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Bild: Marvin Siefke / pixelio.de

„Alle haben Gewinn gemacht.“

Thies Sander

Project A hat den Reifenhändler Tirendo an die Konkurrenz verkauft. Thies Sander, Gründer und Geschäftsführer des Company Builder über die Hintergründe.

Ein Gast kommentiert: „Es hiess doch vor ein paar Wochen durch Project A Ventures noch, dass man mit Tirendo auf die 100 Mio. Umsatzmarke zusteuert. Was sind denn dann die 50 Mio. für ein Verkaufs-Multiple? 0.5x Umsatz? Das gibt es sonst fast nirgendwo, erst recht nicht bei StartUps.“

Dirk findet: „Irgendwas stimmt bei der Sache nicht. Warum sollte die EMH ihre Anteile kurz vor einem angeblich so profitablen Deal so massiv senken? Da müssen denen ja Millionen Euro durch die Lappen gegangen sein. Darauf gibt Herr Sander leider keine konkreten Antworten. Ich glaube aus meiner kritischen externen Perspektive, dass da im Vorfeld hinter den Kulissen mehr abgelaufen ist, als hier zugegeben wird. Es bleiben eine Menge Zweifel und ein sehr fader Beigeschmack.“

Und Jerome rechnet vor: „Nur ‚Gewinn zu machen‘ reicht leider nicht. Der Return muss (Finance 101) auch dem dafür getragenen Risiko entsprechen! Falls wirklich eine Earnout-Klausel besteht (und das ist bei solchen Deals nicht unüblich), dürfte das den Return der Investoren massiv beeinträchtigen. Der IRR sinkt dadurch signifikant, da es einen großen Unterschied macht, ob man bspw. einen 1.5x Cash-on-Cash Multiple über 2 Jahre (22.47% IRR) oder über 4 Jahre (10.67% IRR) erzielt. Zusätzlich sind noch die Opportunitätskosten zu berücksichtigen, da das vereinbarte Geld von den Investoren in der Earnout-Zeit nicht anderweitig angelegt werden kann. Angenommen man kann das nach 2 Jahren verfügbare Geld am Markt für 10% anlegen, so ist der Return im Falle eines Earnouts auf den Tag des Exits zurückzudiskontieren. Im obigen Beispiel ergibt sich so nur noch ein 4-Jahres IRR von 5.52% (bei Exit nach 2 Jahren und 2 Jahren Earnout-Klausel), was wohl kaum über der Performance von wesentlich (!) risikoärmeren Blue-Chip Aktien liegen dürfte.“

Die Ich-bin-gut-angekommen-App

Noch ein soziales Netzwerk? Wer braucht das? Die Familie, sagen die Gründer der Social-Network-App Familonet. Dafür gibt es ein sechsstelliges Seed-Investment.

Martin findet: „Wenn in Amerika 34 Mio User die App nutzen und in Frankreich auch zigtausend, dann kann die Idee nicht so schlecht sein. Kommt jetzt wohl auf die Zuverlässigkeit des Produktes, sowie gutes Marketing an. Wünsche den Jungs viel Erfolg. Ich jedenfalls würde auch hier investieren…“

Alexander Kircheis kommentiert auf Facebook: „Seltsame Idee… ich dachte in einer Familie ruft man sich mal an und sitzt Abends gemeinsam an einem Tisch… wahrscheinlich stellen sich die Macher das dann so vor, dass die Familienmitglieder sich über diese App zum Abendessen terminieren…“

Michele Valente kritisert ebenda: „Es ist ne Schande für was alles heute gleich viel Geld locker gemacht wird. Wissend, dass in den nächsten Jahren doch eh die Social Network Blase platzen wird. Genauso toll wie irgendwelche Apps die einem die Einkaufsliste oder andere Dinge die eigentlich kaum Leute interessieren könnte, ins Netz stellen lassen…nicht alles muss ins Web, aber solange es genügend naive Leute gibt, haben die eben leider Recht.“

Berliner Volksbank beteiligt sich an Bergfürst

Bergfürst TeamDie Crowdfunding-Plattform Bergfürst erhält einen strategischen Partner: die Berliner Volksbank. Aber wie passen die beiden zusammen?

Felix Schaal analysiert: „Die Frage, wie ein vernünftiger EXIT für eine Crowdfunding-Plattform zu realisieren ist, ist leicht zu beantworten: Einen Käufer finden, für den die entsprechenden Userdaten interessant sind. Das sind selbstverständlich Unternehmen aus dem Finanzsektor. Die hier gesammelten Daten, Umsätze, Investitionsvolumina etc. von Privatinvestoren sind aus logischen Gesichtspunkten für Banken und andere Kreditinstitute ausgesprochen wertvoll. Entsprechend steigt der Wert eines User-Datensatzes und bei einer entsprechend großen Userbase auch der Unternehmenswert. Crowdfunding-Plattformen wie Bergfürst haben entsprechend ein höheres EXIT-Potential als Companisto, da die Investitionsvolumina der Mikroinvestoren mit den 5€-Beteiligungen geringer sind – somit sind diese auch für Finanzdienstleister wesentlich weniger interessant. Gerade heutzutage gehen Banken und Versicherungen die Mechanismen zur Neukundengewinnung aus, da macht eine entsprechende Akquisition Sinn.“

Rewe-Investment für Home24

rewe home24Rewe steigt bei Home24, dem Online-Möbelhaus von Rocket Internet ein. Es ist Rewes erster Zukauf seit im Mai die Online-Strategie vorgestellt wurde.

Nutzer exhomie glaubt: „Wenn Supermärkte in Möbel-Startups investieren. Wenn man auf fahrende Züge aufspringen will sollte man vielleicht einen nehmen, von dem man Ahnung hat. Möbel sind so ziemlich das komplizierteste was du im E-Commerce machen kannst und Home24 beweist alle halbe Jahre bravourös wie man sich mit Expansion, Logistik, Mitarbeiterplanung, Retouren, Kundenvertrauen,…mal so richtig in die Nesseln setzen kann.“

 

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