Mobile-Tagging – Durchbruch des mobilen Internets
Wie die neuesten Werbekampagnen von Vodafone (Handy 2.0) und T-Mobile zeigen, wird nun endlich auch in Deutschland die Ära des mobilen Internets eingeläutet. Durch günstige Datenflatrates (ab 9,95EUR/mtl.) versuchen die Mobilfunkanbieter eine immer größere Zielgruppe anzusprechen. Neben sinkenden Datentransferkosten sind allerdings noch einige andere Faktoren für den Erfolg des mobilen Internets entscheidend. So sind zum Beispiel die Anzeige auf den kleinen Displays und die mühsame Eingabe von URLs über die dafür ungeeignete Tastatur des Mobiltelefons große Hemmschwellen für die Verbreitung der Technologie. Mobile-Tagging überwindet die Barriere der bisher mangelnden Benutzerfreundlichkeit und wird so zur Schlüsseltechnologie für den Durchbruch des mobilen Surfens.
So funktioniert Mobile-Tagging:
Mobile-Tagging beschreibt den Vorgang, bei dem mit Hilfe einer Handykamera ein 2-Dimensionaler Barcode fotografiert und decodiert wird. 2D-Codes wiederum sind die Weiterentwicklung des handelsüblichen Barcodes (i.d.R. EAN) wie er auf jedem Produkt zu finden ist.
Die 2-Dimensionale Barcodes übernehmen in der realen Welt die Rolle der Hyperlinks aus dem Internet. Anstatt den Hyperlink mit der Maus anzuklicken, benutzt der interessierte User sein Kamerahandy um den Code zu fotografieren und gelangt mit nur einem Klick zu den gewünschten Informationen. Lästiges und fehleranfälliges Eintippen, sowie unnötiges und zeitaufwendiges Suchen im mobilen Internet gehören somit der Vergangenheit an.

Derzeit sind im Mobile-Tagging rund ein Dutzend verschiedener 2D-Codes im Einsatz. Um einen 2D-Barcode auslesen zu können, ist es erforderlich einen Reader, also eine spezielle (kostenlose) Software, auf dem mobilen Endgerät zu installieren. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Codes und die dazugehörigen Reader erhält man auf dem von uns verfassten Wikipedia-Artikel zum Thema Mobile-Tagging.
Was sich hierzulande noch nach Zukunftsmusik anhört, ist im technologiebegeisterten und trendorientierten Japan bereits Alltag. Ob in Zeitungen, auf Werbeplakaten, Produkten oder T-Shirts, überall sind die 2D-Codes anzutreffen. Statistiken zeigen, dass die 2D-Codes täglich bis zu 50 Millionen mal genutzt werden und somit zu den meistverwendeten Anwendungen im Umgang mit dem Handy gehören.
Um einen ähnlich bahnbrechenden Erfolg mit Mobile-Tagging wie in Japan zu realisieren, ist es von wesentlicher Bedeutung, dass sich ein Standardcode etabliert und dass die Readersoftware auf den Mobiltelefonen von den Herstellern vorinstalliert wird. Beides ist in Asien heute schon der Fall und rückt nun auch in Europa in greifbare Nähe. Das Mobile Code Consortium (MC2) kümmert sich derzeit um die Definition eines Standards und die ersten Handys mit vorinstallierten Readern sind bei Nokia in der N-Serie erschienen.
Anwendungsgebiete von Mobile-Tagging:
Die Anwendungsgebiete für das Mobile-Tagging sind nahezu grenzenlos. Unter den Begriffen Commercial-, Public-, und Private-Tagging lassen sich die wichtigsten Einsatzgebiete zusammenfassen. Während bei Commercial-Tagging der Einsatz im Mobile-Marketing (bspw. auf Verpackungen oder Plakaten) im Vordergrund steht, geht es bei Public-Tagging darum, Informationen, wie Wegbeschreibungen, Kundenrezensionen oder Wikipedia-Links, auf öffentlichen Informationsträgern anzubringen. Eine mögliche Anwendung aus dem Bereich des Private-Taggings hat connexTo mit dem neuen Hookcode gestartet. In drei einfachen Schritten kann man sich hier einen 2D-Code generieren, der zum eigenen Profil auf Facebook, MySpace oder Bebo verlinkt.
Wie es Sarik Weber von Cellity im Interview mit Gründerszene schon treffend beschrieben hat, müssen sich jetzt zwangsläufig alle erfolgreichen Webanwendungen mit mobilen Themen beschäftigen, denn mobiles Surfen ist die Zukunft!
Mobile-Tagging ist das perfekten Mittel um bisherige Internetanwendungen mit der realen Welt zu verknüpfen und eine erfolgreiche “Mobilisierung” durchzführen.
Weiterführende Links zu Mobile-Tagging:
Blogs rund um Mobile-Tagging:
Reader zum Ausprobieren:
Generatoren zum Ausprobieren:
Ein Gastbeitrag von Marvin Hegen (www.mobile-tagging.blogspot.de)

[...] Heute habe ich auf gründerszene.de den Eintrag über “mobile Tagging” gelesen. Gibt wirklich einen schönen knackigen Überblick. [...]
http://www.twigtag.com
ist noch ein deutscher Anbieter
An dieser Stelle ein Hinweis auf das Semapedia Projekt. http://www.semapedia.org/. Ich habe die Gründer auf der 2006er CeBIT getroffen, wo sie ihre Lösung präsentiert haben.
Wieso Mobile Tagging jetzt zum Durchbruch des mobilen Internets verhilft bleibt schleierhaft. Es handelt sich dabei doch nur um einen einzigen der mobilen Anwendungsfälle.
[...] Mehr Infos auf Gründerszene – der Blog startet gerade richtig durch! [...]
[...] The Web 2.0 and its idea of social communities offers more and more applications for meeting oder making friends on the go. Most of them might fail sooner or later. But they will help a lot to establish the idea of web services especially designed for mobile devices. The Open Gardens Blog has some examples. In addition to that Geo Tagging is a growing business and one of its most prominent companies, Plazes, is located in Berlin. Mobile Tagging so far is very popular in Japan but still more or less unkown in Europe. Meanwhile Google is on the rush for Mobile Search. So in the past there was only browsing the “normal web”. Now we see more and more applications specially designed for the “mobile web” adressing needs for people on the way. Without doubt this will change people’s attitudes and habits. [...]
Noch ein Generator für QR Code und semacode/Data Matrix: http://invx.com
(Disclosure: Eigene Implementierung)
Online Generator für QR Code und SemaCode, hier kostenfrei!
http://www.tec-it.com/online-demos/tbarcode/barcode-generator.aspx?LANG=en
[...] http://inside.gruenderszene.de [...]
[...] Benutzer einfach auf die entsprechende Webseite. Dies findet mittlerweile Einsatz in den Bereich Commercial-, Public- und Private-Tagging. Test mit IPhone Mit IPhone funktioniert es! QR-Code http://www.pohnkeweb.de [...]
So richtig interessant für Mobile Marketing wird das erst, wenn man den Leuten auch zusätzlich vermittelt was sich hinter dem Code verbirgt und alle Handys standardmäßig mit einem Reader ausgestattet sind.
Ich kann empfehlen: Den i-nigma Reader für S60 und den Barcode Reader für Android.
Firmen die mit QR Code werben wollen empfehle ich einen Blick auf “design QR” von der japanischen IT Design Inc. zu werfen die die Integration der eigenen Firmen CI bzw. eines beliebigen Logos oder Bildes in QR Codes ermöglichen. Haben glaub ich sogar auch gut versteckt deutschsprachige Flyer auf ihrer Webseite.
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