Wir alle wollten Menschen schon einmal dazu bringen, uns zu mögen, uns Recht zu geben oder etwas von uns zu kaufen. Bisher haben wir das einfach nur mit Nettigkeit oder guten Argumenten probiert. Es geht aber auch anders. Mit diesen elf – manchmal etwas gemeinen – Tricks könnt ihr andere systematisch beeinflussen — wenn ihr das denn wollt.

Und vielleicht sogar noch wichtiger: Ihr erkennt, wann jemand anderes versucht, euch zu beinflussen. Zum Beispiel im Büro, beim Shopping oder auch in der Beziehung.

Verkauft Ladenhüter mit einem Köder

Folgendes Szenario: Ihr habt zwei Produkte im Angebot, von denen sich das Teurere schlechter verkauft. Ein drittes Produkt kann dann helfen.

Seine einzige Aufgabe ist es, das „teure“ Produkt verlockender aussehen zu lassen. Dazu sollte der Köder den gleichen Preis haben wie der Ladenhüter, allerdings weniger nützlich sein.

Verhandelt in der richtigen Umgebung

Verhandeln solltet ihr lieber in einem Café als in einem Konferenzraum — euer Gegenüber ist dann weniger aggressiv.

Menschen denken in einer entspannten Atmosphäre weniger an ihren eigenen Vorteil als in einem Arbeitsumfeld.

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Helft jemanden bei seinen Zielen, wenn ihr selbst einen Gefallen braucht

Einen Gefallen getan zu bekommen, ist ganz einfach.

Gebt einer Person etwas, was sie braucht, und schon hat sie das Bedürfnis, sich zu revanchieren. Wenn sie sich bei euch für eure Hilfe bedankt, sagt einfach: „Kein Problem, dafür sind Kollegen da“.

Spiegelt die Körpersprache eures Gegenübers, damit er euch mag

Wenn ihr auf geschickte Weise die Mimik und Gestik des Gegenübers nachahmt, kann dass dazu führen, dass die Person euch mag.

Das Beste daran: Der andere bemerkt höchstwahrscheinlich noch nicht einmal, dass ihr ihn spiegelt.

Sprecht schnell, um Recht zu bekommen

Wenn jemand nicht eurer Meinung ist, solltet ihr besser schneller sprechen. Dann hat er weniger Zeit, euch zu folgen.

Wenn der Gesprächspartner auf eurer Seite ist, solltet ihr hingegen langsamer sprechen, damit er eure Aussagen nachvollziehen kann.

Verwirrt Menschen, damit sie eurer Bitte nachgeben

Statt beispielsweise jemandem zu sagen, dass drei Kinokarten 18 Euro kosten, sagt ihnen, drei Karten kosten günstige 1.800 Cent.

Die meisten Menschen werden von der ungewohnten Preisangabe verwirrt sein und das Angebot einfach akzeptieren.

Bittet andere um einen Gefallen, wenn sie erschöpft sind

Fragt Personen um Hilfe, wenn sie ausgelaugt sind. Dann fehlt ihnen die Kraft, eure Bitte infrage zu stellen.

Hängt ein Bild von Augen auf, damit sich die anderen gut benehmen

Ein Bild von einem Augenpaar gibt Menschen das Gefühl, beobachtet zu werden.

Andere werden eher aufräumen oder geliehene Dinge zurückbringen, wenn sie meinen, von den Augen kontrolliert zu werden.

Benutzt Substantive statt Verben, wenn ihr Menschen ändern wollt

Wenn ihr andere mit einem Substantiv beschreibt, gebt ihr ihnen das Gefühl, zu einer bestimmten Gruppe zu gehören.

Fragt beispielsweise eher „Wie wichtig ist es für dich, ein Wähler zu sein?“ anstatt „Wie wichtig ist es dir, zu wählen?“.

Macht anderen zuerst Angst, damit eure Bitte erfüllt wird

Menschen, die zunächst Angst und dann Erleichterung erfahren, reagieren meistens einwilligend auf Bitten.

Das liegt daran, dass sie damit beschäftigt sind, über die gerade entgangene Gefahr nachzudenken.

Betont, was euer Gegenüber gewinnt

Während einer Verhandlung solltet ihr betonen, was der andere bekommen wird, nicht was er verlieren wird.

Wenn ihr zum Beispiel versucht ein Auto zu verkaufen, solltet ihr sagen: „Ich gebe dir mein Auto für 1.000 Euro“ anstatt „Ich will 1.000 Euro für mein Auto“.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Business Insider Deutschland.

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Bild: Getty Images/Seb Oliver