Wer Mark Zuckerberg schon immer etwas ins Gesicht sagen wollte, bekommt dazu bald die Gelegenheit: Der Facebook-Gründer kommt in wenigen Wochen nach Berlin und stellt sich dort einer öffentlichen Fragerunde. Solche Townhall-Events, für die sich Interessierte hier vormerken lassen können, hält Zuckerberg immer wieder auf der ganzen Welt ab. Zuletzt war das im Herbst in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi der Fall.

Update, 15. Februar: Jetzt steht der Termin fest – am 26. Februar wird Facebook das Townhall-Event in Berlin veranstalten. Das kündigte Gründer Mark Zuckerberg in einem Post am Montagmorgen an. Auf Englisch und Deutsch erklärte Zuckerberg, bei dem Event gehe es darum, „zu hören, wie wir Facebook noch besser machen können“. Er werde „Fragen von unserer Community in Deutschland und weltweit beantworten“. Am Vortag wird der Facebook-CEO übrigens noch einen weiteren Termin in der deutschen Hauptstadt wahrnehmen: Der Axel-Springer-Verlag wird Zuckerberg den neu geschaffenen Axel-Springer-Award verleihen, mit dem in Zukunft „herausragende Unternehmerpersönlichkeiten“ ausgezeichnet werden sollen.

Die erste Version des Artikels erschien am 25. Januar 2016.

Ende Februar oder Anfang März werde er in die deutsche Hauptstadt reisen, kündigte der Facebook-CEO in einem Post an. Zuvor wird er den Mobile World Congress in Barcelona besuchen. Berlin sei „eine meiner Lieblingsstädte weltweit“, so Zuckerberg. Mehr als 27 Millionen Nutzer habe das soziale Netzwerk in Deutschland (diese Zahl kommuniziert Facebook übrigens schon seit 2014) – und es sei „inspirierend, einem Land zu dienen, dass während meiner Lebenszeit zeigte, wie die Kraft einer Gemeinschaft Mauern niederreißen kann“.

I’m traveling to Europe again next month! I’ll start my trip in Barcelona for Mobile World Congress, where I’ll be…

Posted by Mark Zuckerberg on Sunday, January 24, 2016

Zuckerbergs letzter öffentlicher Besuch in Berlin datiert von 2013 – damals kam der Facebook-Boss mit seiner Frau Priscilla Chan für eine überraschende Blitzvisite in die Hauptstadt, traf sich mit den Bundestagsabgeordneten Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) und Peter Tauber (CDU, inzwischen deren Generalsekretär) und tauchte kurz im Soho House auf.

Der nun anstehende Besuch dürfte auch Teil von Facebooks verstärkter Imagepflege in Europa sein. Das Netzwerk sieht sich seit längerem dem Vorwurf ausgesetzt, zu wenig gegen Hasskommentare auf der Plattform zu unternehmen. Besserung gelobte zuletzt auch COO Sheryl Sandberg, als sie auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos vor wenigen Tagen in Berlin Station machte und eine „Initiative für Online-Zivilcourage“ vorstellte. Kritische Fragen zu dem Thema sind auch bei Zuckerbergs Fragerunde zu erwarten.

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