Lieferheld-Mitgründer Claude Ritter

Lieferheld-Mitgründer Claude Ritter

Delivery Hero: CPO und CDO wechseln zu Book A Tiger

Die Lieferheld-Mitgründer Claude Ritter und Nikita Fahrenholz verlassen das Unternehmen. Wer ihre Nachfolge als Chief Product Officer (CPO) respektive Chief Development Officer (CDO) bei der Mutter Delivery Hero übernehmen soll, wollte das Unternehmen nicht kommentieren.

nikita_fahrenholz

Nikita Fahrenholz

Sofort verliert Delivery Hero seine Manager aber nicht. „Es gibt noch einige Sachen zu erledigen. In den nächsten drei bis vier Monaten werde ich dann als Full-time-CPO ausscheiden“, erklärt Claude Ritter gegenüber Gründerszene. Für ihn habe die Überlegung angestanden, ob er sich weiterhin auf den Lieferdienst-Vermittler fokussiere, oder noch einmal etwas Neues starte. Letztendlich habe er sich für Letzteres entschieden, auch weil er seinen Mehrwert beim Tagesgeschäft als nicht mehr so groß einschätze. Die Startup-Frühphase entspreche eher seinem Skill-set.

„Wenn noch einmal Ikea-Tische aufbauen, dann jetzt“, sagt Ritter. Vor kurzem wurde bekannt, dass Ritter und Fahrenholz hinter einem neu gestarteten Projekt stehen: Die Putzkraftvermittlung Book A Tiger will sich in dem derzeit regelrecht explodierenden Segment gegen ebenfalls gerade erst gestartete Anbieter wie Rocket Internets Helpling, CleanAgents oder Homejoy durchsetzen. Das Team von Book A Tiger setze sich zu großen Teilen aus ehemaligen Delivery-Hero-Mitarbeitern zusammen. Auch erstes Kapital soll die Online-Putzkraftvermittlung bald bekommen: „Wir schließen gerade eine Friends&Family-Finanzierungsrunde ab“, so Ritter.

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Der Berliner Lieferdienstvermittler hatte derweil gestern eine Finanzierungsrunde über 85 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Es ist bereits die zweite in diesem Jahr, erst im Januar hatte das von Niklas Östberg geführte Unternehmen 88 Millionen US-Dollar an frischem Kapital aufgenommen. Mit dem neuen Geld will sich das Unternehmen gegen den wachsenden Wettbewerb im Heimatmarkt, in dem nach eigenen Angaben 25 Prozent der Umsätze generiert werden, wappnen: Vor wenigen Tagen erst hatte Takeaway.com, das hierzulande als Lieferservice.de aktiv ist, den hiesigen Wettbewerber Lieferando übernommen.

Bilder: Google+/Claude Ritter, Delivery Hero