Mediakraft-Mitgründer Christoph Krachten

Mediakraft: Christoph Krachten bleibt Gesellschafter

Es lief zuletzt nicht gut für Mediakraft: Das Münchner Youtube-Netzwerk musste den Abschied mehrerer Stars verkraften, unter anderem verließen Florian Mundt alias LeFloid, Simon Wiefels alias Unge und zuletzt das Musik- und Comedy-Trio ApeCrime den Vermarkter.

Nun reagiert das Unternehmen: Wie einer Rundmail an die Partner zu entnehmen ist, verlässt mit Christoph Krachten einer der beiden Geschäftsführer das Unternehmen. Dies sei „Teil eines Erneuerungsprozesses“, heißt es. Krachtens Aufgaben werden von CEO Spartacus Olsson sowie von Levent Gültan übernommen. Mediakraft-Mitgründer Krachten bleibt aber Gesellschafter.

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In der Mail, die Gründerszene vorliegt, schreibt das Unternehmen, Mediakraft sei seit Weihnachten „von interner und externer Seite in die Kritik geraten“. Manche Partner würden deshalb vermutlich „die Stabilität von Mediakraft oder dessen Zukunft“ in Frage stellen. „Die Heftigkeit der Reaktionen war jedenfalls unerwartet und hat uns zu denken gegeben“, schreibt CEO Olsson. „Wir werden aus diesen Erfahrungen lernen und danach streben, es in Zukunft noch besser zu machen. Unsere Vision, nämlich dem Publikum spannende Inhalte zu bieten, steht für uns an erster Stelle.“

Nach Angaben von Mediakraft soll es außerdem „unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung“ des Unternehmens gegeben haben. Krachten wird sich demzufolge nun ganz der Organisation des Youtuber-Treffens VideoDays widmen.

Vor etwa zwei Wochen hatte bereits Mitgründer und Sales-Chef Jan Schlüter das Unternehmen verlassen. Damals hieß es, der Weggang sei ein „geplanter Schritt in der organisatorischen Entwicklung“. Auch Schlüter bleibt als Gesellschafter aktiv.

Mediakraft wurde 2011 gegründet und ist eines der führenden Multi-Channel-Netzwerke in Deutschland. Als im vergangenen Sommer mehrere VCs 16,5 Millionen Dollar in das Netzwerk steckten, zählte Mediakraft 2.000 Kanäle, 36 Millionen Abonnenten und rund 350 Millionen Views pro Monat. Zum Vergleich: Das jüngst von RTL übernommene Berliner Netzwerk Divimove kommt auf 80 Millionen Abonnenten und 900 Millionen Videoabrufe bei 1.700 Partner-Kanälen.

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