Mittlerweile zählt bei Fußballern nicht mehr nur die Vitalität – sondern auch die Viralität. Über Facebook, Instagram und Youtube lassen sie Millionen Fans an ihrem mehr oder weniger spannenden Alltag teilhaben – vom Papst-Besuch bis hin zum Kuchen backen.

Auf solche Effekte setzen Startups schon länger. Beispielsweise Fanmiles arbeitet mit Mario Götze zusammen, Jürgen Klopp hat in ein Fußball-Startup investiert. Und auch Trainerstar.de glaubte an die virale Kraft eines Fußballers. Einer Legende sogar: Lothar „Loddar“ Matthäus.

Der Oldie gab sein Gesicht für die Crowdinvesting-Kampagne des Startups her. Zuvor hatte er sich bereits mit zehn Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Auf der Plattform Fundernation wollte Trainerstar eine Geldsumme von 80.000 bis 320.000 Euro einsammeln.

In einem Interview gab sich Gründer Kim Neidenberger noch richtig stolz:

„Lothar Matthäus stellt […] sein Know-how und seine Person zur Verfügung. Wir haben tolle Möglichkeiten mit ihm an Bord, da er nicht einfach nur Testimonial ist, sondern Gesellschafter, unser Gesicht […]. Wir freuen uns auf seine Unterstützung.“

Die Plattform bietet Trainern ein Angebot an Trainingsübungen und Fitness-Beratung. Zielgruppe sind Fußballtrainer aus dem Jugend- und Amateurbereich.

Richtig zünden wollte der Altstar als Testimonial nicht. Bis zum Ende der Crowdinvesting-Kampagne kamen lediglich 3.300 Euro zusammen, ein Prozent der Maximalsumme. Die virale Anziehungskraft von Matthäus war offensichtlich nicht groß genug. Ein „Meet & Greet“ hätte es bei einer Investition über 20.000 Euro dazu gegeben – doch niemand wollte zuschlagen.

Woran es gelegen hat? Trainerstar-Gründer Kim Neidenberger war am Dienstagnachmittag kurzfristig nicht erreichbar. Ein Grund mag aber Matthäus‘ Zurückhaltung in sozialen Netzwerken sein. Bei Instagram hat der 54-Jährige bisher nur zwei Bilder geteilt. Auf Facebook gefällt seine Seite gerade einmal 140.000 Fans. Zum Vergleich: Mario Götze hat mehr als zehn Millionen Facebook-Anhänger.

Bei Twitter hat sich Matthäus sogar gerade erst angemeldet. Gestern.

Promis, die in Startups investieren

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Ashton Kutcher ist DER Star-Investor unter den Celebritys. Mit seiner Rolle in Two and a Half Men gilt er als der bestbezahlte Sitcom-Darsteller (700.000 US-Dollar pro Episode). Seine Millionen investierte er schon in Airbnb, Skype, Spotify, Uber, Flipboard oder Fab – und in die gescheiterten deutschen Startups Amen und Gidsy. Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von TechCrunch

Bild: Trainerstar