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Produktionsgigant Foxconn: In China in Verruf geraten

Lock8 lässt Schlösser von Foxconn in Mexiko bauen

Die schlauen Fahrradschlösser des Hardware-Startups Lock8 werden von einem der größten und berüchtigtsten Elektronikfabrikanten der Welt gefertigt: Apple-Zulieferer Foxconn wird das Schloss in Mexiko zusammenbauen. Ab April gehe die Lock8-Fertigungsstraße in einem Werk in Chihuahua in den Testbetrieb, so CEO Franz Salzmann. Im Mai will das deutsch-britische Startup die ersten Schlösser ausliefern können.

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Der aus Taiwan stammende Elektronik-Konzern Foxconn ist vor allem als Zulieferer für Apple-Hardware bekannt. Aber auch Dell, Microsoft, Cisco, Google und Blackberry lassen bei Foxconn produzieren. In der Vergangenheit war das Unternehmen wegen unhaltbarer Arbeitsbedingungen massiv in die Kritik geraten.

Dagegen ist man bei Lock8 ausgesprochen stolz, den Elektronikgiganten als Geschäftspartner gewonnen zu haben. Es sei „nicht selbstverständlich, dass Foxconn überhaupt mit einem Startup spricht“, sagt Salzmann. CTO Daniel Zajarias-Fainsod ergänzt: „Dieser Schritt ist einzigartig. Foxconn geht üblicherweise keine Partnerschaften mit jungen Firmen ein.“

Lock8 habe sich bewusst gegen eine Fertigung in einem chinesischen Werk entschieden, erklärt Salzmann. „Wir haben die Fabrik in Mexiko besichtigt, die könnte so auch in Europa stehen.“ Dazu kommt: Der Export der Schlösser aus Mexiko ist vergleichsweise unkompliziert – mit EU und USA bestehen Freihandelsabkommen, die US-amerikanischen Grenze ist nur dreieinhalb Stunden entfernt.

Das Hardware-Startup wurde von Salzmann und seinem Mitgründer Zajarias-Fainsod 2012 in England initiiert, im Herbst 2013 launchte Lock8 eine Kickstarter-Kampagne, über die 60.000 Britische Pfund zusammenkamen. Im November erklärte Franz Salzmann sein Schloss im Video-Interview mit Gründerszene:

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von mwiththeat