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Gründer Johannes Jacubeit

Ein Jahr nach der letzten Finanzierungsrunde bekommt die Health-App LifeTime erneut Geld. Eine Million Euro stecken das Medizinunternehmen Thieme sowie der High-Tech Gründerfonds in das Hamburger Jungunternehmen. Auch einige Business Angels beteiligen sich. Bei der Finanzspritze handelt es sich um ein Wandeldarlehen, sagt Gründer Johannes Jacubeit gegenüber Gründerszene. Es sei Teil einer größeren Runde, bei der LifeTime weiteres Kapital einsammeln wolle.

Die Unternehmensgruppe Thieme, die unter anderem Fachliteratur für die Medizinbranche publiziert, will mit dem Investment ihr digitales Portfolio erweitern. Thieme werde in Zukunft Inhalte für die LifeTime-App liefern, die sich mit der Digitalisierung von Patientenakten befasst, heißt es vom Startup. So könnten etwa von Thieme hergestellte Anamnesebögen in der App genutzt werden oder relevante Artikel über den gesundheitlichen Zustand eines App-Nutzers ausgespielt werden. Habe eine Patientin beispielsweise angegeben, dass sie schwanger sei, könne sie passende Texte zu lesen bekommen.

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Mit der LifeTime-App können persönliche Gesundheitsinformationen wie ärztliche Befunde, Röntgenbilder oder Listen mit verschriebenen Medikamenten auf das Smartphone der Patienten übertragen werden. Die Informationen werden über eine spezielle Hardware importiert, die in Arztpraxen oder Krankenhäusern ausliegt (siehe Bild unten). Per Bluetooth oder WLAN können Patienten die Daten auf ihr Smartphone ziehen, um sie beispielsweise für weitere Behandlungen parat zu haben. Die App ist verschlüsselt und laut Homepage des Startups nur über einen persönlichen Fingerabdruck oder Zahlencode zu bedienen.

Im Mai 2016 brachte Jacubeit gemeinsam mit seinem Mitgründer Matthias Lau die App und die Hardware auf den Markt. Eigenen Angaben zufolge benutzen 140 Hamburger Ärzte die Produkte. Das Duo gründete die Connected-health.eu GmbH, die hinter LifeTime steht, im Jahr 2014.

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Bild: Lifetime