig zu erkennen, um Verspätungen und Ausfälle zu vermeiden. Derzeit sei man mit einem Bahnunternehmen in Skandinavien im Gespräch, so der Gründer. Die nächsten Schritte sollen dann in Frankreich und Italien erfolgen, so der Gründer. Zudem will das Team in die weitere Entwicklung des Produktes investieren. Auch in anderen Industrien soll die Technologie zum Einsatz kommen, um auf Veränderungen oder Fehler bei Maschinen aufmerksam zu machen.

Der Sensorikmarkt ist hart umkämpft. So bieten zum Beispiel auch die Mittelständler HBM oder Pepperl+Fuchs industrielle Sensoren an, während Größen wie SAS Software zur Überwachung dieser anbieten. „Wir beziehen in unser Zulieferkette Sensorik und bauen diese nicht selbst“, betont Kunze. „Unser Kern-Knowhow liegt in der Analyse und dem Processing von Sensordaten. Wir liefern ein End-to-End-System, um dem Kunden vorherzusagen, wann er was wie warten muss.“

Andreas Kunze, Dennis Humhal, Husam Ghanem und Vlad Lata gründeten ihr Unternehmen 2014 in München. Ghanem schied aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen über die Ausrichtung des Startups aus. Die Gründer beschäftigen derzeit 30 Mitarbeiter.

Konux-Gründer: „Nur wenn mein Startup eines Tages eine Milliarde wert sein könnte, ist es interessant“

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Konux hat Großes vor: Die Technologie des Startups soll Konzerne vor teuren Fehlern bewahren. Die Deutsche Bahn erhofft sich riesige Einsparungen.

Bild: Konux