Das Management von Food Express: Benjamin Pochhammer, Tom Krause und Max von Waldenfels (von links)

Paukenschlag im deutschen Liefermarkt: Das insolvente Startup Food Express wird von Lieferando übernommen. Laut Ankündigung operiert das Unternehmen künftig unter dem Namen Lieferando Express. Zu dem Kaufpreis machte Lieferando keine Angaben. Nähere Einzelheiten waren am Montagabend nicht bekannt.

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Im November hatte Food Express überraschend Insolvenz angemeldet. Der Grund: Delivery Hero, der größte Gesellschafter, hatte beschlossen, kein weiteres Geld in das Unternehmen zu pumpen. Das stark wachsende Food Express benötigte dieses Geld allerdings dringend. 30 Prozent pro Monat sei das Unternehmen, das Gerichte von Restaurants ohne eigenen Lieferservice ausliefert, in den Monaten zuvor gewachsen, sagte Food-Express-Mitgründer Max von Waldenfels im November gegenüber Gründerszene. 90 Mitarbeiter und 1.300 Fahrer hatten vor der Insolvenz für die Firma gearbeitet.

Delivery Hero hingegen sagte damals auf Anfrage von Gründerszene, dass man sich vertragskonform dazu entschieden habe, nicht weiter zu investieren. „Unsere Beteiligung liegt bei 27,7 Prozent. Dies alleine hat eine Aussagekraft bezüglich unseres Einflusses“, teilte der Lieferdienstvermittler mit. Meilensteine seien nicht erreicht worden. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen allerdings an einem eigenen Lieferdienst: Valk Fleet.

Die Insolvenzanmeldung hatte schwere Folgen für Food Express: 300 Fahrer und 30 Mitarbeiter mussten gehen, schrieb die Berliner Zeitung. Das Insolvenzverfahren musste eröffnet werden. Gründer Max von Waldenfels betont heute, sie hätten dies nach einer abgelaufenen Frist getan, um den „operativen Betrieb“ aufrecht zu erhalten.

Ab jetzt konkurrieren die Lieferando-Mutter Takeaway und Delivery Hero also auch noch bei den Lieferdiensten miteinander.

Bild: Food Express