Made in Berlin: Vier Folgen sind schon im Kasten

Das wurde auch langsam Zeit! Lange hat sich der sonst etwas biedere Berliner Sender RBB* kaum um die Berliner Startup-Szene gekümmert, jetzt endlich gibt es ein Format, das einige der spannenden Konzepte aus der Hauptstadt vorstellt. „Made in Berlin“ startet heute Abend um 22:45 Uhr mit der ersten Folge. Vier Folgen sind schon im Kasten, die jeweils knapp 30 Minuten dauern, und in den kommenden Wochen immer Mittwochabends ausgestrahlt werden.

Worum geht’s?

In jeder Folge werden drei Startups vorgestellt. Mit dabei: Das Schlüssel-Startup Kiwi.ki, das in diesem Jahr auch mit dem Newcomer Award von Gründerszene ausgezeichnet wurde, das Kaffee-Startup Bonaverde, das DIY-Startup Makerist oder der Parfüm-Shop MyParfum.

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In der ersten Folge ist Moderator Chris Guse zu Besuch beim Musik-Startup Flowkey, das eine Software für den einfachen Klavier-Unterricht anbietet. Anschließend wird das von der Humboldt Universität unterstützte Biotech-Startup Nextplant, das winterfeste Orchideen entwickelt, vorgestellt. Zum Schluss besucht Guse noch Gründer Dirk Fehse, der über PaulCamper Campingbusse vermietet.

Ist die Sendung sehenswert?

Gründerszene konnte bisher nur die erste Folge anschauen. Eines sei vorweg gesagt: Es handelt sich nicht immer um digitale Startups. Vermutlich auch, weil sich solche nur schlecht bebildern lassen. Die Sendung ist außerdem eher für Startup-Anfänger konzipiert. So werden Erklärungen zu Begriffen wie „Venture Capital“ eingeblendet. Teilweise erinnert das Format etwas an „Die Sendung mit der Maus“ – für erwachsene Startup-Interessierte.

Die Sendung ist aber durchaus unterhaltsam, weil der Zuschauer die Gründer, ihre Büros und die Konzepte dahinter sieht und hört. Der Moderator fragt schnell und frech und die vorgestellten Konzepte sind spannend. Zumindest einmal kurz reinzappen lohnt sich also. Gerade diejenigen, die viel Ahnung von der Berliner Startup-Szene haben, sollten aber nicht zu viel erwarten. Es ist immer noch das massenkompatible Format eines öffentlich-rechtlichen Senders.

*Der regionale Sender RBB kann in Berlin und Brandenburg oder deutschlandweit über digitales Kabel-Fernsehen empfangen werden. Alternativ können Zuschauer die Sendung im Livestream verfolgen oder ab dem Folgetag in der Mediathek gucken.

Bild: Screenshot Rbb