Online-Marketing-Strategien

Ein Beitrag von Anja Fries, seit vier Jahren Werbetexterin bei der Frankfurter Marketing- und Werbeagentur Mindmelt.

Marketing ist wichtig, um die Marke, das Produkt oder auch die angebotene Dienstleistung möglichst schnell, effektiv und gezielt an die potentiellen Kunden zu bringen. Gerade junge Startups verfügen jedoch häufig nicht über ausreichend finanziellen Spielraum, um umfangreiche Marketingoffensiven zu starten. Daher geraten junge Startups schnell in einen Kreislauf: Ohne finanzielle Mittel keine Werbung, aber ohne Werbung bleibt die Kundenansprache auf der Strecke. Eine Chance, schnell und gezielt Kundenkreise aufzubauen, den Bekanntheitsgrad des Startup zu erweitern und Neukunden anzusprechen, wird so vertan.

Startups müssen Bekanntheit erlangen – auch mit kleinem Werbebudget

Gerade zu Beginn einer Existenzgründung, wenn eine Idee geboren und bereit dazu ist, sich zu bewähren, muss sie zu allererst ins Gespräch kommen – durch Werbung. Denn der potenzielle Neukunde kann nur dann etwas kaufen, wenn er davon erfährt, dass es existiert. Marketing spielt also, vor allem für junge Unternehmen, eine wichtige Rolle.

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Ein Grundpfeiler sämtlicher Marketingmöglichkeiten ist der seriöse Auftritt, ohne den Einzelmaßnahmen lückenhaft wirken. Das Corporate Design beziehungsweise die Corporate Identity zählen daher zu den ersten und langfristigsten Maßnahmen, um effizientes Marketing zu betreiben. Beides sollte professionell und anhand der Ziele, Philosophie, Idee und des Charakters des Unternehmens erstellt werden. Startups, die es versäumen, ihrem Unternehmen ein Gesicht zu geben, verzichten damit auf einen wichtigen Faktor, der die Werbung und deren Erfolg beherrscht: Den Wiedererkennungseffekt. Bauen junge Unternehmen jedoch auf einem klaren Unternehmenscharakter auf, ist die Basis für weitere langfristige Maßnahmen perfekt.

Low-Budget-Maßnahmen für Neugründungen

Professionelle Werbung lässt sich individuell dosieren, so dass in jeder Phase der Existenzgründung entschieden werden kann, wo der ideale Weg liegt, der das oftmals schmale Budget mit effizienter Werbung verbindet. Getreu dem Motto „Geld ist nicht alles“ kann ein eigens auf das Startup und die dahinter stehende Idee zugeschnittenes Marketingkonzept auch im kleinen Stil effizient sein.

  • Printmedien: Flyer, Broschüren, Infomaterialien und Kataloge

Printmedien sollten erst dann in Betracht gezogen werden, wenn ein klares Konzept abgedruckt werden kann. Weitreichende Änderungen sind im gedruckten Format nicht mehr zu ändern. Neuauflagen kosten wiederum erneut Geld. Dennoch sind Printmedien eine kostengünstige und effektive Art, das Startup auf handfeste Art und Weise bekannt zu machen. Denn auch wenn das Internet die heutzutage bedeutendste Informationsquelle darstellt, lieben es die Menschen nach wie vor, greifbare Informationen in die Hand zu nehmen.

  • Social Media

Die sozialen Medien sind ein guter Weg, Startups und Ihre Ideen bekannt zu machen. Dazu bieten sie eine Fülle an Möglichkeiten. Um gerade zu Beginn das Budget nicht zu überreizen, ist ein erster Schritt beispielsweise eine Facebook-Fanpage. Diese sollte seriös und kontinuierlich geführt werden. Regelmäßige Neuigkeiten zum Unternehmen zu posten, ist sinnvoll, um Aufmerksamkeit zu erregen und diese langfristig zu halten.

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Unternehmen generieren durch die Pflege der Facebook-Fanpage beispielsweise Likes oder werden von ihren Fans mit Freunden und Bekannten geteilt und somit empfohlen. Interessierte Social-Media-Nutzer landen so schnell auf der unternehmenseigenen Homepage und werden unter Umständen zum Neukunden, der wiederum eine Empfehlung abgibt und weitere Klicks für die Unternehmenshomepage generieren kann. Für das etwas größere Budget bieten die sozialen Medien verschiedene Optionen, um zielgruppengenaue Werbeanzeigen zu schalten.

  • Die eigene Unternehmenswebseite

Zu den effizientesten Marketing-Lösungen zählt die Unternehmenswebseite. Das Internet ist Informationsplattform und Präsentationsmöglichkeit in einem und sollte als solche genutzt werden. Ein Vorteil, den die eigene Unternehmenswebseite bietet, ist ganz klar, dass viele Informationen über einen Kanal zur Verfügung gestellt werden können. Sich umfassend zu informieren, ist für potentielle Neukunden ein wichtiger Aspekt, den die Webseite eines Unternehmens erfüllen sollte. Der Kostenfaktor hält sich dabei in Grenzen – auch wenn die professionell erstellte Webseite zunächst eine Investition erfordert, zahlt sich diese jedoch über lange Zeit aus und funktioniert dazu als Basis für weitere Maßnahmen.

  • Guter Content und ideale Sichtbarkeit in den Suchmaschinen

Wer Aufmerksamkeit möchte, muss gesehen werden. Die Suchmaschinen sind heute überaus exakt in der Auswahl der Suchergebnisse, so dass professionell erstellte Inhalte ein gutes Ranking ermöglichen. Damit mögliche Kunden das Startup finden, sollte daher darauf geachtet werden, dass Seiteninhalte der Unternehmenswebseite dementsprechend optimiert sind (SEO) und zudem einen hohen Mehrwert für den Leser bieten.

  • Präsentationen und professionelle Geschäftspapiere

Insbesondere für Startups, die ihre Zielgruppen in der B2B-Branche definieren, sind professionelle Präsentationen ein Muss. Hier lohnt die Investition in solide PowerPoint-Präsentationen und seriöse Geschäftspapiere. Basierend auf dem Corporate Design des Unternehmens, lassen sich Präsentationen effizient arrangieren und individuelle Geschäftspapiere, wie etwa Visitenkarten oder Briefpapier, hinterlassen einen bleibenden und kompetenten Eindruck.

Startups sollten nicht gänzlich auf Investitionen in Marketing und Werbung verzichten. Professionelles Marketing bietet für jedes Budget einen Plan, der zu einem späteren Zeitpunkt weiter ausgefeilt und perfektioniert werden kann. Kleinere, aber dafür umso gezieltere Werbe-Methoden können sich durchaus als profitabel erweisen. Denn: Um von Anfang an richtig durchstarten zu können, ist der Bekanntheitsgrad eines jungen Unternehmens von essentieller Wichtigkeit.

Bild: © panthermedia.net / Kiyoshi Takahase Segundo