carsten maschmeyer hausmed

AWD-Gründer und Startup-Investor Carsten Maschmeyer ist für markige Worte bekannt – dieses Mal trifft es die deutsche Fintech-Szene: „So wie es bei den Banken ein Filialsterben gibt, wird es auch ein Fintech-Sterben geben“, sagte Maschmeyer dem Manager Magazin in einem Interview. 90 Prozent der insgesamt 200 deutschen Startups in diesem Segment würden „auf der Strecke bleiben“. Lediglich 20 davon prognostiziert Maschmeyer den Erfolg – entweder eigenständig oder an eine Bank angeschlossen.

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Den Grund dafür sieht er in mangelndem Vertrauen: „Bestimmte Transaktionen wickeln Kunden nur ab, wenn sie es mit einem großen Markennamen zu tun haben.“ Startups, die damit nicht dienen könnten, würden Probleme bekommen. „Bei Geld verstehen viele Menschen keinen Spaß“, so Maschmeyer.

Das Startup Barzahlen.de, in das er selbst investiert hat, sieht Maschmeyer natürlich unter den Gewinnern. „Das Konzept beruht ja darauf, dass viele Leute im Internet kaufen möchten, aber dem Online-Bezahl-Vorgang nicht trauen“, erklärt er. Vor allem die drei Gründer hätten ihn überzeugt: „Die haben so eine Unerschrockenheit und so ein so ein revolutionäres Denken, sind aber gleichzeitig sehr bodenständig und sympathisch.“

Wie erfolgreich Maschmeyer als Startup-Investor selbst ist, daran scheiden sich die Geister – sein Portfoliounternehmen HausMed ging im Januar 2014 pleite: „Das wird uns in Zukunft nicht mehr passieren“, sagte Maschmeyer in einem Interview gegenüber Gründerszene. Die Geschäftsführer und das Management hätten zu wenig Anteile gehabt. Auch bei anderen Beteiligungen wie 88tc88 musste Maschmeyer Millionenverluste hinnehmen.

Bild: Carsten-Maschmeyer.de