Auch wenn der Deal mit den Löwen doch nicht zustande kam, kann sich Locca über eine Finanzierung freuen.

„Die Löwen wollten sich das nicht erklären lassen“

Im September flimmerte die vierte Folge der Vox-Show Die Höhle der Löwen über die heimischen Bildschirme. Unter anderem stellte sich Locca der Investoren-Jury. Das Wiener Unternehmen baut kleine Ortungsgeräte, mit denen sich beispielsweise Hunde oder Kinder per GPS lokalisieren lassen. Locca-Gründer Julian Breitenecker forderte damals 350.000 Euro für 7 Prozent der Unternehmensanteile. Nach einigem Hin und Her stimmte Breitenecker schließlich zu, Frank Thelen, Jochen Schweizer und Vural Öger für den selben Betrag 14 Prozent der Anteile zu überlassen.

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Der Deal platzte jedoch in der anschließenden Prüfungsphase. Im Interview mit Gründerszene berichtete Breitenecker, die Löwen hätten die Verhandlungen abgebrochen, da aus Sicht der Investoren nicht eindeutig geklärt gewesen sei, wo die Rechte für den gesamten Quellcode für das Betriebssystem von Locca lägen.

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Wie das Startup jetzt verkündet, hat sich mit der Nolta GmbH aber ein anderer Investor gefunden. Der war durch die Sendung auf Locca aufmerksam geworden. „Nolta hat sofort verstanden, um was es bei uns ging“, saht Breitenecker. „Sie sind sogleich zu uns nach Österreich gekommen, haben sich interessiert und eingehend mit der Thematik befasst. Der Funke sprang über und binnen zwei Wochen hatten wir den Deal abgeschlossen.“

Und zwar einen vorteilhafteren Deal, als es ihn mit den Löwen gegeben hätte: „Die Nolta GmbH ist zur doppelten Unternehmensbewertung als die Löwen bei Locca eingestiegen“, so Breitenecker gegenüber Gründerszene. Also den ursprünglichen Konditionen – was einer Bewertung von fünf Millionen Euro entspricht. Zudem habe Nolta eine etwas höhere Summe als die von den Löwen versprochenen 350.000 Euro investiert. Wie hoch der Betrag konkret ist, will Breitenecker jedoch nicht verraten.

Nach Angaben des Wiener Startups wolle Nolta künftig die Technologie von Locca in ihren Produkten einbauen. Die Sache mit dem Quellcode sei dabei kein Hindernis für den neuen Investor gewesen und von den Anwälten geprüft worden. „Es war auch niemals ein Problem – die Löwen wollten sich das aber nicht erklären lassen“, so Breitenecker.

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