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Crealytics-Gründer und -CEO Andreas Reiffen

Mittlerer siebenstelliger Betrag für Crealytics

In der Szene geisterte das Gerücht seit einigen Wochen umher, nun ist es amtlich. Alstin – Alternative Strategic Investment –, eines der Investment-Vehikel von AWD-Gründer Carsten Maschmeyer, beteiligt sich am SEA-Unternehmen Crealytics. Der durch die Figur Maschmeyer teilweise polarisierende Hannoversche VC unter Leitung von Geschäftsführer Jörg Goschin ist Lead-Investor der insgesamt mittleren siebenstelligen Runde. Zuletzt investierte Alstin einen Millionenbetrag in Pflege.de. Weitere Investments der Maschmeyer-Beteiligungsgesellschaft sind unter anderem Blacklane, Barzahlen und Crossvertise.

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Neben Alstin sind an der aktuellen Crealytics-Runde auch die Altinvestoren beteiligt: LBBW Venture Capital, der High-­Tech Gründerfonds, Mountain Internet, Bayern Kapital und die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft. Nach der Seed-Finanzierung im Jahr 2009, zwei Millionenrunden in den Jahren 2011 und 2013 fährt Crealytics damit nun bereits sein viertes Investment ein.

„Wir sind überzeugt, dass wir SEA-Kampagnen in Zukunft vollständig automatisieren können. Daher werden wir weiter in unsere semantische Technologie investieren“, begründet Crealytics-CEO Andreas Reiffen einen der Finanzierungsgründe. Daneben soll das frische Kapital auch in die internationale Expansion fließen. Bereits über 60 Prozent seiner Umsätze soll das Passauer Unternehmen bereits jetzt über internationale AdWords-Kampagnen erwirtschaften. Zudem soll das Unternehmen für Suchmaschinen-Marketing seit 2010 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 145 Prozent aufweisen.

Einhergehend mit der Finanzierung ruft Crealytics einen Beirat zur Unterstützung der Geschäftsführung ins Leben. Neben Jörg Goschin von Alstin sitzt auch Ronny Schnelle, Investment Director des HTGF, im Gremium. Vorsitzender wird Andreas Pfeifer, ein ehemaliger Partner und Geschäftsführer bei Accenture.

Crealytics wurde 2008 als Spin-Off der Universität Passau von Andreas Reiffen und Christof König gegründet. An seinen Standorten Berlin, London und Passau beschäftigt das Unternehmen derzeit etwa 100 Mitarbeitern. Das Kernprodukt des Startups ist Camato, ein Tool zur Automatisierung von weiten Teilen der Arbeitsprozesse in Google Adwords zur Steigerung der Qualität und Profitabilität von PPC-Anzeigen.

Bild: Crealytics