mbrace roundhere

Die Roundhere-Gründer Ruben Haas, Jan Tillmann und Lukas Krauter (von links nach rechts)

Ende 2013 starteten die drei ehemaligen Hitfox-Manager Ruben Haas, Jan Tillmann und Lukas Krauter die Dating-App Mbrace. Zum richtigen Durchbruch schaffte es die allerdings nie, die mageren Zahlen dürften hinter den Erwartungen der Macher zurückgeblieben sein. Nun wagt das Mbrace-Team den Pivot und wirft mit Roundhere eine neue App auf den Markt.

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Roundhere lässt Menschen miteinander kommunizieren, die sich an einem bestimmten Ort – etwa in Parks, Bars, Nachbarschaften oder auf Events – befinden. Auch Personen, die sich nicht an diesem Ort befinden, können mit leichten Einschränkungen mitkommunizieren. Das soll das derzeitige Problem sozialer Apps und Netzwerke lösen, die zwar den Austausch zu bestimmten Themen, nicht aber zu akuten Anliegen an bestimmten Orten erlauben.

Hyperlokale Kommunikation nennt Roundhere diesen neuen Markt, dessen Volumen an der Grenze zwischen Personal Messaging (mehr als 130 Milliarden Euro) und Social Discovery (2,5 Milliarden Euro) liegen soll.

Bereits seit Mai 2014 befindet sich die App in der Entwicklung, die Beta startete sechs Monate später. Seither wurde die Vorgänger-App Mbrace zwar weiterhin betreut, der klare Fokus lag aber auf Roundhere, sagt Gründer Jan Tillmann im Gespräch mit Gründerszene. Auch wenn es sich bei Roundhere um einen deutlichen Pivot handele, so Tillmann, gehe man konsequent den Weg, eine App zu bauen, um neue Menschen kennen zu lernen, die sogenannte Social Discovery. Denn das Thema Dating sei auch für Mbrace nur als Einstieg in diesen Bereich gedacht gewesen.

Entsprechend sei auch die Anfang 2014 eingefahrene siebenstellige Finanzierung von Paua Ventures, der IBB Beteiligungsgesellschaft und Astutia bereits teilweise für eine Weiterentwicklung im Bereich Social Discovery bestimmt gewesen, so Tillmann.

Der mäßige Erfolg mit Mbrace scheint die Ex-Hitfox-Macher geerdet zu haben: Die absolute Nutzerbasis der neuen App stehe derzeit nicht im Fokus, so Tillmann. Vielmehr setze man bei Roundhere gerade auf ein langfristiges und organisches Wachstum. Ob das funktioniert, wird sich jetzt zeigen: Die App verlässt in den nächsten Tagen den Beta-Status und ist nach vorangegangenen Tests in Berlin, Barcelona und Groningen dann überall nutzbar.

Bilder: Roundhere/Collage: Gründerszene