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Bild: Marvin Siefke / pixelio.de

„Passt wie Arsch auf Eimer“

Felix Petersen (Amen) und Conrad Fritzsch (Tape.tv)

Tape.tv-Gründer Conrad Fritzsch freut sich: Er übernimmt die Meinungsplattform Amen. Was das soll: Gründerszene hat mit den Beteiligten gesprochen.

Roland kommentiert: „Mit Ach und Krach wird bis zu einem Euro geflossen sein. Aus dem Jahresabschluss 2011 der tape.tv AG: Das Geschäftsjahr 2011 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von 2.956.518,91 € ab, zzgl. Verlustvortrag des Jahres 2010 in Höhe von 1.655.326,68 € ergibt sich somit ein Bilanzverlust von 4.611.845,59 €. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.873.356,65 € (!) Da haben sich ja zwei Geldverbrenner gefunden. Armer Ashton!

panique ergänzt: „Meine studentischen Nebenbei-Projekte sind bekannter und erfolgreicher als „Amen“, also wie kann man da bitte von „Übernahme“ sprechen ? Das sind doch keine ernstzunehmenden Nachrichten! Was würde gezahlt ? 10 Döner und ein DaWanda-Gutschein ?

Mit 1.000 Euro gründen – so geht’s

schuh-bootstrappingBootstrapping ist der Unternehmensaufbau ohne fremdes Kapital. Wie bewerkstelligt man als Gründer den Aufbau seines Startups mit weniger als 1.000 Euro?

Es kommentiert Scout: „Ohne fremdes Kapital zu starten ist ein super Ansatz – wenn die Firma erfolgreich ist gehören einem 100% im besten Fall selber. Was nützt Kapital wenn man dafür Anteile an seiner Geschäftsidee schon zu Beginn abtreten muss?“

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blaxx erwidert: „Was nutzt es, wenn man in der ersten Finanzierungsrunde merkt, dass man das Projekt nicht fortsetzen kann, weil die Finanzierung fehlt und man das Wachstum nicht alleine finanzieren kann und nur auf Grund der Kohle ein relativ erfolgreiches Prjekt aufgeben muss?! Das ist naemlich leider der Werdegang von sehr vielen Unternehmen, die ohne noetige Finanzierung bzw. Aussicht auf Nachfinanzierung starten.“

Michael meint: „Oft kommen die Bootstrapping-Gründungen weiter als die besser „gefundete“ Konkurrenz, weil sie von Anfang an den Fokus auf die wesentlichen Themen legen müssen. Echtes Wachstum funktioniert eben nicht über die Erhöhung des Marketingbudgets sondern hat vor allem etwas mit dem Produkt zu tun.“

Und von Lördchen kommt der Ratschlag: „Die hier beschriebenen Methoden sind alle zutreffend, der Artikel ist gut. Thorsten sollte aber einen zusätzlichen Artikel schreiben, in dem er die Seite des Teams beleuchtet. Denn die Start-Upler müssen auch Gehälter beziehen, ein Co-Working Space kostet auch einige Hundert € monatlich, viele SaaS sind kaum unter 50 € zu haben usw. Möchte man zudem direkt Umsätze machen, muss auch ein Unternehmen angemeldet werden, zumindet aber ein Gewerbe. Um nicht im Existenz-Stress zu ersticken ist es ratsam, mit dem Bootstrapping aus der Uni oder dem Angestelltenverhältnis heraus anzufangen. Denn es dauert immer länger als geplant und wenn dann das Ersparte zum Leben aufgeraucht ist, wird es unangenehm.“

Weitere Entlassungen bei DailyDeal

Fabian und Ferry HeilemannBeim Rabatt-Portal DailyDeal müssen weitere 30 Mitarbeiter gehen, zusätzlich werden Mitarbeiter bei anderen Portfoliounternehmen der Gruppe eingesetzt.

Axel Schoen kommentiert: „Die Zeit der Coupon-Anbieter ist vorbei.“

Maci antwortet: „Denke nicht, dass die Zeit der Coupon-Anbieter vorbei ist. Das Modell hat sich bewährt. Leider blasen sich Unternehmen zu sehr mit Mitarbeitern und Kosten auf. Größtes Problem sind jedoch die Partner von DailyDeal und Groupon. Dort müssen erstmal die Wogen geglättet werden und Vertrauen aufgebaut.“

Und Johann Q sagt: „Fabian hatte doch schon zum Zeitpunkt des Rückkaufs gesagt, dass man kein Wachstum erwartet. In sofern ist die Richtung doch bereits länger klar und diese Nachricht, insbesondere wenn man auch beobachtet was bei Groupon und LivingSocial passiert ist, keine Überraschung mehr. Was den Enthusiasmus und den Hype um das Thema angeht ist die Zeit ohnehin schon lange vorbei, aber das bedeutet nicht, dass man in diesem Bereich kein Geld mehr verdienen kann. Man muss nur, wie Maci es bereits angesprochen hat, lernen sehr effizient zu werden. (Würde es dagegen keine ausreichenden Umsätze mehr geben, dann würde es wahrscheinlich sehr schnell gehen…) Und daran versucht sich DailyDeal offensichtlich gerade. Ob ihnen das gelingt, ob Groupon das in Europa gelingt, oder ob es nur demjenigen gelingt der den längstem Atem hat wird sich noch zeigen.“

Home24 drängt auf den Schweizer Markt

Home24Der Samwer-Möbelversand Home24 will weiter wachsen und plant den Markteintritt in der Schweiz. Vom Ziel, Ikea abzuhängen, ist man jedoch noch weit entfernt.

Christian Paulus kommentiert auf Facebook: „Der Möbel-Zalando pumpt sich doch nur für den Exit auf. Ich hab dort schon bestellt und halte das Geschäftsmodell nicht für tragfähig. Die Transportkosten durch Retouren sind bei Möbeln enorm. Außerdem werden diese durch den Transport, teilweise durch DHL, auch noch beschädigt (was wohl der häufigste Retourengrund ist).

Welche Kommentare haben Euch in der vergangenen Woche gut gefallen?