„Wir sind das Zalando für gebrauchte Kleidung“

Das Re-Commerce-Unternehmen Momox (www.momox.de) verkauft nun auch Second-Hand-Fashion: Bereits im vergangenen Juli hatte das Berliner Unternehmen, das hauptsächlich gebrauchte Bücher, CDs, DVDs und Elektronik ankauft, damit begonnen, auch getragene Kleidung in das Sortiment aufzunehmen.

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Unter dem Namen Ubup (Abkürzung für used but precious), brachten die drei Momox-Geschäftsführer Heiner Kroke, Christian Wegner und Timm Langhorst Anfang Februar die neue Verkaufs-Site online, auf der über Momox angekaufte Kleidungsstücke sowie einige elektronische Geräte angeboten werden.

Damit konkurriert Momox jetzt mit den Preloved-Fashion-Startups wie Mädchenflohmarkt, Kleiderkreisel, Glamloop oder Kirondo, die ebenfalls Second-Hand-Mode verkaufen – einige davon nur für Frauen oder Kinder, andere nur im High-End-Bereich.

Momox, das sich selbst als führendes Re-Commerce-Unternehmen im Bereich Medien bezeichnet, will sich mit dem neuen Ableger, über den auch Deutsche Startups schon berichtete, aber weder beim Verkaufspreis noch bei der Zielgruppe einschränken: „Wir verkaufen Mode für alle“, erklärt Momox-CEO Heiner Kroke „Wir sind quasi das Zalando für gebrauchte Kleidung.“

Gleich auf der Startseite wird dem Besucher angezeigt, wie viele Teile aktuell im Sortiment sind – rund 29.000 sind es derzeit. Ubup wirbt damit, dass jeden Tag bis zu 3.000 Teile neu ins Sortiment aufgenommen werden.

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„Von der angebotenen Kleidungsstücken sind 80 Prozent für Frauen, 15 für Männer, 5 Prozent für Kinder“, sagt Kroke. Da hauptsächlich Frauen zur Zielgruppe gehören, sei die Site – anders als die von Momox – elegant und schlicht aufbereitet worden.

Trotz vieler Mitbewerber, haben die Ubup-Nutzer scheinbar noch massig gebrauchte Kleidung übrig: „Es gibt einen extremen Bedarf. Wir sind sehr überrascht, wie viel Kleidung die Kunden uns jetzt schon schicken“, sagt Kroke. Konkurrierende Unternehmen hätten anfangs häufig Probleme damit, ein großes Sortiment aufzubauen – als Tochterfirma von Momox sei Ubup da im Vorteil: „Momox hat schon eine Million Kunden, deswegen bekommen wir immer schnell genug neue Ware.“

Nach dem Start in Deutschland, könnte es Ubup schon bald in anderen Ländern geben, wie Kroke andeutet: „Wir können uns sehr gut vorstellen, die Seite in andere Länder zu bringen – beispielsweise Frankreich, UK, Österreich oder USA.“

Bild: Screenshot Ubup, Momox