Lamudi-Gründer Paul Philipp Hermann

Bis Ende 2016 will Lamudi, die Immobilienplattform von Rocket Internet, profitabel arbeiten – das kündigte Kian Moini, ein Mitgründer von Lamudi, im vergangenen Jahr an. Nun gibt es zum Jahresanfang noch einmal eine Finanzierung: Das Rocket-Venture erhält 31,4 Millionen US-Dollar (umgerechnet 29 Millionen Euro), wie das Unternehmen mitteilte.

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Die Plattform vermittelt Immobilien, mit einem Fokus auf Schwellen- und Entwicklungsländern. Darunter sind beispielsweise Pakistan, Bangladesch oder Myanmar, aber auch Mexiko. In Ländern wie Deutschland sieht das Unternehmen mit Playern wie ImmobilienScout24, dessen Muttergesellschaft kürzlich an die Börse ging, keinen Platz im Markt. „In entwickelten Industrieländern ist nur Platz für zwei oder drei Immobilienportale, mehr gibt der Markt nicht her“, erklärte Mitgründer Paul Philipp Hermann der Zeitung Welt im vergangenen Jahr.

Die jetzige Finanzierung kommt – laut TechCrunch – nicht allen Ländern zugute. Das Geschäft in Asien und Lateinamerika ist von dem in Afrika und dem Nahen Osten getrennt, die aktuelle Runde betrifft nur das Geschäft in Asien und Lateinamerika. Zu den Investoren gehört die Asia Pacific Internet Group, ein Joint-Venture von Rocket und dem Telekommunikationsanbieter Ooredoo, Holtzbrinck Ventures und Tengelmann Ventures.

Lamudi hatte schon vor einem Jahr 16 Millionen Euro von den drei Investoren bekommen. 2014 gab es fünf Millionen Euro von Tengelmann – in dem Jahr davor war das Rocket-Venture gestartet. Das Unternehmen hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben um 460 Prozent gesteigert. Jeden Monat sind laut Lamudi vier Millionen Besucher auf der Immobilienplattform, die Hälfte des Traffics kommt aus Mexiko und den Philippinen.

Bild: Lamudi