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Nach drei Tagen voller Programm und Internetverrückter verabschiedete sich am 9. Dezember die LeWeb 2011 in Paris. Für Highlights sorgten am Freitag die charismatischen Speaker Sean Parker von Founders Fund (www.foundersfund.com) und SoundCloud-(www.soundcloud.com)-CEO Alexander Ljung sowie das Finale der Startup Competition. HeyCrowd (www.heycrowd.com), Babelverse (www.babelverse.com) und Beintoo (www.beintoo.com) schafften es unter die letzten drei – gewinnen konnte jedoch nur ein Startup. Und so errang am Ende der größten Internetkonferenz Europas Erfolgswahrscheinlichkeit den Sieg vor Innovation.

Speaker-Highlights: Sean Parker und Alexander Ljung

Für Höhepunkte bei den LeWeb-Rednern sorgte am Freitag unter anderem Sean Parker. Der charismatische Mitbegründer von Napster (www.napster.de), Berater der Facebook Inc. und Managing Partner beim kalifornischen VC Founders Fund äußerte sich beispielsweise zum Thema Scheitern, zur Beziehung zwischen Facebook und Spotify (www.spotify.com) sowie zur Gesundung der Musikindustrie, die notwendig sei, „damit gute Musik wieder Gehör findet.“

Beim Thema Musik übernahm später SoundCloud-CEO und -Gründer Alexander Ljung, der eine Präsentation ablieferte, auf die Redner Carmine Gallo vom Vortag stolz gewesen wäre: wenige, dafür aussagekräftige Folien, ein Über-die-Bühne-Schreiten in Steve-Jobs-Manier, ruhige Worte und eine klare Aussage: „Ton wird größer sein als Video.“ Diese belegte er, mit niedlichem schwedischen Akzent, an einigen Argumenten – unter anderem sei Musik eines der wenigen Dinge, die parallel zu anderen rezipiert werden könnten, wodurch Menschen im Alltag bis zu viermal mehr Musik als Video konsumierten. Zudem plädierte er für mehr Vielfalt im „Musikwald“.

LeWeb: Beintoo besiegt HeyCrowd und Babelverse

Das Finale der Startup Competition bildete nicht nur den Abschluss des Tages, sondern auch den der dreitägigen Topkonferenz. An den ersten beiden Tagen der LeWeb hatten sich die 16 ausgewählten Startups bereits der Jury vorgestellt, die drei Finalisten erklärten ihr Konzept dann nochmals auf der großen Bühne. Die sechsköpfige internationale Jury, darunter Deutschlands Top-Entrepreneur Lukasz Gadowski, entschied sich nach einiger Bedenkzeit und hitzigen Verhandlungen für das in Mailand ansässige Startup Beintoo.

Zweitplatzierter wurde das französiche HeyCrowd, der Anbieter einer Frage-Antwort-App, die mit Abstimmungen zu Themen wie „Was ist der beste Angry bird?“ sowie der Aussage „süchtig machender als Kokain“ relativ stark an das Konzept eines Berliner Hipster-Startups erinnert. Die Chilenen von Babelverse gewannen mit der Idee ihrer Echtzeit-Dolmetsch-App den dritten Preis. Das Gamification-Konzept des Gewinners Beintoo klang weniger innovativ, dafür am Erfolg versprechendsten – CEO Antonio Tomarchio erklärt die Geschäftsidee Beintoos:

http://youtu.be/SkX4Et1vOQY

Was wir uns von der nächsten LeWeb wünschen: genauso viele gute Redner, genauso gutes Essen, besseres Wetter, mehr Taxen, mehr Platz und besseres Licht im Plenarsaal, und, ganz wichtig: bitte nicht ganz so viel Programm parallel, wir verpassen so ungern etwas. ;-)