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Das Labfolder-Gründerteam: Simon Bungers, Mathias Schäffner und Florian Hauer  (von links)

Labfolder bekommt sechsstellige Finanzierung

Sie wollen das „Evernote für Forscher“ bauen – und kennen den Wissenschaftleralltag selber bestens: Der Molekularbiologe Simon Bungers und der Biophysiker Florian Hauer (beide promoviert) sowie der Software-Architekt Mathias Schäffner haben sich Labfolder ausgedacht, ein Tool für die Dokumentation und Planung von Experimenten im Labor. Im Sommer 2012 sicherte sich das an der Freien Universität Berlin ausgegründete Startup eine erste Förderung durch das Exist-Gründerstipendium.

Nun folgen drei Beteiligungen mit einem insgesamt hohen sechsstelligen Betrag: von Vogel Ventures, dem Beteiligungsarm des Würzburgers Fachverlags Vogel Business Media, von der IBB Beteiligungsgesellschaft der landeseigenen Investitionsbank Berlin und von Business Angel Jan Bohl, der schon in SoundCloud und Simfy investiert hat.

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Mit dem frischen Kapital will Labfolder zunächst das Team aufstocken, von jetzt sechs auf zehn Mitarbeiter bis Ende des Jahres, 2014 sollen dann 15 Leute für das Unternehmen arbeiten. Und: Bis Jahresende will das Forscher-Startup marktreif sein. Die Beta-Version, seit Februar online, hat nach Unternehmensangaben derzeit 600 Nutzer. CEO Simon Bungers denkt allerdings schon in anderen Dimensionen: „Unser Ziel ist es, dass Labfolder für Millionen von Laborwissenschaftlern auf dieser Welt zu einem Tool wird, das sie in ihrer täglichen Arbeit unterstützt.“

Labfolder soll für einzelne Wissenschaftler und kleine Forschungsgruppen kostenlos bleiben, bei Erreichen der Marktreife will das Startup für Premiumfunktionen wie zusätzlichen Speicherplatz und mehr Gruppenmitglieder aber Geld verlangen.

Bild: Labfolder