Dieser Award bringt frischen Wind ins Startup-Ökosystem

Saving Planet A, Smavoo und Konux sind Namen, die man sich merken sollte.
Denn die Köpfe hinter diesen drei Startups wurden mit dem KPMG Smart Start Award ausgezeichnet, den KPMG erstmalig am 6. April 2017 verlieh. Die Gründer überzeugten im Hannoveraner Coworking-Space „hafven“ eine neunköpfige Jury mit ihren innovativen Ideen. Das Interesse an der Preisverleihung war groß: Sven-Olaf Leitz, Regionalvorstand Nord Hannover, konnte als Gastgeber von über 150 interessierte Gäste aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Lehre begrüßen.

Mit der Veranstaltung will KPMG Startups mit etablierten Corporates und Kapitalgebern zusammenbringen: „Wir veranstalten den Smart Start Award, weil wir uns ganz klar als Berater und Begleiter positionieren wollen – sowohl für Startups, als auch, um Unternehmen zu helfen, ihre Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle zu transformieren. Wir wollen Startups mit Industrie und Venture Capitalists zusammenbringen, und bieten ihnen mit dem KPMG Smart Start Award dafür eine Plattform“, fasst Regionalvorstand Leitz zusammen.

Diese Expertenjury kürte die Gewinner

Mehr als 100 Startups hatten sich beworben. Ins Finale schafften es schließlich zehn ausgewählte Startups. Diese pitchten ihre Ideen vor einer hochkarätig besetzen Jury:

  • Stephan Tillack, CIO der Nord/LB
  • Fabian von Trotha, Geschäftsführer bei Dieter von Holtzbrinck Venture Capital
  • Dr. Philipp Rittershaus, Investment Manager beim High-Tech-Gründerfond
  • Stefan Imme, Head of M&A bei Volkswagen Financial Services AG
  • Michael Kiesewetter, Vorsitzender des Vorstands der NBank
  • Marc Junker, Honorardozent und Keynote-Speaker
  • Tim Dümichen, Partner Smart Start bei KPMG
  • Prof. Dr. Reza Asghari, der an der TU Braunschweig / Ostfalia Hochschule eine Professur für Entrepreneurship innehat
  • Florian Bernscheider, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Braunschweig

Die Jury vergab die Awards in drei Kategorien: Seed, Startup und Growth & Later Stage.

Saving Planet A will mit Virtual Reality den Klimawandel aufhalten

„Saving Planet A because there is no Planet B.“ Mit dieser Botschaft begeisterte Carina Mentrup in der Kategorie Seed die Jury. Im Rahmen ihrer Masterarbeit erforscht und entwickelt sie Virtual-Reality-Erlebnisse für die Umweltbildung. Damit möchte sie den Klimawandel verständlicher machen und ihn so Schülern näherbringen.

„Gerade in der Seed-Phase, in der die Unternehmen noch nach ihrem Markt suchen und noch kein fertiges Produkt haben, kommt es stark auf die Persönlichkeit des Gründers an. Bei Carina waren wir uns einig, dass sie zwar noch weit davon entfernt ist, ein Business-Modell zu haben, was Geld verdient – aber wir glauben einfach, dass diese junge Frau den Drive hat, um ihre Idee weiterzuentwickeln und auch wirklich umzusetzen“, erklärt Tim Dümichen, Partner bei KPMG und ebenfalls Jurymitglied.

Smavoo macht Logistik und Produktion intelligenter

„Wir machen Logistik und Produktion durch smarte Sensoren schlau.“ So bringt Nima Shafaghat, CEO von Smavoo, das Geschäftsmodell seines Startups auf den Punkt. Die Technologie zur Optimierung von Logistikprozessen in Produktionsstätten überzeugte nicht nur die Jury, die Smavoo zum Gewinner in der Kategorie Startup erklärte. Auf der CeBIT haben Nima und seine Mitgründer ihr Konzept bereits sowohl dem Wirtschaftsminister als auch dem Finanzminister des Landes Niedersachsen präsentiert und Kontakte zu potentiellen Kunden aus unterschiedlichen Bereichen und Ländern geknüpft. Sie stehen mit ihrem Startup kurz vor der Produktionsphase.

„Smavoo hat vor allem deshalb überzeugt, weil sie deutlich machen konnten: Es gibt ein Kundenproblem, und wir haben die Lösung“, fasst Tim Dümichen zusammen.

Startup auf Europa-Expansion: So überzeugte Konux die Jury

Noch einen Schritt weiter ist Andreas Kunze, der mit seinem Startup Konux von den Juroren zum Gewinner in der Kategorie Growth & Later Stage gekürt wurde. „Bei Konux verwenden wir Sensorikdaten aus der Industrie. Mithilfe smarter Algorithmen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, sagen wir unseren Kunden voraus, wann, wie und wo sie warten müssen“,  beschreibt Andreas das Geschäftsmodell. „Wir haben ein Problem in der Bahninfrastruktur entdeckt, nämlich, dass die Inspektions- und Wartungskosten recht hoch sind – und deshalb haben wir uns genau für dieses Problem eine Lösung überlegt. Wir haben den Produkt-Market-Fit gefunden, sind gut finanziert und befinden uns grad in der Europa-Expansion.“

Warum Niedersachsen das Zeug zum Silicon Germany hat

Die drei Gewinner-Startups erhielten als Preis Beratungsleitungen von KPMG in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. Von den zehn Finalisten kamen vier aus Niedersachsen – darüber freute sich Regionalvorstand Sven Olaf Leitz ganz besonders. „Die Metropolregion Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen, Osnabrück / Niedersachsen ist der aufstrebende Innovation Hub laut Deutschem Startup Monitor 2016.“

Hans-Werner Winterhoff, Partner bei KPMG und zuständig für Innovation & Strategic Growth Initiatives, ergänzt: „Mit dem Smart Start Award möchten wir dazu beitragen, dass sich Ökosysteme bilden und auch selber Teil dieses innovativen Systems sein. So wollen wir gemeinsam ein Silicon Germany entwickeln.“

Fintechs, aufgepasst! Der KPMG Smart Start Award geht in die zweite Runde

Dieser Award ist nur der Auftakt einer Reihe von nachhaltigen Awards, die KPMG etablieren möchte. Die nächste Preisverleihung ist schon geplant: Im November 2017 soll es einen Smart Start Award für Fintechs geben.

Hier gibt es alle wichtigen Informationen zum Award und weiteren Aktionen des KPMG Smart Start Awards.

 

Artikelbild: KPMG