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Das Labfolder-Gründerteam: Simon Bungers, Mathias Schäffner und Florian Hauer (von links)

Labfolder kooperiert mit Mendeley

Labfolder, das digitale Laborbuch aus Berlin, verbindet seine App mit dem Wissenschaftlernetzwerk Mendeley. Damit kann die auf Mendeley verwaltete wissenschaftliche Literatur direkt mit den bei Labfolder eingetragenen Forschungsdaten verknüpft werden.

„Nachvollziehbare Verbindungen zwischen Forschungsdaten und Publikationen sind ein wichtiger Schritt, um Forschung reproduzierbarer zu machen“, lässt sich Mendeley-CEO Victor Henning zitieren. Das soziale Netzwerk für Forscher wurde 2008 von Henning sowie Jan Reichelt und Paul Föckler gegründet und ist bis heute auf etwa drei Millionen Nutzer angewachsen. Im April 2013 übernahm der Wissenschaftsverlag Elsevier das Unternehmen mit Büros in London und New York – für einen Betrag, der zwischen 69 und 100 Millionen US-Dollar gelegen haben soll.

Eine ähnliche Kooperation wäre auch mit dem Berliner Mendeley-Konkurrenten ResearchGate möglich gewesen, gibt Labfolder-COO Florian Hauer zu. Für Mendeley habe man sich wegen der offenen Programmierschnittstelle entschieden. Weitere Kooperationen sollen aber folgen – auch mit ResearchGate, wo eine API ebenfalls in Planung ist: „Mendeley ist das erste Netzwerk, mit dem wir koopieren, aber es wird weder das einzige noch das letzte sein.“

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Labfolder ist eine Ausgründung der Freien Universität Berlin, 2013 erhielt das Startup eine hohe sechsstellige Finanzierung von Vogel Ventures, dem Beteiligungsarm des Würzburgers Fachverlags Vogel Business Media, von der landeseigenen IBB Beteiligungsgesellschaft und von Business Angel Jan Bohl.

Seit Mitte Februar 2014 gibt es Labfolder auch als App; seither seien die Zuwachsraten bei den Nutzern „stark gestiegen“, so Hauer. Momentan stehe man dennoch erst bei 1.500 Usern. Für das Startup arbeitet derzeit ein Team von neun Leuten, bis Jahresende sollen daraus etwa 15 werden.

Bild: Labfolder