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Roman Kirsch: Nach Casacanda kommt Lesara

Lesara (www.lesara.de), schon alleine der startuptypische Fantasiename verrät einiges über das neue Startup von Roman Kirsch, bei dem man schnell an Schmuck, Premium oder Prozente denken muss. Das Zweitwerk des Casacanda-Gründers will ein Premium-Discounter für exklusive Damen- und Herrenmode, Schmuck und Haushaltsartikel sein. Dabei geht es nicht um Markenprodukte sondern -qualität – sprich, No-Brand-Produkte mit hoher Qualität. Jeden Tag ab 8 Uhr will die Webseite neue Produkte anbieten, die als Kernzielgruppe Frauen ab 35 Jahren adressiert.

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Wie unter anderem auch beim ähnlich klingendem Urbanara verzichtet Lesara dabei auf Zwischenhändler, um den Preis niedrig und die Marge hoch halten zu können. Mengenrabatte wie sie Tchibo und Co erhalten dürften dadurch dennoch niedriger ausfallen.

„Der Markt für qualitativ hochwertige No-Brand Produkte ist allein offline über 40 Milliarden Euro groß. Davon wird sich in den nächsten Jahren ein Großteil ins Internet verlagern. Und bei dieser Entwicklung wollen wir die Ersten sein, indem wir jetzt mit dem Premium-Discounter Lesara eine Marktlücke im E-Commerce erschließen“, erklärt Kirsch, der mit Lesarana nicht Online-Händlern, sondern Offline-Discountern wie Tchibo, Lidl, Butlers und Co Konkurrenz machen will.

Laut Informationen von Gründerszenes Schwester-Magazin beschäftigt Lesara derzeit etwa 20 Mitarbeiter, ein Teil davon wird von Ex-Fab-Leuten gestellt. Zudem soll Lesara bereits in Verhandlungen mit einem Offline-Investor stehen, der schon jetzt bei Produktabläufen behilflich ist.

Schneller als traditionelle Discounter

„Wir können mit unserer technisch-basierten Consumer Needs Analyse schon binnen weniger Tage auf aktuelle Konsumtrends reagieren und unser Sortiment entsprechend anpassen. Im traditionellen Discounter-Markt dauert dies mit einer durchschnittlichen Reaktionszeit von 9 bis 12 Monaten um ein Vielfaches länger.“

Kirsch gründete vor Lesara im Juli 2011 das Startup Casacanda und verkaufte es nach nur sieben Monaten im Februar 2012 an Fab.com. Kritiker sprachen unter anderem wegen des frühzeitigen Verkaufs, des geringen Verkaufspreises von zehn Millionen US-Dollar und einer möglichen fehlenden Anschlussfinanzierung – auf die laut Kirsch aber absichtlich wegen der Fab-Partnerschaft verzichet wurde – von einem ungünstigen Verkaufszeitpunkt.

Bild: Roman Kirsch