Konstantin Guericke LinkedIn

Es sind immer wieder die selben Fragen. Oft die selben Fehler, die Startups machen. Konstantin Guericke wird gerne gefragt, was man als Entrepreneur beachten sollte. Welche Fallstricke lauern. Wie man aus einer Geschäftsidee, ein gut laufendes Unternehmen macht.

Guericke besitzt einen reichhaltigen Erfahrungsschatz, ist im Silicon Valley bestens vernetzt und hat auf die meisten Fragen junger Gründer eine Antwort. Er ist Mitgründer des amerikanischen Business-Netzwerks LinkedIn. Außerdem ist er Mentor an der Stanford University, sitzt in mehreren Vorständen und Beiräten von Technologieunternehmen und ist Partner des Berliner Tech-Fonds Earlybird.

Wir haben uns mit Konstantin Guericke in unserer Redaktion getroffen und zu den wichtigsten Startup-Themen und -Fragen Videointerviews geführt. In den kommenden Wochen werden wir diese Interviews veröffentlichen. In jeder Folge geht es um vier oder fünf Schwerpunkte. Zum Start unserer kleinen Serie äußert sich Guericke zu den Themen Idee, Wettbewerb, Optimismus und Team.

1. Ideen

Man muss nicht immer eine völlig neue, weltbewegende Idee haben, um ein Startup erfolgreich zu launchen, glaubt Guericke. Oft werden die Kopien einer Idee viel erfolgreicher als das Original. Viel wichtiger für den Erfolg ist laut Guericke das Timing. Die Idee kann noch so gut sein, sie wird scheitern, wenn der Zeitpunkt für das Geschäftsmodell nicht richtig gewählt ist.

2. Wettbewerber

Man sollte nicht dauernd auf seinen Wettbewerber schauen, sagt Konstantin Guericke. Wichtig sei nur, zu beobachten, ob die Konkurrenz offensichtliche Fehler macht, die man selber dann von vornherein vermeiden könnte.

Anzeige
3. Optimismus

Optimismus ist für junge Gründer wichtig, so Guericke Aber man dürfe sich in der Gründungsphase auch nichts vormachen. Wenn man sich seiner Sache nicht so richtig sicher sei, wird das eigene Unternehmen scheitern.

4. Team

Es ist wichtig, einen Techniker mit an Bord zu haben. Techniker sehen Möglichkeiten, die man als Manager nicht wahrnehmen kann. Außerdem beteiligen die meisten erfolgreichen Startups in den USA ihre Mitarbieter mit Firmenanteilen am Erfolg des Unternehmens. Das sei wichtig, weil ein erfolgreiches Startup Menschen im Team brauche, die mehr als nur „Mitarbeiter“ sind.

Bild: Michael Berger; Video: Georg Räth